Biografie

Anna Kournikova

Die russischstämmige Sportlerin zählte in den 1990er Jahren zu den populärsten Tennisspielerinnen. Ihre Bekanntheit stieg nicht nur wegen ihrer sportlichen Leistungen, sondern auch durch ihre äußere Erscheinung. So soll der Löwenanteil am Einkommen der Sportlerin aus Werbeeinnahmen bestanden haben. Trotz längerer Platzierung unter den Top 20 der WTA-Weltrangliste, erreichte sie nie einen Grand-Slam-Titel, obwohl sie mehrfach im Finale stand. In ihrer Fed-Cup-Bilanz erreichte sie 12 Siege (davon 10 im Doppel) und 7 Niederlagen (davon 5 im Einzel). Dabei spielte sie insgesamt 12 Einsätze in drei Jahren. 2003 trat sie vom Profi-Sport zurück...
Anna Kournikova wurde am 7. Juni 1981 in Moskau als Tochter des Ehepaars Alla und Sergej Kournikovy geboren.

Kournikova begann im Alter von fünf Jahren mit dem Tennisspielen. 1992 siedelte sie mit ihrer Mutter in die USA über. Dort besuchte sie Nick Bolletieris Tennis Academy in Bradenton in Florida. Drei Jahre später, im Jahr 1995, trat sie im Profi-Tennis an. Die Vierzehnjährige errang ihren ersten großen Jugendtitel, die World Junior Championship. Im gleichen Jahr wurde sie Siegerin der Italian Open in der Junioraustragung. Zu ihren weiteren Turniersiegen in dieser Zeit zählen der Orange Bowl und die Europäische Meisterschaft in der Altersklasse bis 18 Jahren. Darüber hinaus schaffte sie es bis zum Halbfinale der Junioraustragung in Wimblendon und bis zum Viertelfinale der Junioren beim French Open Turnier.

Gegen Schweden leistete sie ihren Beitrag für das russische Team, um einen 3 : 0-Sieg zu erringen. Als Nummer 84 der WTA-Weltrangliste der besten Spielerinnen konnte sie das Match gegen die Südafrikanerin Amanda Coetzer, die sich auf dem 13. Platz befand, gewinnen. Nach dem Sieg rutschte sie vor auf Rang 58. 1996 holte Anna Kournikova ihren ersten Titel als Profi-Tennisspielerin beim ITT Women`s Cicuit Satellite Wettbewerb in Midland im US-Bundesstaat Michigan. Im gleichen Jahr nahm sie als jüngste Spielerin am FedCup teil, den sie auch gewann. Bei den US-Open 1996, ihrem ersten Grand Slam Turnier, gelang ihr auf Anhieb, bis in die vierte Runde vorzudringen. Ihr unterlag die an Nummer 13. gesetzte Barbara Paulus.

Das Tennisjahr 1996 schloss sie als beeindruckendste Newcomerin in der Geschichte der WTA ab. 1997 setzte sie ihr Leistungshoch fort. In Berlin auf der WTA Tour schlug sie die in der Weltrangliste an Platz 6 stehende Spanierin Arantxa Sanchez. Damit gelang dem jungen Tennisstar aus Russland erstmals ein Sieg über eine Spielerin der Top-Ten der Weltrangliste. Im gleichen Jahr erreichte sie das Halbfinale des Wimbledon-Turniers in London. Der traditionelle Wettbewerb gilt als inoffizielle Weltmeisterschaft. In ihren Spielen gegen Barbara Rittner, Anke Huber und Iva Majoli beeindruckte sie durch ihre Siege. Damit gab sie ihr Debüt zum bisher besten Abschneiden auf einer WTA Tour ab.

Im Jahr 1998 schlitterte sie nur ganz knapp an einem Sieg gegen die Führende der Weltrangliste, die Schweizerin Martina Hingis, vorbei. Die beiden standen sich damals bei den Australian Open gegenüber. Auf dem Turnier in Hannover erreichte sie zum zweitenmal ein Halbfinale. Dabei schaltete sie die deutsche Top-Spielerin Anke Huber aus. So rutschte sie an Nummer 24 der WTA-Liste. Bei den Lipton Championships machte Anna Kournikova Furore, als sie innerhalb von vier Spieltagen vier Spielerinnen unter den Top-Ten bezwang. Mirjana Lucic, Arantxa Sanchez, Lindsay Davenport, Monica Seles und Conchita Martninez hatten keine Chance gegen sie. Der Lipton Wettbewerb gehört zu den wichtigsten Vergleichskämpfen der WTA Tour. Erstmals stand sie in einem Finale. Ihre Gegnerin Venus Williams konnte dann aber doch ihren Siegeszug stoppen und das Ende des Turniers für sich entscheiden.

Bei den Italian Open im Achtelfinale dominierte Anna Kournikova über die an Nummer elf stehende Iva Majoli. Bei den German Open im gleichen Jahr erreichte Anna Kournikova das Viertelfinale durch einen erstmaligen Zwei-Satz-Sieg gegen Martina Higgins. Dann scheiterte die Russin an Conchita Martinez und schied im Halbfinale aus. Bei den French Open bezwang sie in einem schweren Spiel zunächst Amelie Mauresmo. Es folgten Kararina Stedenikova und Asa Karlsson. Das anschließende Spiel gegen die etablierte Teilnehmerin Jana Novotna verlor Kournikova. Beim Turnier im englischen Eastborne spielte sie gegen Steffi Graf, die sie schlagen konnte. Doch dabei verletzte sich Anna Kournikova am Daumen so unglücklich, dass sie nicht in Wimbledon antreten konnte.

Neben ihrem Leistungssport ging die Tennisspielerin für drei Jahre in Florida zur Schule. Im Anschluss daran war sie Schülerin an einer Schule für Athleten in Moskau. 1997 absolvierte sie ihren Oberschul-Abschluss. Danach meldete sie sich zu einem Fernstudium im Fach Sport an der Universität Moskau an. Nicht nur durch ihre sportlichen Leistungen verdient sich Anna Kournikova ihr Geld. Sie verstand es, sich gut zu vermarkten. Ihre Preisgelder in Höhe von ca. 700.000 US-Dollar machen nur einen relativ geringen Anteil an ihrem Jahreseinkommen von rund 11 Millionen Dollar aus, das in der Hauptsache aus Werbeeinnahmen besteht. Sie konnte sich von 1998 bis 2000 jedes Jahr für das Masters im Einzel sowie im Doppel qualifizieren. Im Doppel gewann sie 1999 und 2000. 2000 erreichte sie im Einzel das Halbfinale.

Trotz längerer Platzierung unter den Top 20 der WTA-Weltrangliste, erreichte sie nie einen Grand-Slam-Titel, obwohl sie mehrfach im Finale stand. In ihrer Fed Cup-Bilanz erreichte sie 12 Siege (davon 10 im Doppel) und 7 Niederlagen (davon 5 im Einzel). Dabei spielte sie insgesamt 12 Einsätze in drei Jahren. 2003 trat Kournikova von Profi-Sport zurück.

Anna Kournikova wohnt in Bradenton, Florida. Sie war von 2002 bis 2007 mit dem spanischen Sänger Enrique Iglesias liiert.

NameAnna Kournikova

Geboren am07.06.1981

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortMoskau