Biografie

André Gide

NameAndré Gide

Geboren am22.11.1869

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortParis (F).

Verstorben am19.02.1951

TodesortParis (F).

André Gide

Der Sohn eines Pariser Rechtsprofessors und französische Literaturnobelpreisträger (1947) beeinflusste in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das geistige Leben Europas. Er beschritt in Kindheit und Jugend einen schwierigen Weg der Identitätsfindung. André Gide thematisierte darauf in seinen Werken die persönliche Zerrissenheit zwischen Moral und Freiheit, wodurch er die Probleme und Bedingungen des modernen Menschen auf den Punkt brachte. Zugleich trug er mit seinen fiktionalen und innovativen Erzählstilen zur Erneuerung des Romangenres bei...
André Gide wurde am 22. November 1869 in Paris geboren.

Sein Vater lehrte als Professor der Rechtswissenschaft in der französischen Hauptstadt. Gide besuchte eine private Oberschule, die er 1889 mit dem Baccalaureat abschloss. Während dieser Ausbildungszeit entwickelte er ein gestörtes Verhalten zu seiner sozialen Umwelt, von der er sich mehr und mehr isolierte. Er wandte sich dem Studium der klassischen Literatur und der Sprachen zu.

Im Jahr 1891 legte Gide mit "Les Cahiers d’André Walter" seinen ersten Roman vor, der mit autobiographischen Elementen den moralischen Kampf zwischen Seele und Körper thematisierte und mit dem Sieg der Seele endete. Der Erfolg dieses ersten Werkes öffnete Gide die Türen zur Pariser Literatur- und Kulturgesellschaft, wo er den Salon des Dichters Stéphane Mallarmé frequentierte, der ihn sehr beeinflusste. Die Salonatmosphäre thematisierte er auf satirische Weise in "Paludes" (1895).

Im Oktober 1893 zog Gide mit dem jungen Maler Paul-Albert Laurens nach Nordafrika. Auf einer zweiten Reise traf er 1895 mit Oscar Wilde zusammen. Diese Begegnung und erste sexuelle Erfahrungen in Tunesien veranlassten den Schriftsteller zu einer offeneren Auseinandersetzung mit seinen homosexuellen Neigungen. Dennoch heiratete er im Oktober 1895 seine Cousine und Jugendliebe Madeleine Rondeaux, von der er sich aufgrund anhaltender gleichgeschlechtlicher Abenteuer und Beziehungen jedoch 1918 wieder trennte.

Im Jahr 1897 erschienen "Les Nourritures terrestres" und 1902 veröffentlichte Gide "L’Immoraliste". Beide Titel setzten sich mit einer anarchistischen Ethikauffassung auseinander, wonach der Mensch frei sein müsse, die Genüsse des Lebens und der Welt ohne moralische Einschränkungen zu kosten. Gide gründete 1909, mit einigen Freunden, die Zeitschrift "La Nouvelle Revue française", die sich zu einer der bedeutendsten Literaturmagazine des 20. Jahrhunderts entwickeln sollte.

Im selben Jahr erschien "La Port étroite". 1911 publizierte er mit "Corydon" eine Verteidigung der Homosexualität. 1919 legte er den Bestseller "La Symphonie pastorale" vor. 1925 erschien Gides Meisterwerk "Les Faux-monnayeurs". Der Roman wurde zur Grundlage seiner nachfolgenden Kritik und Erneuerung dieses literarischen Genres. Nach einer anfänglichen Hinwendung zum Kommunismus und einer Russlandreise, kritisierte der Schriftsteller 1936 in "Retour de l’U.R.S.S." das politische System der Sowjetunion.

Infolge der deutschen Besetzung Frankreichs zog sich Gide von der kollaborationistischen "La Nouvelle Revue française" zurück, um bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Nordafrika zu leben. Dort entstand "Thésée" (1946). Gides Lebenswerk wurde 1947 durch den Nobelpreis für Literatur auf internationaler Ebene gewürdigt. Im selben Jahr veröffentlichte er die autobiographische Erzählung "Et nunc manet in te".

André Gide starb am 19. Februar 1951 an einer Lungenentzündung in Paris.
1891 - Les Cahiers d'André Walter (Die Aufzeichnungen und Gedichte des André Walter)

1893 - Le Voyage d'Urien (Die Reise Urians)

1893 - La Tentative amoureuse ou le Traité du vain désir

1895 - Paludes (Sümpfe)

1897 - Les nourritures terrestres (Uns nährt die Erde)

1899 - Le Prométhée mal enchaîné (Der schlecht gefesselte Prometheus)

1902 - L'Immoraliste (Der Immoralist)

1907 - Le Ramier (Die Ringeltaube) (Erstveröffentlichung 2002, dt. 2006)

1908 - Le Retour de l'enfant prodigue (Die Heimkehr des verlorenen Sohnes)

1909 - La Porte étroite (Die enge Pforte)

1911 - Corydon. Quatre dialogues socratiques

1911 - Isabelle

1914 - Les Caves du Vatican (Die Verliese des Vatikan)

1919 - La Symphonie pastorale (Die Pastoral-Symphonie)

1924 - Si le grain ne meurt (Stirb und werde)

1925 - Les Faux-Monnayeurs (Die Falschmünzer)

1929 - L'École des femmes (Die Schule der Frauen)

1929 - Robert

1927 - Voyage au Congo

1928 - Le Retour du Tchad (Kongo und Tschad)

1931 - Œdipe (Ödipus, Theaterstück)

1936 - Geneviève (Genoveva oder Ein unvollendetes Bekenntnis)

1937 - Au retour de l'URSS (Zurück aus Sowjetrussland)

1938 - Retuschen zu meinem Russlandbuch

1938 - Et nunc manet in te (erschienen 1951)

1946 - Thésée (Theseus)

1949 - Feuillets d'automne (Herbstblätter)

1939, 1946, 1950 - Journal (Tagebücher)

NameAndré Gide

Geboren am22.11.1869

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortParis (F).

Verstorben am19.02.1951

TodesortParis (F).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html