Biografie

Alfred Neven DuMont

Der deutsche Unternehmer zählte als Herausgeber der Abonnementzeitungen "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Mitteldeutsche Zeitung" (Halle/Saale), der Boulevardzeitung "EXPRESS" sowie als Vorsitzender des Herausgeberrates der "Frankfurter Rundschau" zu den erfolgreichsten und imposantesten Medienmachern Deutschlands. 1953 trat der leidenschaftliche Kunstmäzen in den Traditionsverlag ein, um ihn in der Folge zum Medienkonzern "Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg" (MDS) umzuformen, der indes mit Beteiligungen sowohl an Fernseh- und Hörfunksendern, Anzeigenblättern als auch an elektronischen Medien zu den großen Unternehmen der Branche aufstieg. Seit 1990 war Prof. Alfred Neven DuMont Vorsitzender des Aufsichtsrats der Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg...
Alfred Neven DuMont wurde am 29. März 1927 als Sohn des Verlegers Kurt Neven DuMont und dessen Frau Gabriele, Tochter des Malers Franz von Lenbach, in Köln geboren.

Neven DuMont wuchs in einem wohlhabenden Elternhaus auf. Nach dem Studium der Philosophie, Geschichte und Literatur arbeitete er zunächst beim "Axel Springer Verlag" und beim Verlag der "Süddeutschen Zeitung". Seine Leidenschaft galt in dieser Zeit der Schauspielerei. So war Neven DuMont sowohl auf der Bühne der Münchner Kammerspiele als auch im Staatstheater zu sehen. Anschließend reiste Alfred Neven DuMont in die USA, wo er an der Medill School of Journalism in Chicago Journalismus studierte. 1953 kehrte er nach Deutschland zurück, um dort seine Karriere im elterlichen Verlagshaus "M. DuMont Schauberg" zu beginnen, dessen Geschichte bis ins Jahr 1620 zurückreicht. Neven DuMont behauptete sich bereits in jungen Jahren, seit 1955, als publizistischer Leiter des "Kölner Stadt-Anzeigers" und zeigte dabei früh ein außerordentliches Talent im journalistischen und verlegerischen Bereich. Dem 1956 gegründeten "DuMont Buchverlag" war Alfred Neven DuMont seit der Gründung durch Positionen in Aufsichtsgremien eng verbunden.

Aus dem Buchverlag ging 1968 der "DuMont Reiseverlag" hervor mit bekannten Buchreihen wie "DuMont Richtig Reisen", "DuMont Kunst-Reiseführer" oder "DuMont Reise-Taschenbücher". Neven DuMont wurde 1964 Gründer und Herausgeber der Kölner Boulevardzeitung "EXPRESS". Nach dem Tod seines Vaters stieg er 1967 zum Vorsitzenden der Geschäftsführung des Verlags M. DuMont Schauberg auf. Neven DuMont heiratete die Prinzessin Hedwig von Auersperg. Aus dieser Verbindung gingen die drei Kinder Marcus (1967-1995), Isabella (1968) und Konstantin (1969) hervor. Von 1971 bis 1986 beteiligte er sich an der Münchner "Abendzeitung" und 1982 an der "Kölnischen Rundschau". Von 1980 bis 1984 war Neven DuMont Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, dessen Ehrenpräsident er seit 1984 ist. Außerdem war er Mitglied des Präsidiums und des Vorstands der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sowie von 1990 bis 1998 Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Köln und ab 1998 deren Ehrenpräsident. Als weitere externe Akquisition erwarb MDS 1990 in Halle die ehemalige SED-Bezirkszeitung "Freiheit", die heute als "Mitteldeutsche Zeitung" zu den führenden Blättern der Region zählt.

Im Jahr 1998 übernahm MDS die Verlags- und Titelrechte der "Kölnische Rundschau". 2001, im Jahr des 125-jährigen Bestehens des "Kölner Stadt-Anzeigers", wurde Neven DuMont der Titel zum Honorarprofessor der Universität Halle-Wittenberg verliehen. Darüber hinaus erhielt Neven DuMont die höchste Wertschätzung seiner Heimatstadt: die Ehrenbürgerschaft von Köln. 2006 hatte die Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg die Mehrheit (50 Prozent und eine Stimme) am Verlag der "Frankfurter Rundschau" übernommen und sich mit 25 Prozent an der israelischen "Haaretz"-Gruppe beteiligt. Die Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg gehörte damit zu den größten Zeitungsverlagen Deutschlands. Zum 1. März 2011 nahm Isabella Neven DuMont die Position eines Vorstandsmitglieds der Mediengruppe M. DuMont Schauberg ein. An dieser Stelle vertrat ihr Bruder Konstantin bis zum Dezember 2010 die Interessen der Familie. Am 15. Januar 2015 übernahm Christian DuMont Schütte den Vorsitz des Aufsichtsrates von Alfred Neven DuMont.

Neven Dumont starb am 30. Mai 2015 im Familienkreis. Die öffentliche Trauerfeier fand am 9. Juni 2015 im Kölner Dom statt.



Bedeutende Vertreter des deutschen Verlagswesens
Menschen und Marken
M. DuMont Schauberg Verlag
Neven DuMont Haus
c/o Alfred Neven DuMont
Amsterdamer Str. 192
DE-50735 Köln

E-Mail: unternehmenskommunikation@mds.de
Tel.: 00 49-(0)2 21 / 2 24 -0

NameAlfred Neven DuMont

Geboren am29.03.1927

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortKöln (D).

Verstorben am30.05.2015

TodesortKöln (D).