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Jean-Paul Belmondo wurde am 9. April 1933 als Sohn des Bildhauers Paul Belmondo und der Tänzerin Madeleine in Neuilly-sur-Seine geboren.
Während der Schulzeit hegte der kräftige Belmondo den Wunsch, einmal Boxer zu werden. Später fand er jedoch Interesse an der Schauspielerei. So spielte Belmondo schon im Jugendalter, ab 1948, kleine Rollen bei einer Wanderbühne in Frankreich.
Belmondo besuchte zur weiteren Ausbildung in der Zeit von 1951 bis 1956 das Pariser Konservatorium für Schauspielerei und erhielt während dieser Zeit bereits erste Angebote von Theatern in Paris. Dort wurde er auch für den Film entdeckt, und so spielte er ab dem Jahr 1956 auch in kleineren Filmproduktionen mit.
Zwei Jahre später folgte mit "Die sich selbst betrügen" sein Kino-Debüt. Seinen internationalen Durchbruch als Schauspieler feierte er bereits im Jahr 1959 mit "Außer Atem". Zu dieser Zeit arbeitete er mit Regisseuren der "Nouvelle Vague" zusammen, die in ihm den perfekten Franzosen sahen und sein Talent weiter förderten. Mit großer Sicherheit spielte er auch in anderen Nouvelle-Vague-Filmen die Rolle des rebellischen Außenseiters.
Im Jahr 1959 heiratete er in Paris Renée Constant, die ihm drei Kinder schenkte: Patricia, Florence und Paul. Im Jahr 1961 stand er erstmals mit Romy Schneider in "Eine Frau ist eine Frau" vor der Kamera, und im Jahr darauf erschien mit "Der Teufel mit der weißen Weste" eine weitere Erfolgsproduktion mit Belmondo, der mittlerweile eine akzeptierte Größe im Filmgeschäft war.
In den 1960er Jahren profilierte sich Belmondo als wandlungsfähiger Darsteller in vielen Genres und drehte beispielsweise Gangsterstreifen und Melodramen. In den Jahren von 1963 bis 1966 wählte man ihn zum Präsidenten der französischen Schauspielerunion, und mit dem Streifen "Elf Uhr nachts" und "Abenteuer in Rio" wurde er endgültig zum internationalen Star.
Im Jahr 1966 zerbrach seine Ehe mit Renée Constant. 1969 stand er mit Cathérine Deneuve für "Das Geheimnis der Falschen Frau" vor der Kamera. Im selben Jahr, 1969, glänzte er auch an der Seite von Alain Delon in dem Streifen "Borsalino", der neben "Der Greifer" von 1975 zu seinen besten Arbeiten zählt. Ab den frühen 1970er Jahren drehte Belmondo auch verstärkt Thriller und Polizeifilme.
Nach weiteren zahlreichen Produktionen mit namhaften Darstellern, gelang ihm aber erst wieder im Jahr 1981 ein solcher Erfolg. In dem Film "Der Profi" zeigt der 48-Jährige eine an Spannung und Inhalt kaum zu überbietende Actiongeschichte. Trotz zahlreicher spektakulärer und gefährlicher Szenen, verzichtete er während aller seiner Dreharbeiten auf ein Double.
Zur selben Zeit kehrte Jean-Paul Belmondo auch zu seinen schauspielerischen Wurzeln, dem klassischen Theater, zurück, wo er auch heute noch zu sehen ist. 1998 stand er erneut an der Seite von Alain Delon vor der Kamera. Jean-Paul Belmondo wirkte in über 70 Filmen mit, und er avancierte zu einem der beliebtesten Schauspieler Frankreichs. In seiner Fangemeinde erwarb er sich den Spitznamen "Bebel".
Große Sorge um seinen Gesundheitszustand kam Mitte des Jahres 2001 auf, als Belmondo mit einem Schlaganfall in ein Pariser Krankenhaus eingeliefert wurde. Nach einigen Tagen der Genesung konnte er jedoch das Krankenhaus verlassen und nach wenigen Wochen stand er wieder auf der Bühne.
Im Jahr 2002 heiratete der mittlerweile 69-jährige Weltstar seine langjährige Freundin Natty in Paris. Die gemeinsame Tochter Stella kam im Jahr 2003 zur Welt. |
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