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Ferdinand Porsche wurde am 3. September 1875 in Maffersdorf (heute Vratislavice/Tschechien) bei Reichenberg (heute: Liberec) in Nordböhmen geboren.
Nach Abschluss der Schule startete Porsche 1893 seine berufliche Karriere mit 18 Jahren in der Elektrofirma "Bela Egger & Co." in Wien. Bereits hier zeigte er außerordentliches Talent und Gespür für technische Zusammenhänge. Nach kurzer Zeit stieg Porsche hier vom einfachen Arbeiter zum Leiter des Prüfraumes des Unternehmens auf. Seine erste bedeutende Erfindung stellte 1897 der Radnabenelektromotor dar.
Im Jahr 1898 wechselte Porsche zur kaiserlichen und königlichen Hofwagenfabrik "Jacob Lohner & Co." in Wien, wo er 1899 das Lohner-Porsche-Elektromobil entwickelte, welches auf der Pariser Weltausstellung 1900 einer begeisterten Weltöffentlichkeit präsentiert wurde. 1906 wechselte Porsche zu Austro-Daimler nach Neustadt. Hier entwickelte er Flugmotoren, Oberleitungsbusse sowie Feuerwehrfahrzeuge.
Im Jahr 1917 wurde er zum Generaldirektor der österreichischen "Daimler-Motoren KG Bierenz, Fischer & Co." berufen. Von 1923 bis 1929 arbeitete Porsche als Technischer Direktor und Vorstandsmitglied der "Daimler-Motoren-Gesellschaft" in Stuttgart-Untertürkheim. Nach seinen Plänen entstand hier der erste Kompressormotor, der im legendären Mercedes SSK verbaut wurde.
Im Jahr 1924 wurde Porsche von der Technischen Hochschule Stuttgart, in Würdigung seiner Konstruktionen, der Titel des Doktor Ingenieurs ehrenhalber verliehen. Von 1929 bis 1930 wechselte Porsche noch einmal zur österreichischen "Steyr-Werke AG", bis er sich 1931 mit dem Ingenieurbüro "Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH" in Stuttgart selbstständig machte. Als erstes Patent des Unternehmens wurde am 10. August 1931 die Drehstabfederung angemeldet.
Er begann die Entwicklung zahlreicher Porsche-Traktoren. Ab 1934 konstruierte Porsche, im Auftrag des Reichsverbandes der Deutschen Automobilindustrie, mit dem "Kraft-durch-Freude-Wagen", später Volkswagen genannt, das Vorzeigeprodukt der nationalsozialistischen Wirtschafts- und Technologiepolitik. Dafür erhielt er eine millionenschwere Förderung durch die nationalsozialistische "Deutsche Arbeitsfront".
Der Wagen sollte das Automobil zu einem für alle Volksschichten erschwinglichen Gut machen, was aber aufgrund des bald begonnenen Zweiten Weltkriegs nicht erreicht werden konnte, da er nun vorwiegend zu Kriegszwecken produziert wurde. Für die "Auto-Union" baute Porsche einen Sportwagenmotor, der 1934 mit 252 Km/h einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord für PKW aufstellte.
Im Jahr 1935 wurde Porsche in die "Oberste Nationale Sportbehörde für die Deutsche Kraftfahrt" berufen. 1938 bis 1945 übernahm der Ingenieur zudem die Leitung des Volkswagen-Werkes in Wolfsburg. 1940 wurde Porsche zum Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Stuttgart ernannt. Außerdem verlieh man ihm im selben Jahr den "Deutschen Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft".
Porsche war in den Kriegsjahren außerdem an der Entwicklung zahlreicher Panzermodelle wie "Tiger" und "Maus" beteiligt. Bei Ende des Zweiten Weltkrieges geriet Porsche für 22 Monate in französische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Freilassung wurde er durch das Internationale Militärtribunal als "nicht belastet" eingestuft, da er keine politischen oder organisatorischen Ämter der NSDAP bekleidet hatte.
Während seiner Gefangenschaft hatte sein Sohn "Ferry" Porsche mit der Entwicklung des "Porsche 356" begonnen, der nun 1948 nach der Rückkehr des Vaters zum Vorgänger des legendären "911ers" und zum Grundstein der heutigen Porsche AG weiterentwickelt wurde. Zugleich wurden von dem durch Porsche zuvor entwickelten Volkswagen bis 1955 eine Millionen Exemplare produziert. Damit wurde die Porsche-Konstruktion "Käfer" das meistverkaufteste Auto Europas.
Ferdinand Porsche, der sich in Österreich in Zell am See zur Ruhe setzte, verstarb am 30. Januar 1951, im Alter von 75 Jahren, in Stuttgart.
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