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Buster Keaton wurde am 4. Oktober 1895 als Joseph Francis Keaton in Pickway, Kansas, USA, geboren.
Seine Eltern waren die Schauspieler Joe und Myra Keaton. Der Vater rief ihn aufgrund seiner robusten Art, die er schon als Kleinkind an den Tag legte, mit dem Spitznamen "Buster". Diesen Namen behielt Keaton - zu Recht. Als er für "Der General" vor der Kamera stand, brach er sich bei einem Sturz auf eine Eisenbahnschiene einen Genickwirbel, was aber erst Jahre danach festgestellt wurde.
Keaton startete seine Karriere mit seinen Eltern auf den Varieté-Bühnen dieser Welt; gemeinsam standen sie als "The Three Keatons" auf der Bühne, zeigten Sketche und Artistik und schufen so den Anfang von Busters Vaudeville-Karriere.
Bis 1917 trat Buster Keaton mit seinen Eltern auf und arbeitete dann mit dem dicken Komiker Roscoe "Fatty" Arbuckle zusammen. Er spielte in vielen Filmen "Fatty's" mit und wurde mit ihm und Al St. John zu einem der erfolgreichsten Trios der Slapstick Comedy.
Keaton musste 1918 zum Militär. Er kam nach sieben Monaten an der Front in Frankreich zurück und drehte wieder mit Arbuckle. Doch schon 1920 schuf er seinen ersten eigenen Film, "The High Sign". Er drehte zuerst nur kleine Stummfilme und lieferte mit "Der Dummkopf" seinen ersten Langfilm ab.
Buster Keaton produzierte einen Film nach dem anderen - alleine von 1920 bis 1923 inszenierte er 19 Kurzfilme wie "Trauung mit Hindernissen", "Nachbarn", "Der Sündenbock" und "Bleichgesicht". Bis Ende der 1920er Jahre drehte er weitere zehn Spielfilme und arbeitete dann mit der großen Filmfirma "Metro Goldwyn Mayer" (MGM) zusammen.
Diese Kooperation scheiterte aber und führte 1933 zur Entlassung Keatons aus dem Vertrag. Als sich nun der Tonfilm durchsetzte, konnte Keaton nicht an alte Erfolge anknüpfen. Er wurde zum Alkoholiker und geriet körperlich und materiell in schlechte Verfassung. Seine Ehe mit einer Krankenschwester (1933 bis 1936) scheiterte genauso wie ein Filmprojekt in Florida.
Auch in Europa hatte er kaum noch Erfolg. Er drehte zwar weiter viele Kurzfilme, die meisten blieben aber unbeachtet. Nach Enttäuschungen in den 1940er Jahren feierte Buster Keaton in Billy Wilders "Boulevard der Dämmerung" neben anderen früheren Stummfilm-Stars wie Erich von Stroheim und Gloria Swanson wieder einen Erfolg.
Auch seine Europa-Tourneen von 1951 bis 1953 führten ihn zurück in die Herzen des Publikums. 1952 stand er das einzige Mal in seiner Karriere gemeinsam mit Charlie Chaplin im Melodram "Rampenlicht" vor der Kamera. 1962 wurde er bei der Wiederaufführung von "Der General" bejubelt und zeigte beim Filmfestival von Venedig 1965 seinen Kurzfilm "The Railrodder".
Seine letzte Rolle hatte er als römischer Senator "Erronius" in "Toll trieben es die alten Römer". Die Premiere konnte er nicht mehr erleben.
Buster Keaton starb am 1. Februar 1966 in Woodland Hills, Kalifornien. |
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