Biografie

Wolfgang Tiefensee

Der SPD Politiker, Ingenieur und diplomierte Elektroniker stellt seit Herbst 2005 in der Großen Koalition aus SPD, CDU und CSU im Kabinett der Bundeskanzlerin Angela Merkel den Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Große Popularität erreichte Wolfgang Tiefensee als Oberbürgermeister der Stadt Leipzig. In dieser Position verdiente er sich Ansehen durch die erfolgreiche Bewerbung der Stadt für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sowie die Ansiedelung renommierter Industrieunternehmen...

Die Bundesminister der Bundesrepublik Deutschland
Wolfgang Tiefensee wurde am 4. Januar 1955 in Gera geboren.

Aufgewachsen ist er als Sohn des Komponisten Siegfried Tiefensee. Als Schüler gewann er am Cello den Leipziger Bachpreis, dennoch schlug Tiefensee keine musikalische Karriere ein. Tiefensee wurde in der DDR Mitglied der Jungen Pioniere und der FDJ, verweigerte jedoch die Jugendweihe. 1973 legte er das Abitur ab. Im Anschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Nachrichtentechniker. Darauf folgte bis 1976 sein Wehrdienst innerhalb der NVA als Bausoldat, wobei er hier den Dienst an der Waffe verweigerte, wodurch er in seinen späteren Studienmöglichkeiten eingeschränkt wurde.

Ab 1976 studierte Tiefensee Ingenieurwesen und machte 1979 seinen Abschluss als Ingenieur für industrielle Elektronik. Von 1979 bis 1986 arbeitete er als Entwicklungsingenieur in der Abteilung Forschung und Entwicklung des VEB Fernmeldewerks Leipzig. Parallel beendete er 1982 das Studium zum Fachingenieur für Informatik im Bauwesen. 1986 wechselte Wolfgang Tiefensee an den Fachbereich Elektroenergieanlagen der Technischen Hochschule Leipzig, wo er in einem Aufbaustudium zum Diplomingenieur für Elektronik ausgebildet wurde.

In Folge der Deutschen Widervereinigung 1989 engagierte er sich erstmals politisch in der Bürgerbewegung "Demokratie jetzt", die Tiefensee am "Runden Tisch" in Leipzig vertrat. Der Runde Tisch entsandte Tiefensee als hauptamtlichen Stadtrat in die Leipziger Stadtverwaltung. 1990 wurde er zum Amtsleiter des Schulverwaltungsamtes der Stadt Leipzig gewählt. 1992 folgte seine Berufung zum Stadtrat für Jugend, Schule und Bildung. 1994 wurde Tiefensee Bürgermeister sowie Beigeordneter für Jugend, Schule und Sport. 1995 wurde er Mitglied der SPD.

Am 26. April 1998 wurde Tiefensee für sieben Jahre zum Oberbürgermeister von Leipzig gewählt. Verdient machte er sich in dieser Position insbesondere durch die Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen für Industrieunternehmen, in dessen Folge sich auch DHL sowie im Automobilbau die BMW AG und die Porsche AG mit Produktionsstädten im Raum Leipzig niederließen. 2003 wurde Tiefensee Mitglied der Harz-Kommission zur Ausarbeitung des Konzeptes zur Agenda 2010. Im selben Jahr wurde er von Frankreich zum "Ritter der Ehrenlegion" ernannt. Bei den Oberbürgermeisterwahlen am 10. April 2005 wurde Tiefensee klar im Amt bestätigt.

Am 13. Oktober 2005 wurde er durch das SPD-Präsidium zum Minister einer SPD geführten Regierung nominiert. Am 15. November 2005 wurde er in den Bundesvorstand der SPD gewählt. Im Zuge der vorgezogenen Neuwahlen der rot-grünen Regierung und der daraus resultierenden Großen Koalition aus SPD, CDU und CSU, wurde Wolfgang Tiefensee im Kabinett der Bundeskanzlerin Angela Merkel am 22. November 2005 im Amt des Bundesministers für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen vereidigt.


Die Bundesminister der Bundesrepublik Deutschland

NameWolfgang Tiefensee

Geboren am04.01.1955

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortGera (D).