Biografie

Wolfgang Gerhardt

Der promovierte Politologe stellt seit 2006 den Vorstandsvorsitzenden der liberalen "Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit". Er engagierte sich seit mehreren Jahrzehnten in der FDP, für die er in Hessen in den 1980er und in der ersten Hälfte der 1990er Jahre zum Landesvorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden aufstieg. 1985 bis 1991 stellte Wolfgang Gerhardt außerdem den Staatsminister für Wissenschaft und Kunst sowie den stellvertretenden Ministerpräsidenten in Hessen. In der Bundespolitik betätigte sich der Liberale von 1985 bis 1995 als stellvertretender Bundesvorsitzender und 1995 bis 2001 als Bundesvorsitzender der FDP. Von 1998 bis 2006 amtierte Gerhardt als Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Deutschen Bundestag...
Wolfgang Gerhardt wurde am 31. Dezember 1943 in Ulrichstein-Helpershain geboren.

Nach dem Abitur nahm Gerhardt 1963 ein Studium der Germanistik, Politologie und Erziehungswissenschaften auf, das er 1970 mit der Promotion abschloss. Während seiner Studienzeit schloss er sich der FDP an. Im Anschluss an das Studium berief man Gerhardt zum Leiter des Regionalbüros der Friedrich-Naumann-Stiftung in Hannover, die bekanntlich der FDP nahe steht. Zugleich wurde Gerhardt bereits in der Politik aktiv: Bis 1978 war er für den hessischen Innenminister zunächst als persönlicher Referent, dann als Leiter seines Ministerbüros tätig. 1978 wurde Gerhardt erstmals in den hessischen Landtag gewählt, in dem er zunächst bis 1982, dann nochmals 1983 bis 1987 und 1991 bis 1994 vertreten war. Im Herbst 1982 bestellte man ihn zum Landesvorsitzenden der FDP in Hessen.

Auch in den Bundesvorstand seiner Partei trat er nun ein. Außerdem stellte er im hessischen Landtag 1983-1987 und 1991-1994 den Fraktionsvorsitzenden der hessischen FDP. Gerhardt avancierte 1985 zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP. Im Frühjahr 1987 trat er in die hessische CDU-FDP-Landesregierung unter Walter Wallmann als Staatsminister für Wissenschaft und Kunst sowie als Stellvertreter des Ministerpräsidenten ein. Diese Regierungsämter verlor er infolge der Wahlniederlage der CDU-FDP-Koalition bei den hessischen Landtagswahlen von 1991. 1994 zog Gerhardt erstmals in den Bundestag ein, in dem er seither vertreten war. In der Nachfolge Klaus Kinkels stellte er dann von 1995 bis 2001 den Bundesvorsitzenden der Liberalen. Zugleich war er seit 1998 Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion.

Nach parteiinternen Differenzen legte Gerhardt im Mai 2001 seine Funktion als Bundesvorsitzender der FDP nieder, die nun vom bisherigen Generalsekretär Guido Westerwelle übernommen wurde. Gerhardt engagiert sich seit März 2002 als Vizepräsident von Liberal International auch in der internationalen liberalen Bewegung. Mit Antritt der Regierung Angela Merkel am 22. November 2005 übernahm Gerhardt den Posten des Oppositionsführers. Dieses Amt gab er am 1. Mai 2006 an den Parteivorsitzenden Guido Westerwelle ab. Im selben Jahr, 2006, wurde er Vorstandsvorsitzender der liberalen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Im Juni 2010 wurde er zum Mitglied der Programmkommission gewählt, die bis 2013 ein neues FDP-Programm erarbeite. Im Sommer 2013 verabschiedete er sich vom Deutschen Bundestag.

Wolfgang Gerhardt ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

NameWolfgang Gerhardt

Geboren am31.12.1943

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortUlrichstein-Helpershain (D).