Biografie

Twiggy

Die britische Schauspielerin, Sängerin und ehemaliges Top-Model sorgte in den 1960er Jahren für Furore. Leslie Hornby, alias "Twiggy" wurde zur Begründerin eines neuen Schönheitsideals, das noch bis heute in der Modewelt Bestand hat. Der Part der "Polly Brown", die unbedingt ein Revuestar werden will, brachte ihr 1972 zwei "Golden Globe Awards" als beste Komödiendarstellerin und Nachwuchsdarstellerin ein. Seitdem spielte sie in einer Vielzahl unterschiedlicher Rollen auf der Bühne und im Film, inklusive die der "Eliza Doolittle" in "Pygmalion" (1981), zusammen mit Robert Powell in einer Produktion für das Fernsehen...
Leslie Hornby wurde am 19. September 1949 in Neasden, England geboren.

Dort wuchs sie mit ihren Schwestern Shirley und Viv in bürgerlichen Verhältnissen auf, ihre Mutter arbeitete als Verkäuferin. Leslie war schon früh an Mode interessiert und war eine talentierte Näherin. Ihre extrem dünne Figur, die später zu ihrem Markenzeichen wurde, machte ihr in der Schulzeit Probleme. Sie wurde gehänselt und ihre Mitschüler nannten sie "Twigs" (von twig; zu Deutsch: Zweig). Twigs wurde zu Twiggy und zu ihrem Künstlernamen. Die Experimentierfreudigkeit mit ihrem Äußeren ließ sie sich die damals extrem gewagte Bubikopffrisur schneiden. Zusammen mit dem von Mary Quandt erfundenen Minirock war Twiggy eine sehr auffällige Person.

So dauerte es auch nicht lange, bis sie im Friseursalon ihrer Schwester von dem Fotografen Barry Lategan entdeckt wurde. Twiggy wurde mit ihrer knabenhaften Figur, sie hatte die Masse 78-55-80, zum absoluten Schönheitsideal der 1960er Jahre. Vom "Daily Express" wurde sie zum Gesicht des Jahres 1966 gewählt. Auch international, vor allem in Amerika, war sie sehr begehrt und erfolgreich. Während eines kurzen Aufenthaltes wurden gleich drei Dokumentationen über sie gedreht: "Twiggy in New York", "Twiggy in California" und "Twiggy Who?". Doch auf das Modelgeschäft wollte sich Twiggy nicht beschränken.

Sie nahm bald ihr erstes Album auf, von dem vor allem die Single "I need your hand in mine" erfolgreich war - sie wurde Nummer Eins in Japan. Twiggy versuchte sich auch als Schauspielerin in Musical-Produktionen. Ihren größten Erfolg feierte sie 1971 mit dem Film "The Boy Friend". Für diese Produktion musste sie hart arbeiten, nahm Gesangs- und Tanzunterricht und verfeinerte ihre schauspielerischen Leistungen. Die Arbeit hatte sich gelohnt, Twiggy wurde 1972 mit zwei "Golden Globes" in den Kategorien "Beste Newcomerin" und "Bester Musical-Star" ausgezeichnet.

Im Jahr 1974 lernte sie bei den Dreharbeiten zu "W" den Schauspieler Michael Whitney kennen, den sie 1977 heiratete. Aber auch ihre Gesangskarriere vernachlässigte Twiggy nicht, sie brachte die beiden Alben "Twiggy" und "Please get my name right" heraus, die auch von Erfolg gekrönt wurden. 1978 brachte sie die gemeinsame Tochter Carly zur Welt. Bald darauf zeichnete sich ein Alkoholproblem von Michael ab und die Ehe schien zu zerbrechen. 1983 erlag der Schauspieler seinem Leiden, er starb an einem Herzinfarkt im Alter von 52 Jahren. Twiggy zog sich in die USA zurück und nahm an einigen Filmproduktionen teil, so auch in "Club Paradise", "Pygmalion" oder "The Little Match Girl".

Mitte der 1980er Jahre lernte sie den Schauspieler Leigh Lawson kennen, mit dem sie seit 1988 verheiratet ist. Twiggy zog sich mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück, schauspielerte nur noch gelegentlich. 1996 schrieb sie ein Drehbuch, das jedoch kaum Beachtung fand.

NameLeslie Hornby

AliasTwiggy

Geboren am19.09.1949

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortNeasden (GB).