Biografie

Wilhelm Wundt

NameWilhelm Wundt

Geboren am16.08.1832

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortMannheim (D).

Verstorben am31.08.1920

TodesortLeipzig (D).

Wilhelm Wundt

Der Philosoph und Psychologe gründete das erste Institut für Psychologie in Leipzig. In seiner metaphysischen Philosophie war er ein Anhänger des realistisch begründeten, voluntaristischen Idealismus. In der Philosophie werden nach ihm die allgemeinen Einzelerkenntnisse zu einem System ohne Widerspruch vereinigt. Sein besonderes Arbeitsgebiet war die Psychologie. Darin arbeitete Wilhelm Wundt die Bedeutung des Willens in psychischen Prozessen heraus. Er versuchte die Psychologie auf der Basis naturwissenschaftlich-experimenteller Methoden zu erläutern. In seiner Völkerpsychologie befasste sich Wundt mit überindividuellen Fragen wie zum Beispiel Mythos, Sprache oder Sittlichkeit. Darüber hinaus äußerte er sich zu Problemen der Logik und der Erkenntnistheorie...
Wilhelm Wundt wurde am 16. August 1832 als Sohn einer Pfarrersfamilie in Neckerau nahe Mannheim geboren.

Wundt besuchte das Gymnasium und absolvierte das Abitur. Danach studierte er an den Universitäten Tübingen, Heidelberg und Berlin Medizin. Nach seinem Abschluss hielt sich Wundt für ein halbes Jahr zu Forschungszwecken bei Johannis Müller und Emil Du Bois-Reymond in Berlin auf. In den Jahren von 1858 bis 1862 verfasste er die "Beiträge zur Theorie der Sinneswahrnehmung". In seinen "Vorlesungen über die Menschen- und Tierseele" im Jahr 1863 versuchte Wundt die Psychologie erstmals mit wissenschaftlich-experimentellen Methoden zu erläutern. 1864 wurde er an der Heidelberger Universität außerordentlicher Professor für Physiologie.

In seiner Schrift "Grundzüge der physiologischen Psychologie" (1873–1874) fasste er die Psychologie als Experimentalwissenschaft zusammen. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts leitete Wundt den Heidelberger Arbeiterbildungsverein, der sich die Aufklärung und Bildung breiter Volksschichten zur Aufgabe machte. In der Zeit von 1886 bis 1868 fungierte er als Mitglied des Landtags von Baden. Er vertrat eine liberal reformerische Haltung und votierte für Bismarcks Pläne zur Reichseinigung. Wundt siedelte im Jahr 1874 nach Zürich über und wurde dort Professor für induktive Philosophie. Nach einen Jahr verließ er die Schweiz wieder und zog nach Leipzig.

Er folgte damit im Jahr 1875 einem Ruf an die dortige Universität. Dort wirkte er maßgeblich mit an der Entwicklung der Psychologie als wissenschaftliches Fach. Dazu gründete er im Jahr 1879 das erste Institut für experimentelle Psychologie. In der Zeit von 1883 bis 1903 gab er das zwanzigbändige Werk "Philosophische Studien" heraus. Von dem Jahr 1906 an bis 1918 erschienen von Wilhelm Wundt die zwanzigbändigen "Psychologischen Studien". Darüber hinaus bildete Wundt junge Wissenschaftler aus, die durch seine experimentelle Schule gingen. In den letzten zwanzig Schaffensjahren stellte er die Völkerpsychologie in den Vordergrund. Dazu verfasste er das zehnbändige Werk mit dem Titel "Völkerpsychologie".

Neben seiner experimentellen Psychologie befasste sich Wilhelm Wundt als zweitem Schwerpunkt mit philosophischen Fragen. Nach Wundts Aktualitätstheorie ist die Seele zwar nicht als einfach, aber als einheitlich aufzufassen. Sie ist keine Substanz, aber eine Naturerscheinung, so dass auch experimentelle Methoden, wie sie in der Physiologie angewandt werden, für die Untersuchung in der Psychologie relevant seien. Wundts Annäherung an die Seele ist physiologisch, dennoch setzte er psychologische und psychische Prozesse nicht gleich, sondern unterschied sie qualitativ in ihren Kausalprinzipien. Wundt betonte die Prozesshaftigkeit psychischer Vorgänge, durch die die experimentelle Untersuchung erst möglich geworden sei.

Dennoch schränkte Wundt das Experiment als Untersuchungsinstrument auf einfache psychische Vorgänge ein. Für psychische Vorgänge komplexer Art empfahl er die völkerpsychologische Methodik. In dieser Unterscheidung als Gegensatz von Natur- und Geisteswissenschaft folgte Wundt den Auffassung der neukantianischen Strömung, die er auf das Gebiet der Psychologie anwandte. Die Völkerpsychologie befasste sich nach Wundt mit ergänzender Thematik wie der Untersuchung höher entwickelter psychischer Funktionen, soziale Dimensionen oder psychische Vorgänge unter dem Aspekt der historischen Genese. Wundts Auffassung von der Logik war verbunden mit einer Methodenlehre zu den einzelnen Wissenschaftszweigen.

Die Psychologie unterstützt die Forschung der Logik, die Wundt als bestimmte Ordnung der Reflexion auffasste. Sie ist eine normative Wissenschaft, die die Norm des Gedankenverlaufs zur Erreichung der korrekten Erkenntnis vorgibt. In dem Zusammenhang zwischen Psychologie und Logik als Philosophie, war Wundt bemüht, die Gesetze der Logik psychologisch zu begründen. Daher forderte er in seinen Untersuchungen der Psychologie die Einschaltung der Logik. Er verstand die Welt als Entwicklung des Geistes in bestimmter Zweckabsicht; dieser Geist war für ihn der Wille Gottes zur Welt.

Zu seinen weiteren Werken zählen unter anderem Titel wie "Grundzüge der physiologischen Psychologie" (1873/74), "Logik" (1880-1883), "Ethik" (1886), "System der Philosophie" (1889), "Grundriß der Psychologie" (1896), "Sinnliche und übersinnliche Welt" (1914) oder "Erlebtes und Erkanntes" (1920).

Wilhelm Wundt starb am 31. August 1920 in Großbothe nahe Leipzig.

NameWilhelm Wundt

Geboren am16.08.1832

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortMannheim (D).

Verstorben am31.08.1920

TodesortLeipzig (D).

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