Biografie

Ulrike Meyfarth

Die deutsche Leichtathletin schrieb Sportgeschichte: Mit erst sechzehn Jahren gewann Ulrike Nasse-Meyfarth 1972 bei den Olympischen Spielen in München die Goldmedaille im Hochsprung (1,92 m). Nach einem länger andauernden Leistungstief fand Nasse-Meyfarth nach 12 Jahren wieder zur Weltspitze zurück und wurde bei den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles erneut Goldmedaillengewinnerin (2,02) m. Danach beendete sie ihre aktive Sportkarriere. Zu ihren Meistertiteln zählen unter anderem mehrfache Europameisterin und deutsche Meisterin...
Ulrike Meyfarth wurde am 4. Mai 1956 in Frankfurt am Main geboren.

Meyfarth startete ihre Karriere in dem Sportverein LG Rhein-Ville. Danach wechselte sie zu ASV Köln, für den sie startete. Bei den Olympischen Spielen in München im Jahr 1972 wurde sie mit erst sechzehn Jahren die jüngste Goldmedaillengewinnerin in einer Einzeldisziplin in der Geschichte der olympischen Spiele.

In diesem Wettbewerb startete sie nicht als Favoritin, denn eher als unbekannte Sportlerin. Bis 1,88m schaffte sie die Höhen jeweils im ersten Versuch. Der olympische Vergleich wurde zwischen ihr und den beiden Konkurrentinnen Yordanka Blagojewa aus Bulgarien und Ilona Gusenbauer aus Österreich ausgetragen.

Danach floppte Meyfarth über eine Höhe von 1,90 Metern und übernahm die Führung. Sie bedeutete zugleich der Sieg. Doch dann übersprang die junge Deutsche auch noch die Weltrekordhöhe von 1,92 Metern und scheiterte erst an 1,94m. An diesem Wettkampftag wurde die sechzehnjährige Ulrike Meyfarth Olympiasiegerin und Weltrekordhalterin im Hochsprung der Damen. Mit der erbrachten Leistung überraschte sie die Expertenwelt und das Publikum.

Die Erwartungen an die junge Deutsche waren in der Folgezeit hochgeschraubt. Sie konnte sie nicht immer erfüllen. Im Gegenteil – nach dieser Hochleistung erfolgte Mitte der siebziger Jahre ein Leistungstief. 1977 wechselte sie zur Leichtathletikabteilung des Vereins TSV Bayer 04 Leverkusen. Trainiert wurde sie von Gerd Osenberg.

Im Jahr darauf, 1978, gelang ihr wieder der Anschluss zur Weltspitze. Nach der Schulzeit studierte Ulrike Meyfarth Sport mit dem Abschluss Diplomsportlehrerin. 1982 siegte sie beim Hochsprung-Meeting in Wörrstadt. Zwei Jahre später nahm sie erneut an den Olympischen Sommerspielen teil. In Los Angeles gewann sie abermals die Goldmedaille und wurde gleichzeitig Inhaberin des Weltrekords mit einer Höhe von 2,03 Metern.

Im Jahr 1987 heiratete sie den Rechtsanwalt Roalnd Nasse, mit dem sie die beiden Töchter Antonia und Alexandra hat. Zu ihren persönlichen Auszeichnungen zählt die Wahl zu Deutschlands Sportlerin der Jahres, die Ulrike Meyfarth viermal in Folge in den Jahren von 1981 bis 1984 gewinnen konnte. Sie wurde mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Im Jahr 1983 nahm sie den Rudolf-Harbig-Preis entgegen. Und nach ihr wurde eine Auszeichnung benannt, die "Ulrike-Meyfarth-Statue". Zu ihren sportlichen Ehrungen zählen darüber hinaus: deutsche Meisterin im Hochsprung in den Jahren 1973, 1975, 1979, 1980, 1981, 1982 1983 und 1984, Europameisterin im Jahr 1982 und Vizeweltmeisterin im Jahr 1983.

Nach dem Ende ihrer Karriere arbeitet Ulrike Nasse-Meyfarthfür eine Betriebskrankenkasse. Zusätzlich ist sie noch für ihren Leverkusener Sportverein tätig. Sie ist auf der Suche nach Sporttalenten im Kindes- und Jugendalter, und sie gibt als Trainerin des sportlichen Nachwuchses ihre Erfahrungen und Kenntnisse weiter.

Ulrike Nasse-Meyfarth wohnt mit ihrer Familie im Bergischen Land nahe Leverkusen. Sie war Mitglied im Bewerbungskomitee für die Olympischen Spiele an Rhein und Ruhr. Außerdem gehörte sie dem Kuratorium der Sportstiftung des Landes Nordrhein-Westfalen an.

NameUlrike Meyfarth

Geboren am04.05.1956

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortFrankfurt a.M. (D).