Biografie

Ulrich Schumacher

Der promovierte Elektrotechniker und Betriebswirt war seit 1986 für die "Siemens AG" in München in leitenden Positionen tätig. Im Frühjahr 1999 wechselte Ulrich Schumacher als Vorstandsvorsitzender zur "Infineon Technologies AG". Die ehemalige Siemens-Tochter avancierte zum drittgrößten Chiphersteller der Welt. Nach anhaltenden Verlusten des Unternehmens trat Schumacher 2004 überraschend von seinem Amt zurück. 2007 übernahm er die Leitung des chinesischen Auftragsfertigers "Grace Semiconductor"...

Der Deutsche Aktienindex DAX
Ulrich Schumacher wurde am 2. April 1958 in Bergisch Gladbach geboren.

Nach dem Abitur nahm Schumacher ein Studium der Elektrotechnik auf, das er mit der Promotion abschloss. Danach absolvierte er ein betriebswirtschaftliches Aufbaustudium. Nach den Studien war Schumacher zunächst von 1982 bis 1986 als wissenschaftlicher Assistent an der "RWTH" Aachen tätig. 1986 trat er in die "Siemens AG" in München ein, wo er bis 1987 im Bereich Bauelemente für das Equipment Engineering und Prüftechnik zuständig war. In dem selben Bereich avancierte Schumacher ab 1987 zum Leiter der Dienststelle Geräte und Systemtechnik für Prüfsysteme und CAT.

In den Jahren von 1988 bis 1991 war Ulrich Schumacher als Vorstands-Assistent im Bereich Halbleiter für die strategische Planung und Sonderprojekte verantwortlich. In den Jahren 1991 bis 1992 leitete er das Marketing des Geschäftsgebiets Speicher im Bereich Halbleiter. Im Anschluss daran nahm Schumacher von 1992 bis 1996 im selben Bereich die Leitung des Geschäftsgebiets Standard ICs wahr. 1996 erhob man ihn zum Vorsitzenden des Bereichsvorstandes Halbleiter, als welcher er bis 1999 fungierte. Zugleich wurde Schumacher 1998 Mitglied des "Siemens AG"-Vorstandes.

Im Frühjahr 1999 wechselte Schumacher zur "Infineon Technologies AG" in München, die er seit April des selben Jahres als Vorstandsvorsitzender leitete. In seiner Amtszeit führte er ab 2000 das Unternehmen durch die dramatischen Kursverluste der internationalen "Neuen Märkte". Zwar bescherte er dem Unternehmen die größte Wachstumsrate der Branche, anhaltende Verluste der Infineon AG brachten Schumacher jedoch in die Kritik. Am 24. März 2004 trat Ulrich Schumacher überraschend von seinem Amt als Vorsitzender des Vorstandes zurück. Sein Nachfolger wurde vorübergehend der Aufsichtsratsvorsitzende Max Dietrich Kley.

Im Jahr 2005 wurde er "Operating Partner" der Technologie-Beteiligungsunternehmen "Fancisco Partners". Neben seiner Tätigkeit als Berater des Unternehmens wurde er auch Mitglied des Verwaltungsrats des schweizerischen Softwarehauses "Esmertec" und Vorstandsmitglied bei dem israelischen Digital-TV-Startup "Siano Mobile". Im September 2007 übernahm er die Leitung des chinesischen Auftragsfertigers "Grace Semiconductor".

Ulrich Schumacher ist verheiratet und Vater dreier Kinder.


Der Deutsche Aktienindex DAX

NameUlrich Schumacher

Geboren am02.04.1958

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortBergisch Gladbach (D).