Biografie

Uli Hoeneß

Der Fußballspieler, Sport-Manager und Unternehmer stellte von 2009 bis 2014 den Präsidenten des FC Bayern München e.V. sowie den Aufsichtsratsvorsitzenden der FC Bayern München AG. 1970 beim FC-Bayern zum Profi aufgestiegen, wurde er mit der DFB-Auswahl 1972 Europameister und 1974 Weltmeister. Als Star-Kicker des FC-Bayern (1970-1978) erzielte er in 239 Spielen 86 Tore. 1980 wurde er in München mit 27 Jahren jüngster Manager eines Bundesligisten. Als streitbarer und polarisierender Funktionär führte Uli Hoeneß den FC-Bayer zum wirtschaftlich erfolgreichsten Verein der Bundesliga. Zwischen 1971 und 2008 wurde der FC-Bayern 19-mal Deutscher Meister, zehnmal DFB-Pokal-Sieger, sechsmal Sieger des Liga-Pokals und des UEFA-Pokals (1996). Damit fallen fast alle großen Triumphe des Clubs in die Zeit seines Wirkens…
Ulrich "Uli" Hoeneß wurde am 5. Januar 1952 in Ulm geboren.

Aufgewachsen ist er in bürgerlichen Verhältnissen als Sohn eines Fleischers. Er begann seine Spielerkarriere, wie auch sein jüngerer Bruder Dieter, beim VfB Ulm. Im Kindesalter wechselte Hoeneß in die Jugendmannschaften der TSG Ulm 1846 (heute SSV Ulm 1846). Im Alter von fünfzehn Jahren wurde er Kapitän der Schülerauswahl des DFB. Bereits 1970 wechselte er gemeinsam mit Paul Breitner und Rainer Zobel in den Profikader des FC Bayern München. Am 1. Bundesliga-Spieltag, dem 15. August 1970, gab er sein Bundesliga-Debüt beim 1:1 in Stuttgart, seinen ersten Treffer erzielte er am 28. November 1970 (16. Spieltag) beim 1:1 in Braunschweig. Im ersten Jahr wurde er Vizemeister und DFB-Pokalsieger. 1971 hatte er seine Schulische Ausbildung mit dem Abitur am Schubart-Gymnasium in Ulm beendet. Ein Lehramtsstudium in Anglistik und Geschichte brach er später aufgrund seiner Fußballkarriere ab.

Im selben Jahr, 1971, wurde Hoeneß in die U-23-Nationalmannschaft berufen. Das erste Länderspiel absolvierte er am 11. Juni 1971 in Heilbronn. Hoeneß erzielte sein erstes Tor in einer Länderbegegnung und das Team gewann gegen Albanien mit 2:0 Toren. 1972 nahm er an den Olympischen Spielen teil. Am 21. November 1973 lief er zum zweiten und letzten Mal für die U-23 in Warschau auf. Die Begegnung endete unentschieden. Hoeneß avancierte zum Star-Spieler der Liga. Sein schneller Antritt machte ihn zum gefährlichen Gegner. Hoeneß lief die 100 Meter in 11,0 Sekunden. Das Sturm-Duo Müller-Hoeneß erzielte in der Saison 1971/1972 und 1972/1973 53 Tore. 1972 wurde Hoeneß unter Bundestrainer Helmut Schön auch Stammspieler in der Nationalmannschaft, in der er bereits im März 1972 sein Debüt gab und Mitglied der legendären Wembley-Elf wurde. Im selben Jahr wurde er mit der DFB-Auswahl Europameister. Nur zehn Tage nach dem EM-Finale feierte Hoeneß unter Trainer Udo Lattek mit dem FC Bayern seine erste deutsche Meisterschaft.

Im Europapokal der Landesmeister in der Saison 1973/74 gelangen ihm jeweils zwei Tore im Rückspiel gegen Dynamo Dresden sowie im zweiten Finalspiel gegen Atletico Madrid. Hoeneß nahm 1974 an allen sieben WM-Spielen teil, wobei er gegen Schweden einen Elfmeter verwandelte und gegen Polen einen vergab. Die Bundesrepublik Deutschland gewann das Turnier nach einem 2:1-Sieg über die Niederlande im Finale von München und wurde damit zum zweiten Mal nach 1954 Fußball-Weltmeister. Im Europapokal-Endspiel 1975 gegen Leeds United verletzte er sich schwer. Im Finale der Europameisterschaft 1976 vergab er seinen Elfmeter im Elfmeterschießen gegen die ÈSSR, die daraufhin Europameister wurde. Nach dem er für den FC Bayern bis 1978 in 239 Spielen 86 Tore erzielt hatte, wechselte er zur Saison 1978/79 zum 1.FC Nürnberg, für den er noch elf Mal auflief. Wegen eines irreparablen Knieschadens aber musste Hoeneß schon im Alter von 27 Jahren seine aktive Karriere beenden.

Bereits im folgenden Jahr, 1980, wurde er mit nur 27 Jahren bei FC Bayern München zum jüngsten Manager der Liga berufen. Als er seine Arbeit aufnahm, erzielte der FC Bayern einen Umsatz von zwölf Millionen Mark bei einer Belastung von sieben Millionen Mark Schulden. Schon im ersten Jahr seines Wirkens durfte sich Uli Hoeneß über den Gewinn der deutschen Meisterschaft 1980 freuen. Er war in der Folgezeit maßgeblich für den wirtschaftlichen Aufstieg des FC Bayern München verantwortlich. Hoeneß, der sich schon in den 1970er Jahren vom professionellen Merchandising in den USA inspirieren ließ, führte das zu diesem Zeitpunkt in Deutschland noch weitgehend unbekannte Instrument in Deutschland ein und bescherte dem FC Millionen an zusätzlichen Einnahmen. 1982 überlebte er als einziger von vier Passagiern den Absturz einer Sportmaschine. 1983 gründete gemeinsam mit Werner Weiß die Wurstfabrik HoWe Wurstwaren KG in Nürnberg. Der FC Bayern stieg indes unter seiner Führung zum erfolgreichsten Club in der Geschichte des Fußballs auf.

Zwischen 1980 und 2008 wurde der Verein 16-mal Deutscher Meister, neunmal DFB-Pokal-Sieger, sechsmal Sieger des Liga-Pokals und des UEFA-Pokals (1996). Damit fallen fast alle Triumphe des Clubs in die Zeit seines Wirkens. 1999 wurde Hoeneß als erster Fußballmanager zum Manager des Jahres gewählt. 2006 wurde ihm der Bayerische Sportpreis in der Kategorie "Hochleistungssportler Plus" verliehen. 2009 wurde er mit der "Goldenen Sportpyramide" geehrt und damit in die "Hall of Fame" des deutschen Sports aufgenommen. Im November 2009 wurde er mit dem "Bambi" in der Kategorie "Wirtschaft" geehrt. Ende November 2009 beendete Uli Hoeneß nach über 30 Jahren seine Tätigkeit als Manager beim FC Bayern. Am 27. November 2009 wurde er auf der Jahreshauptversammlung zum Präsident des FC Bayern München e.V. und im März 2010 zum Aufsichtsratsvorsitzenden der FC Bayern München AG berufen. Sein Nachfolger wurde Christian Nerlinger, der das Amt des Managers am 1. Dezember 2009 übernahm.

Sein Vorgänger im Präsidentschaftsamt, Franz Beckenbauer, wurde zum Ehrenpräsidenten berufen. Am 13. März 2014 wurde Uli Hoeneß von der 5. Strafkammer des Landgerichts München II wegen Steuerhinterziehung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Am 14. März trat er von seinen Funktionen als Präsident des FC Bayern München e. V. und als Vorsitzender des Aufsichtsrats der FC Bayern München AG zurück. Zugleich erklärte er keine Revision gegen das Urteil einlegen zu wollen.
Sportliche Erfolge als Spieler

Fußball-Weltmeister
1974

Fußball-Europameister
1972

Weltpokal-Sieger
1976

Europapokalsieger der Landesmeister
1974, 1975, 1976

Deutscher Meister
1972, 1973, 1974

DFB-Pokal-Sieger
1971


Sportliche Erfolge als Manager

Deutscher Meister
1980, 1981, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990, 1994, 1997, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006, 2008

DFB-Pokal-Sieger
1971, 1982, 1984, 1986, 1998, 2000, 2003, 2005, 2006, 2008

Ligapokal-Sieger
1997, 1998, 1999, 2000, 2004, 2007

Weltpokal-Sieger
2001

Champions-League-Sieger
2001

UEFA-Pokal-Sieger
1996
FC Bayern München AG
c/o Uli Hoeneß
Postfach 90 04 51
D-81504 München

Telefon: 0049 (0) 89 699 31 0
Telefax: 0049 (0) 89 64 41 65
Email: webmaster@fcbayern.de
1999
Manager des Jahres

2006
Bayerische Sportpreis in der Kategorie Hochleistungssportler Plus

2009
Goldenen Sportpyramide

2009
Bambi in der Kategorie Wirtschaft

NameUlrich Hoeneß

AliasUli Hoeneß

Geboren am05.01.1952

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortUlm (D).