Biografie

T.C. Boyle

Der US-amerikanische Schriftsteller gehört zu den herausragenden Vertretern der Postmoderne innerhalb der amerikanischen Literatur und zählt zu den populärsten Erzählern unserer Zeit. Nach Drogenproblemen und neurotischen Exzessen fand T.C. Boyle seine Erfüllung in der Literatur. Seine Stücke überzeugen durch ihre reale Sozialkritik ebenso wie durch ihre sprachliche Perfektion. Mehrfach wurde Boyle ausgezeichnet und Arbeiten von ihm verfilmt. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Descent of Man" (1979), "Wassermusik" (1981), "Willkommen in Welliville" (1993) und "Grün ist die Hoffnung" (1999)...
T. C. Boyle wurde am 2. Dezember 1948 als Thomas John Boyle in Peekskill, US-Bundesstaat New York, als Sohn eines Busfahrers und einer Sekretärin geboren.

Er verbrachte dort seine Kindheit und Jugend und besuchte die ansässige Lakeland High School. Im Alter von 17 Jahren änderte er seinen Mittelnamen nach einem irischen Vorfahren in "Coraghessan". Nach der Schule verließ Boyle seine Heimatstadt, um in Potsdam an einer Zweigstelle der State University von New York zu studieren. 1968 machte er seinen Abschluss in Englisch und Geschichte. Um einer Einberufung in den Kriegsdienst in Vietnam zu entgehen, kehrte er an seine alte High School zurück und arbeitete dort bis 1972 als Lehrer.

Die Schule war mittlerweile zu einem sozialen Brennpunkt geworden, Drogen und Gewalt waren an der Tagesordnung und trieben auch Boyle in die Drogensucht. In dieser Zeit – obwohl sie ihn, wie er selber sagt, fast umbrachte – schrieb er eine Reihe von Kurzgeschichten. Die Veröffentlichung von "The OD and Hepatitis RR or Bust" verschaffte ihm Zugang zum renommierten "Writers Workshop" der Iowa State University. 1974 heiratete er Karen Kvashay, die er bereits am College kennen gelernt hatte. Er bekam mit ihr eine Tochter namens Kerrie und zwei Söhne, Milo und Spencer. Boyle gab indes die Drogen auf, machte 1975 mit Bestnote seinen Abschluss in Englischer Literatur des 19. Jahrhunderts.

Im Jahr 1977 promovierte er mit einer Kurzgeschichtensammlung, die zwei Jahre später unter dem Titel "Descent of Man" veröffentlicht wurde. 1978 erhielt Boyle einen Lehrauftrag für Kreatives Schreiben an der Universität South California (Los Angeles), 1968 an derselben Universität eine Professur für Englisch. Der Autor unterrichtet dort bis heute. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter "Wassermusik"(1981), die Geschichte des tollkühnen Afrikaforschers Mungo Park, oder "Grün ist die Hoffnung" (1984), in dem es einen frustrierten Lehrer auf eine Marihuanafarm verschlägt. "Willkommen in Wellville" (1993) wurde mit Anthony Hopkins, John Cusack und Bridget Fonda in den Hauptrollen verfilmt.

Neben vielen anderen Auszeichnungen für sein literarisches Werk erhielt er 1988 den "PEN/Faulkner Award" für "World's End" (1987). Der Roman erzählt über mehrere Generationen die Geschichte dreier Familien in Westchester County/New York. Boyle, der mit seiner Familie in den Bergen Kaliforniens lebt, ist ein Naturfreak. In seiner Freizeit engagiert er sich für die Umwelt und den Naturschutz. 2000 erschienen "Ein Freund der Erde" und die Kurzgeschichten-Sammlung "After the Plague" (2001). Sein elfter Roman wurde 2006 in den USA und Deutschland unter dem gleichnamigen Titel "Talk Talk" publiziert.

NameThomes John Boyle

AliasT.C. Boyle

Geboren am02.12.1948

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortPeekskill, New York (USA).