Biografie

Tadao Ando

Der japanische Architekt bildete sich autodidaktisch zum Baumeister aus und bekam 1995 den Pritzker-Preis für Architektur verliehen. Zu seinen Entwürfen zählen einige bedeutende Bauwerke wie die Kirchen des Windes, auf dem Wasser und des Lichtes oder das Museum für zeitgenössische Kunst in Naoshima, Japan. Über Tatao Andos Bauten wurde nicht nur viel in Fachzeitschriften und Zeitungen geschrieben, sondern er äußert sich selbst häufig in der Öffentlichkeit zu Fragen rund um Architektur, Baustil und Design wie zum Beispiel in seinem Werk "Light and Water" (2002)...

Die einflussreichsten Architekten des 20. Jhs.
Tadao Ando wurde am 13. Oktober 1941 in Osaka (Japan) geboren.

Bereits frühzeitig interessierte sich Tadao Ando für den Boxsport, den er auch zu seinem Beruf machte. Nach seiner Zeit als Profi-Boxer bildete er sich in den 1960er Jahren autodidaktisch zum Architekten weiter, indem er Reisen nach Europa, in die USA und nach Afrika unternahm. Am Ende des Jahrzehntes, 1969, eröffnete er ein eigenes Architekturbüro "Tadao Ando Architect & Associates" in Osaka. In den 1980er Jahren entwarf Ando drei Kirchen, die den Naturelementen Wind, Wasser und Licht gewidmet sind. So entstand 1986 in Kobe die Kirche des Windes, 1988 in Hokkaido die Kirche auf dem Wasser und 1989 in Osaka die Kirche des Lichtes. Das 1992 erbaute Museum für zeitgenössische Kunst im japanische Naoshima geht gleichfalls auf die Entwürfe von Ando zurück.

Für die Firma Vitra in Weil am Rhein plante der japanische Architekt ein Konferenz- und Tagungsgebäude, das 1993 fertig gestellt wurde. 1995 erhielt der Autodidakt den Pritzker-Preis für Architektur, der in der Branche als inoffizieller Nobelpreis gehandelt wird. Im italienischen Treviso entstand 1996 ein Forschungszentrum der Firma Benetton nach den Plänen von Ando. Im Jahr 2001 konnte Ando den Wettbewerb für das Ausstellungsgebäude der "Foundation d'art contemporain François Pinault" in der Nähe von Paris gewinnen. Das Museum soll einmal die große Kunstsammlung des Industriellen François Pinault beherbergen, die dann ab 2006 dort bewundert werden kann.

Unter anderem entwarf Ando auch die Bauten: Wall House – Haus Matsumoto in Ashiya (1976–1977), Haus Kidosaki in Tokio, Bigi Atelier Building in Tokio (1983), Time`s Building in Kyoto (1983–1984), Museum für Kinder in Hyogo (1989), Bahnhof von Kioto (1991), Kongresszentrum in Nara (1992), den japanischen Pavillon auf der Expo 1992 in Sevilla, Ayabe Community Center in Ayabe-shi (1993–1995), Meditationszentrum für die Unesco in Paris (1996), Toto Seminargebäude in Tsuna-gun (1996) und die Sonntagsschule in Ibaraki (1999).

Zu Andos weiteren Auszeichnungen zählen unter anderem der Annual Prize (1979) des Architectural Institute of Japan, der Japanese Cultural Design Prize (1983), die Alvar-Aalto-Medaille (1985), der Annual Award des Japanischen Erziehungsministeriums (1986), der Mainichi Art Prize (1987), der Isoya Yoshida Award (1988), die Goldmedaille der Académie Francaise de l'Architecture (1989) und der Osaka Art Prize (1990).



Die einflussreichsten Architekten des 20. Jhs.

NameTadao Ando

Geboren am13.10.1941

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortOsaka (Japan)