Biografie

Stefan Kretzschmar

Der deutsche Sportler zählt zu den erfolgreichsten Handballspielern der Bundesliga. Als eigenwilliger Charakter avancierte er zu einem der populärsten Spieler der Liga. 1994 und 1995 wurde Stefan Kretzschmar zum Deutschen Handballer des Jahres gewählt. Zu seinen Titeln gehören unter anderem der Weltcup, Deutscher Meister, Supercup, Vizeeuropameister und die Silbermedaille bei den olympischen Spielen 2004 in Athen. Als Akteur der deutschen Nationalmannschaft absolvierte er 218 Länderspiele, bei denen er 821 Tore erzielte. Als Vereinsspieler konnte Kretzschmar in 421 Bundesligaspielen 1694 Treffer erzielen. Zur Saison 2007/08 beendete er seine aktive Laufbahn als Profi, worauf er ins Management des SC Magdeburg wechselte...
Stefan Kretzschmar wurde am 17. Februar 1973 in Leipzig als Sohn des Ehepaars Peter und Waltraud Kretzschmar geboren.

Sein Vater war 66-facher DDR-Nationalspieler. Nach seiner aktiven Zeit fungierte er als Handballtrainer der Damen DDR-Nationalmannschaft. Seine Mutter Waltraud Kretzschmar war insgesamt 217-fache DDR-Handball-Nationalspielerin. In den Jahren 1971, 1975 und 1978 spielte sie im DDR-Team, das die Weltmeisterschaft gewann. Mit sechs Jahren im Jahr 1979 hatte Stefan Kretzschmar erstmals durch seine Eltern Kontakt mit dem Handballsport bekommen. 1985 kam er ins Trainingszentrum in Berlin.

Ein Jahr später besuchte er die Kinder- und Jugendsportschule (KSC) des SC Dynamo Berlin. Schon damals spielte er auf der Linksaußen-Position, die er bis heute einnimmt. 1988 erzielte er den ersten großen nationalen Erfolg. Kretzschmar gewann mit dem SC Dynamo Berlin die Jugendmeisterschaft der DDR, und er gehörte zur Jugendauswahl des Deutschen Handball-Verbandes. Im Jahr darauf, 1989, wurde er Spieler der A-Jugend und der Junioren-Auswahl des Deutschen Handballbundes DHB.

Nach der Wende im Jahr 1991 ging der SC Dynamo Berlin mit dem Verein Blau-Weiß Spandau zusammen. In der Saison 1991/92 wurde Kretzschmar Stammspieler des Bundesligisten Blau-Weiß Spandau. 125 Saison-Tore reichten für den Vereinstitel "Erfolgreichster Werfer". In der Tabelle der Bundesliga Gruppe Nord nahm er mit dieser Bilanz Platz sechs ein. Im Jahr 1993 wechselte er dann zum Bundesligisten VFL Gummersbach unter Trainer Heiner Brand. Am 8. Oktober 1993 gab Stefan Kretzschmar sein Debüt in der deutschen Handball-Nationalmannschaft im Spiel gegen die Schweiz.

Die Saison 1993/94 schnitt er mit einer Bilanz von 142 Toren abermals als bester Werfer seines Vereins ab. 1994 wurde er erstmals zum Handballer des Jahres gewählt. Im gleichen Jahr nahm er an der Europameisterschaft in Portugal teil. Mit der deutschen Nationalmannschaft erreichte er den 9. Platz. In dieser Zeit wurde er gleichfalls ins "All-Star-Team", in die Weltauswahl, gewählt. Die nachfolgende Saison 1994/95 beendete wiederum als erfolgreichster Werfer seines Vereins – mit 141 Toren.

Im Jahr 1995 gewann er zum zweitenmal die Wahl zum Handballer des Jahres. Im gleichen Jahr nahm er im Trikot der Deutschen an der Weltmeisterschaft in Island teil. Das Team mit Stefan Kretzschmar belegte dabei den vierten Rang. Mit 36 Toren tat er sich als erfolgreichster Spieler in diesem internationalen Top-Wettbewerb hervor. 1996 nahm Stefan Kretzschmar mit der deutschen Nationalmannschaft an den Olympischen Sommerspielen in Atlanta teil. Im gleichen Jahr musste er das deutsche Nationalteam verlassen. In dieser Zeit wechselte er zum Verein SC Magdeburg unter Trainer Lothar Doering.

In der Saison 1996/97 gewann er mit dem SC Magdeburg den Supercup. 1997 feierte er sein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft im Spiel gegen Norwegen. Er absolvierte sein 75. Länderspiel. Im Jahr darauf nahm er mit der Nationalmannschaft an den Europameisterschaften in Italien teil. Kretzschmar belegte mit dem Team den 3. Platz. Im Supercup nahm er im Trikot der Deutschen den ersten Platz ein. 1999 absolvierte er sein 100. Länderspiel, und er nahm mit dem SC Magdeburg an der Club-Europameisterschaft teil, auf der das Team um Kretzschmar mit dem zweiten Platz abschnitt. Er gewann darüber hinaus den Titel des besten Spielers dieses Turniers.

Er wurde abermals in das All-Star-Team berufen. Mit seinem Magdeburger Verein gewann er den Eurocups 1998/99. Ebenfalls im Jahr 1999 nahm er mit der deutschen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in Ägypten teil. Dabei erzielte das Team den 5. Platz und die Qualifikation zur Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney. 2000 war Stefan Kretzschmar der einzige deutsche Spieler in der Europa-Auswahl-Mannschaft in der Begegnung mit Slowenien.

Im Jahr 2001 gewann er mit seinem Magdeburger Verein den Eurocup 2001/02. Kretzschmar wurde wieder als Spieler ins All-Star-Team nominiert. Mit ihm qualifizierte sich die Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2001 durch einen Sieg über Polen. An den Olympischen Sommerspielen in Sydney erreichte Kretzschmar mit der Nationalmannschaft den 5. Platz und an den Weltmeisterschaften in Frankreich den 8. Platz. Der SC Magdeburg wurde Deutscher Meister 2001 und Gewinner der Vereins-Europameisterschaften in Kiel unter der sportlichen Mithilfe von Kretzschmar. Mit der Deutschen Nationalmannschaft wurde er im Jahr 2002 Vizeeuropameister in Schweden. Im selben Jahr wurde er mit seinem Verein SC Magdeburg Sieger der Champions-League.

Seinen größten Erfolg feierte Kretzschmar, als er mit der Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen die Silbermedaille errang. Nach der knappen
26 : 24 Niederlage des amtierenden Europameisters gegen Weltmeister Kroatien trat Stefan Kretzschmar international zurück. Als Spieler der deutschen Nationalmannschaft hatte er 218 Länderspiele absolvierte, bei denen er 821 Tore erzielte. Am 29. April 2007 gewann er mit dem SCM den EHF-Cup. Zur Saison 2007/08 beendete er seine aktive Laufbahn. Er wechselte darauf ins Management des SC Magdeburg. In seiner Karriere als Vereinsspieler hatte er in 421 Bundesligaspielen 1694 Treffer erzielen können.

Privat ist Stefan Kretzschmar geschieden und Vater einer Tochter.

NameStefan Kretzschmar

Geboren am17.02.1973

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortLeipzig (D).