Biografie

Sokrates

Der griechische Philosoph prägte, vor allem durch die Vermittlung seiner Gedanken in den nach ihm benannten Dialogen seines Schülers Platon, dem die Nachwelt auch die meisten Informationen über Sokrates Denken verdankt, die abendländische Philosophie nachhaltig. Berühmtheit erlangte Sokrates besonders durch seine Art, in der er durch ironische Fragen den Gefragten zur Besinnung auf das eigentliche Sein führte (Mäeutik). In seiner Philosophie thematisierte er vor allem das sittliche Handeln. Aus einsichtigem Denken geht demnach rechtes Handeln hervor: "Tugend ist Wissen". Nach Sokrates gilt als gut das Handeln, das die Glückseligkeit des Menschen herbeiführt. Seine Lehren über die Quellen und die Wertung des Wissens haben idealistischen Charakter, enthalten aber auch einen humanistischen Erziehungscharakter. Sokrates machte den Weg zu Platons Ideenlehre frei. Bis in die heutige Zeit gilt Sokrates als Idealbild des Weisen...
Sokrates wurde im Jahr 470 v. Chr. als Sohn des Bildhauers Sophronikos und der Hebamme Painarete in Athen geboren.

Er erhielt eine klassische Ausbildung in Literatur, Musik sowie Gymnastik. Weiter eignete er sich Kenntnisse über die Rhetorik und die Dialektik der Sophisten an, die er später stark kritisieren sollte. Darüber hinaus beschäftigte er sich mit den Schriften anderer griechischer Philosophen. Nachdem er wie sein Vater als Bildhauer und Steinmetz tätig gewesen war, diente er im Peloponnesischen Krieg als Infanterist, worauf er vermutlich in politischen Ämtern aktiv wurde. Seine Philosophische Tätigkeit fiel vor allem in die Zeit des Peleponnesischen Krieges.

Sokrates lehrte aus Überzeugung und pädagogischer Leidenschaft seine Mitbürger und besonders die vornehme Jugend auf den öffentlichen Plätzen und Straßen Athens. Verheiratet war er mit der sagenumwobenen Xanthippe. Sokrates war nicht die Naturphilosophie, sondern nur die ethische Erziehung seiner Mitmenschen von Bedeutung. Die Aufgabe der Philosophie war für ihn, die Menschen zu vervollkommnen und er vertrat die Ansicht, dass Tugend lehrbar sei. So ging Sokrates sogar soweit zu sagen, dass jeder zur Tugend geeignet, weil jeder zur Erlangung der Weisheit befähigt sei.

Jedoch erschütterten seine Lehren die Ordnung des Staates von Athen, da sie das Sittliche auf die Selbstgewissheit des Menschen gründete und gerade nicht auf die objektive Ordnung wie Sitte, Staat und Religion. Man machte Sokrates dann den Vorwurf der Verführung der Jugend und der Leugnung der Staatsgötter, worauf er schließlich zum Tode verurteilt wurde. Obgleich ihm die Flucht aus dem Gefängnis von Freunden angeboten wurde, lehnte Sokrates diese Möglichkeit ab und nahm aus Gehorsam gegenüber den Gesetzen der Stadt das den Tod bringende Gift (den Schierlingsbecher).

Sokrates starb im Jahr 399 v. Chr. einen qualvollen Tod. Er selbst hinterließ keine Schriften. Nur die Dialoge Platons und Xenophons - beide waren seine Schüler – geben als die wichtigsten Quellen Aufschluss über sein Leben und sein Wirken als Lehrer bzw. als Erzieher. Wie auch seine Lehre beeindruckte die Menschen der Folgezeit das Leben und Sterben des Sokrates. Die hierdurch aufgeworfenen Fragen gaben für viele Schriftsteller anregendes Material her (so z.B. "Der verwundete S." von Brecht).

Doch dass die Sokratische Frage immer wieder Thema war und ist, verdanken wir seinem Schüler Platon, der die Erinnerung an seinen Lehrer und Freund dadurch wach hielt, dass er ihn in fast allen seinen Werken als Hauptsprecher auftreten lässt. Insbesondere gilt dies für die Dialoge "Apologie", "Kriton" und "Phaidon". Hier setzte Platon dem Sokrates ein unvergängliches Denkmal für Menschlichkeit, Furchtlosigkeit, Standhaftigkeit und Gerechtigkeit.

Name Sokrates

AliasSokrates

Geboren am01.01.0470

GeburtsortAthen (Griechenland)

Verstorben am00.00.0399

Todesort--