Biografie

Santiago Calatrava

Der spanische Architekt zählt zu den talentiertesten Planern und Ingenieuren der Gegenwart. Seine innovativen Gestaltungsideen vereinigen aufsehenerregende Ingenieurstechnik mit künstlerischen Gestaltungsmerkmalen. Calatravas Projekte sprechen daher vordergründig die Emotionalität der Betrachter und Nutzer an. Santiago Calatrava ist ein international vielfach ausgezeichneter Gestalter. Seine anmutigen Planungen sind gekennzeichnet von einer Synthese aus neuen Techniken und neuen künstlerischen Formen. Stets bemüht sich Calatrava die Grenzen von Architektur, Ingenieurswesen und Kunst zu erweitern und gegenseitig zu öffnen. Über seine Schaffensweise verfasste er ein Buch mit dem Titel: "Santiago Calatrava`s Creative Process"...

Die einflussreichsten Architekten des 20. Jhs.
Santiago Calatrava wurde am 28. Juli 1951 in Benimamet in der Nähe von Valencia geboren.

Calatrava wuchs in Valencia auf. Dort besuchte er auch bis 1968 die Schule. Danach besuchte er von 1968 bis 1969 die Art School in Valencia. Ab 1969 studierte Calatrava Architektur an der Escuela Tecnica Superior de Arquitectura in Valencia. 1974 schloss er die Ausbildung ab. Es folgte in der Zeit von 1975 bis 1979 ein Bauingenieursstudium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Im Anschluss promivierte Calatrava dort zum Dr. Ing., um dann als Dozent für technische Wissenschaften an der Architekturabteilung der ETH Zürich zu lehren. 1981 eröffnete er sein eigenes Architekten- und Ingenieurbüro in Zürich.

Calatrava vereinigt durch seine Ausbildung den gestalterischen und den technischen Bereich. Calatrava ist ein vielfach geehrter Architekt, der neben Auszeichnungen auch zahlreiche Preise und Ehrendoktorwürden erhielt. 1985 wurde er Mitglied im Bund Schweizer Architekten (BSA). Im gleichen Jahr wurde ihm der Auguste Perret Prize von der Union Internationale d`Architectures in Paris überreicht. Er nahm 1985 an der 17. Biennale in Milano teil. Für die Planung der Bach de Roda-Felipe II Brücke in Barcelona verlieh ihm die Stadt Barcelona den städtischen Kunstpreis. In Valencia wurde Calatrava mit dem Premio de la Asociación de la Prensa geehrt. Ebenfalls 1985 erhielt er den IABSE Prize der Association for Bridge and Structural Engineering. In Spanien erzielte er den FAD Preis.

Calatrava wurde 1985 in Hamburg der Fritz Schumacher Preis überreicht. Und im gleichen Jahr wurde er Ehrenmitglied des Bundes Deutscher Architekten (BDA). 1990 ehrte ihn die Foundation Académie d`Architecture in Paris mit der Médaille d`Argent de la Recherche et de la Technique. 1991 wurde Calatrava der European Glulam Award in München zuteil. Für die Planung des Stadelhofen-Bahnhofs in Zürich im gleichen Jahr bekam er den City of Zürich Award for good buildings. 1992 wurde Calatrava für die Alamillo-Brücke mit dem Dragados y Construcciones Preis der GEOE Foundation ausgezeichnet. In diesem Jahr wurde er Mitglied der Real Academia de Bellas Artes de San Carlos in Valencia und der Europäischen Akademie in Köln.

In London wurde der spanische Architekt mit der Goldmedaille des Institute of Structural Engineers bedacht. Für den Stadelhof-Bahnhof in Zürich ehrte ihn die Stadt Zürich nun außerdem mit dem Brunel Award. Calatrava wurde 1993 Ehrenmitglied des Königlichen Instituts Britischer Architekten in London. Die Polytechnische Universität in Valencia machte ihn zum Ehrendoktor. In Madrid überreichte ihm die Fundacion Gercia Cabrerizo die Medalla Honor al Fomento de la Invencion. In Toronto nahm er den City of Toronto Urban Design Award entgegen. 1994 wurde er an der Heriot-Watt University in Edinburgh zum Ehrendoktor for Letters in Evironmental Studies ernannt. Die schottische Royal Incorporation of Architects machte ihn zum Fellow Honoris Causae.

Calatrava wurde Ehrenmitglied des Colegio de Arquitectos von Mexiko-Stadt. Er erhielt 1999 die Ehrendoktorwürde der italienischen Universität Stugi di Cassino und der schwedischen Lund Universität. In diesem Jahr erhielt er auch den Asturias Award for Arts. Er wurde Ehrenmitglied der spanischen Real Academia de Bellas Artes de San Fernado sowie Mitglied der Royal Swedish Academy of Engineering Sciences. Darüber hinaus stellte Santiago Calatrava in internationalen Museen, Ausstellungshäusern und Galerien aus. Besondere Aufmerksamkeit erregen seine Brückenkonstruktionen, zu denen die dynamische Formen wie auch die Tragsysteme immer wieder variieren. Hierbei ist die preisgekrönte Alamillo Brücke von Sevilla zu nennen, die 1992 fertig gestellt wurde. Seine Formen sprechen eher die Emotionalität der Betrachter und Nutzer an als ihre Vernunft.

Stets bemüht sich Calatrava die Grenzen von Architektur, Ingenieurswesen und Kunst zu erweitern und gegenseitig zu öffnen. Über seine Schaffensweise verfasste er ein Buch mit dem Titel: "Santiago Calatrava`s Creative Process". Zu seinen Projekten zählen u.a. der TGV-Bahnhof Lyon-Satolas (1989-1994), der Bahnhof Luzern (1984-1989), der Bahnhof in Berlin Spandau (1990), der Bahnhof "Estacao Oriente" in Lissabon, das Bilbao Airport Terminal, das Milwaukee Art Museum, die Puerto-Madero-Fußgängerbrücke, die Blackhall Place Brücke in Irland, das Ernstings-Lagerhaus in Coesfeld, der Guillemins Thalys-Bahnhof in Belgien, die Konzerthalle und das Ausstellungszentrum in Teneriffa sowie 2004 die Bibliothek des rechtswissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich.

Die einflussreichsten Architekten des 20. Jhs.

NameSantiago Calatrava

Geboren am28.07.1951

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortValencia (ES).