Biografie

Samuel Hahnemann

Der sächsische Mediziner, Schriftsteller und Übersetzer gilt als Begründer der klassischen Naturheilhunde, ab 1807 "Homöopathie". Hierbei verstand er eine Krankheit als eine durch negative Reize hervorgerufene Körperreaktion; daraus entwickelte Samuel Hahnemann 1790 die Ähnlichkeitsregel: "Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt", wonach natürlich wirkende Arzneimittel in geringer Konzentration gegen die Krankheiten eingesetzt werden, die sie in hoher Dosierung hervorrufen würden. Ab 1798 wandte er sich gegen die "Allopathie" und damit gegen Therapien mit Substanzen, welche lediglich gegen die Symptome gerichtet waren. Trotz großer Kritik durch die Ärzteschaft konnte er von 1811 bis 1821 als Dozent für Pharmakologie an der Universität Leipzig wirken. In zahlreichen Experimenten und als praktizierender Arzt entwickelte er seine Entdeckungen zu einer natürlichen Heillehre weiter, die er in seinem Hauptwerk "Organon" zusammenfasste. Von 1841 bis 1843 schrieb er in Paris die sechste und letzte Auflage des "Organon", das mit den LM-Potenzen heute als ein Standardwerk der frühen Homöopathie gilt...
Christian Friedrich Samuel Hahnemann wurde am 10. April 1755 in Meißen geboren.

Hahnemann
wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Durch ein Stipendium konnte der begabte Junge die höhere Schule besuchen. Er widmete sich den Schriften des Hippokrates und anderer Begründer der ärztlichen Kunst. 1775 nahm Hahnemann ein Medizinstudium zunächst in Leipzig auf, zwei Jahre später wechselte er an die Universität Wien. 1779 schloss er die Studien mit der Promotion in Erlangen ab. Hahnemann heiratete 1782 die Apothekerstocher Johanne Leopoldine Henriette Küchler, mit der elf Kinder hatte. Seine Frau starb 1830. In den Jahren 1785 bis 1789 war Hahnemann als Stellvertreter des Stadtphysikus in Dresden mit der Leitung der Krankenhäuser beschäftigt. 1789 ließ sich die Familie in Leipzig nieder. Hahnemann hatte sich inzwischen aus der praktizierenden Arzttätigkeit zurückgezogen, um sich ganz dem Verfassen und Übersetzen medizinischer Schriften zu widmen.

Im Jahr 1790 entdeckte er nach der Lektüre eines medizinischen Buches durch einen Selbstversuch mit Chinarinde die "Ähnlichkeitsregel" als das Wirkungsprinzip natürlicher Arzneimittel, die beim gesunden Menschen analoge Krankheitssymptome hervorrufen, wie sie der Kranke hat, bei dem sie heilend wirken. Die gegen Wechselfieber einzusetzende Chinarinde rief im Selbstversuch beim gesunden Hahnemann dieselben Symptome des Wechselfiebers hervor. Das Experiment gilt als Geburtsstunde der Homöopathie, deren Wirkungsprinzip "similia similibus curentur" ("Ähnliche Leiden sind durch ähnliche Mittel zu heilen") Hahnemann jedoch erst nach wiederholten Experimenten und Beobachtungen 1796 veröffentlichte. Demnach wird das homöopathische Arzneimittel in geringer Konzentration gegen die Krankheiten eingesetzt, die das Mittel in hoher Dosierung hervorrufen würde.

Im Anschluss daran begann er auch wieder als Arzt zu praktizieren, um die neue Methode weiterzuentwickeln. Hahnemann machte dabei die Entdeckung, dass die Heilwirkung der Arzneimittel in einem umgekehrten Verhältnis zu ihrer Verdünnung steht, womit er ein weiteres Grundprinzip der Homöopathie entwickelt hatte. 1801 machte Hahnemann durch seine Schrift "Heilung und Verhütung des Scharlachfiebers" auf sich aufmerksam. Weitere Schriften wie sein Hauptwerk "Organon der rationalen Heilkunde" (1810) und die Schrift "Reine Arzneimittellehre" (1811) folgten. Obwohl Hahnemann mit seinen neuen Heilmethoden für erheblichen Unmut in der gelehrten Medizinwelt sorgte, konnte er in den Jahren 1811 bis 1821 als Dozent für Pharmakologie an der Universität Leipzig wirken.

Auf Einladung des Fürsten Ferdinand von Anhalt-Köthen ließ sich die Familie 1821 in Köthen nieder, wo Hahnemann bis 1835 lebte und u.a. die Schrift "Die chronischen Krankheiten" (1928) veröffentlichte. Nach dem Tod seiner ersten Frau (1830) heiratete Hahnemann zu Jahresbeginn 1835 Melanie d'Hervilly, mit der er sich in Paris niederließ. In der französischen Hauptstadt eröffnete der Heilpraktiker eine gut gehende Praxis. In den Jahren von 1841 bis 1843 schrieb Hahnemann die sechste und letzte Auflage des "Organon", das mit den LM-Potenzen erst posthum veröffentlicht wurde und heute als ein Standardwerk der frühen Homöopathie gilt.

Samuel Hahnemann starb am 2. Juli 1843 in Paris.

NameSamuel Hahnemann

Geboren am10.04.1755

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortMeißen (D).

Verstorben am02.07.1843

TodesortParis (F).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html