Biografie

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Die FDP-Politikerin stellt seit 2009 die Bundesministerin der Justiz im Kabinett von Angela Merkel. Bereits unter der Regierung von Bundeskanzler Helmut Kohl bekleidete sie von 1992 bis 1996 dieses Amt, das sie jedoch aus Protest gegen den von ihrer Partei in einer Mitgliederbefragung befürworteten Großen Lauschangriff niederlegte. Nach ihrem Rücktritt wurde sie europapolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, 2000 Landesvorsitzende der FDP Bayern, 2003 Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und des dortigen Ausschusses für Recht und Menschenrechte sowie von 2002 bis 2009 stellvertretende Fraktionsvorsitzende und rechtspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion…

Die Bundesminister der Bundesrepublik Deutschland
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, geb. Leutheusser, wurde am 26. Juli 1951 in Minden als Tochter eines Rechtsanwalts geboren.

Ihr Vater, Horst Leutheusser, war CDU-Mitglied und von 1964 bis 1969 stellvertretender Bürgermeister von Minden. Ihr Onkel, Wolfgang Stammberger, war von 1961 bis 1962 Bundesminister der Justiz. Nach dem Abitur 1970 absolvierte sie ein Studium der Rechtswissenschaft in Göttingen und Bielefeld, das sie 1975 mit dem ersten Staatsexamen beendete. 1978 folgte dann das zweite juristische Staatsexamen. 1978 wurde sie Mitglied der FDP. Von 1979 bis 1990 war sie beim Deutschen Patentamt in München tätig, zuletzt als Leitende Regierungsdirektorin. Ab 1990 war Leutheusser-Schnarrenberger Mitglied des Deutschen Bundestages. Ab 1991 wurde sie Mitglied im FDP-Bundesvorstand.

Am 18. Mai 1992 wurde sie als Bundesministerin der Justiz in die von Bundeskanzler Helmut Kohl geführte Bundesregierung berufen. Am 14. Dezember 1995 kündigte sie aus Protest gegen den von ihrer Partei in einer Mitgliederbefragung befürworteten Großen Lauschangriff ihren Rücktritt an. Sie übte das Amt noch bis zum 17. Januar 1996 aus. Nach ihrem Rücktritt als Bundesjustizministerin wurde sie europapolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion. In dieser Funktion begleitete sie für die FDP den Verfassungsprozess der EU. Ab Mai 1997 war sie als gewählte Beisitzerin Mitglied des Präsidiums der FDP. 2000 wurde sie Landesvorsitzende der FDP Bayern.

Am 5. Mai 2005 wurde sie mit 76,4 % der Stimmen in diesem Amt bestätigt. Bei der Bundestagswahl 2005 gelang es der bayerischen FDP unter ihrer Führung sich von 4,5 auf 9,5 Prozent der Stimmen mehr als zu verdoppeln und die Zahl ihrer Bundestagsabgeordneten von vier auf neun zu steigern. Bei der Landtagswahl 2008 zog die FDP dann zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder in den Landtag ein. Am 24. Oktober unterzeichnete Leutheusser-Schnarrenberger als Parteivorsitzende den Koalitionsvertrag mit der CSU, mit der ihre Partei auf der konstituierenden Sitzung des Landtags am 27. Oktober 2008 die Koalition offiziell bestätigte. Stets zog sie über die Landesliste Bayern in den Deutschen Bundestag ein. 2002 führte sie die Landesliste an.

Indes war sie ab 2003 Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und des dortigen Ausschusses für Recht und Menschenrechte. Zur Bundestagswahl am 18. September 2005 wurde sie als Spitzenkandidatin der Landesliste in den Bundestag gewählt. Ihr Wahlkreis war Starnberg. Sie war indes von 2002 bis 2009 stellvertretende Fraktionsvorsitzende und rechtspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion. Weiterhin war sie Obfrau im Rechtsausschuss des Bundestages. Nach der Bundestagswahl 2009 wurde sie am 28. Oktober 2009 als Bundesministerin der Justiz in die von Angela Merkel geführte Bundesregierung berufen.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist verwitwet. Ihr Mann Ernst Schnarrenberger starb am 23. Februar 2006 im Alter von 57 Jahren. Sie lebt in Feldafing.


Die Bundesminister der Bundesrepublik Deutschland

NameSabine Leutheusser-Schnarrenberger

Geboren am26.07.1951

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortMinden (D).