Biografie

Jerry Lewis

NameJoseph Levitsch

AliasJerry Lewis

Geboren am16.03.1926

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortNewark, New Jersey (USA).

Verstorben am20.08.2017

TodesortLas Vegas, Nevada (USA).

Jerry Lewis

Der US-amerikanische Entertainer, Schauspieler und Sänger zählte zu den bedeutendsten Komödianten des internationalen Kinos. Mit einzigartiger Körpersprache und Slapstick wurde er Begründer der modernen Komik. Grundlage seines Weltruhmes war die Verkörperung des liebenswerten, aber stets tollpatschigen Kerls. Jerry Lewis teilte sich oft die Bühne mit den größten Stars der Filmgeschichte. Legendär wurden seine Auftritte an der Seite von Dean Martin, mit dem er lange als Duo auftrat; Martin & Lewis (1946-1956) wurde zu einem der erfolgreichsten Comedy-Teams der Nachkriegszeit. Seine filmischen Meisterleistungen als Produzent prägten die erfolgreichsten Kollegen nach ihm. 2009 erhielt er den "Jean Hersholt Humanitarian Award" (Ehrenoscar)...
Jerry Lewis wurde am 16. März 1926 als Sohn eines jüdischen Künstlerehepaars in Newark, im US-Bundesstaat New Jersey geboren.

Lewis, mit bürgerlichem Namen Joseph Levitsch, wuchs bei Verwandten auf. Über seinen Vater Danny Lewis hatte er ersten Kontakt zum Theater. Bereits mit fünf Jahren stand er erstmals auf der Bühne und sang Kinderlieder. Später verdiente er sich zusätzlich als Platzanweiser, Kellner und Würstchenverkäufer seinen Lebensunterhalt. Als 20-Jähriger traf Lewis 1946 auf den italienischen Sänger Paul Dino Crocetti alias Dean Martin. Die Beiden schlossen sich zusammen und wurden als Duo in Atlantic City und später in New York berühmt. Sie erhielten eine Radioshow unter dem Titel "The Martin and Lewis Show", die nach durchschlagendem Erfolg ab 1948 als "Dean Martin & Jerry Lewis Show" fürs Fernsehen produziert wurde. Lewis gab den tollpatschigen Komiker während Martin den Part des smarten Frauenschwarms übernahm.

Ende der 1940er Jahre folgten auch erste Kinorollen. "Paramount Picures" nahm die Beiden unter Vertrag und produzierte von 1948 bis 1956 sechzehn erfolgreiche Komödien mit Lewis und Martin. Sie spielten gemeinsam in Filmen wie "My Friend Irma" (1949), "Krach mit der Kompanie" (1950), "Seemann, paß' auf!" (1951), "Der Prügelknabe" (1952), "Der tollkühne Jockey" (1953), "Im Zirkus der drei Manegen" (1954), "Der Gangsterschreck" (1955) und "Wo Männer noch Männer sind" (1956). Nach 10 Jahren trennten sich 1956 die Wege des beliebten Komikerpaares. Mit "Dümmer als die Polizei erlaubt" (The Delicate Delinquent) stand Lewis 1957 das erste Mal ohne Dean Martin vor der Kamera und konnte sich solo etablieren. Lewis spielte darauf in etlichen Erfolgsfilmen und bescherte dem Publikum weltweit über viele Jahre hinweg Lachgaranten.

"Der Regimentstrottel" (1957), "Fünf auf einen Streich" (1958), "Besuch auf einem kleinen Planeten" (1959) und "Aschenblödel" sind nur einige seiner Erfolgsarbeiten. Ab 1960 zeigte Lewis sein Können auch als Regisseur und Produzent. Sein Erstlingswerk "Hallo, Page" wurde von seinem Kollegen Charly Chaplin als "genialer Film" bezeichnet. "Geld spielt keine Rolle" und "Der verrückte Professor" wurden 1962 zu Glanzstücken seiner Karriere. Von 1967 bis 1969 war er mit der Jerry Lewis Show erneut im Fernsehen vertreten. Im Rahmen der Sendung entstand sein musikalischer Klassiker "The Typewriter" (Schreibmaschine) zur Melodie von Leroy Anderson. Während einer Aufzeichnung einer Sendung stürzte Jerry Lewis 1967 vom Piano mit der Folge einer schweren Verletzung an der Wirbelsäule. Mit den permanenten Schmerzen einhergehend entwickelte er eine starke soziale Verantwortung.

Jerry Lewis engagiert sich seit 1966 für Kinder, die an einer unheilbaren Form von Muskelschwund leiden. Zu Spenden aufgerufen wurde seither bei den "Telethons" am amerikanischen Labor Day für die "Muscula Dystophy Association". In Sammelaktionen für karitative Zwecke erzielte er jährliche Summen in Höhe von bis zu 30 Millionen Dollar. Verbunden sind die Aufrufe mit einem exzellenten Star-Aufgebot, das es dem Entertainer ermöglichte, bis 2005 rund 2 Milliarden US-Dollar für soziale Zwecke zu vereinnahmen. 1974 drehte Lewis in Frankreich und Schweden den Film "Der Tag, an dem der Clown weinte". Dieses Werk erzählt die Geschichte eines jüdischen Zirkusclowns, der in einem Konzentrationslager der Nazis Kinder zum Lachen brachte und schließlich gemeinsam mit ihnen in die Gaskammer ging. Der Film durfte aus rechtlichen Gründen nicht fertiggestellt werden.

Ab Mitte der 1970er Jahre konnte Lewis nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen. Erst 1983 gelang ihm wieder ein Achtungserfolg neben Robert De Niro in "The King of Comedy". Lewis verabschiedete sich langsam aus der Filmwelt und stand nur noch selten vor der Kamera. 1997 kehrte er noch einmal für eine Broadway Show auf die Bühne zurück. 1999 wurde Jerry Lewis für sein Lebenswerk mit der mit dem "Goldenen Löwen" der "Filmfestspiele von Venedig" geehrt. 2004 erhielt er in Los Angeles den "Film Critics Association Award". Im Mai 2005 gestand der Komiker in einem Interview ein, aufgrund seines Rückenleidens für 37 Jahre an chronischen Schmerzen gelitten zu haben, die er mit entsprechenden Tabletten bekämpft habe.

Erst 2002 habe ihn die elektronische Neurostimulation von der Tablettenabhängigkeit befreit. Im Rahmen der Verleihung der Emmy-Preise 2005 in Los Angeles wurde der Komiker im September 2005 mit einem Sonderpreis geehrt. Ebenso erhielt er 2005 die "Goldene Kamera" für sein Lebenswerk, den "Govemor´s Award" der "Emmy-Awards" sowie den "Nicola Tesla Award" der "Golden Satellite Awards". Zu Ehren des 80. Geburtstages des Entertainers widmete ihm das ZDF eine Sonder-Sendung mit zahlreichen Rückblicken in die filmische Vergangenheit des Künstlers. Durch die Sendung, bei der Jerry Lewis auch alte Sketsche vortrug, führte der Komiker Michael Mittermayer als Moderator. 2009 erhielt er den "Jean Hersholt Humanitarian Award" (Ehrenoscar) und 2013 wurde er "Member des Order of Australia".

Jerry Lewis starb am 20. August 2017 in Las Vegas, Nevada.
1949 - How to Smuggle a Hernia Across the Border (Kurzfilm)
1949 - My Friend Irma
1950 - Irma, das unmögliche Mädchen (My Friend Irma Goes West)
1950 - Krach mit der Kompanie (At War with the Army)
1951 - That's My Boy
1952 - Seemann, paß auf! (Sailor Beware)
1952 - Schrecken der Division (Jumping Jacks)
1952 - Der Weg nach Bali (Road to Bali) (Cameo)
1953 - Der Prügelknabe (The Stooge)
1953 - Starr vor Angst (Scared Stiff)
1953 - Der Tolpatsch (The Caddy)
1953 - Der tollkühne Jockey (Money from Home) (3D-Film)
1954 - Patient mit Dachschaden (Living It Up)
1954 - Im Zirkus der drei Manegen / Der Zirkusclown (3 Ring Circus)
1955 - Der Gangsterschreck (You're Never Too Young)
1955 - Der Agentenschreck (Artists and Models)
1956 - Wo Männer noch Männer sind (Pardners)
1956 - Alles um Anita (Hollywood or Bust)
1957 - Dümmer als die Polizei erlaubt (The Delicate Delinquent)
1957 - Der Regimentstrottel (The Sad Sack)
1958 - Der Babysitter (Rock-a-Bye Baby)
1958 - Der Geisha Boy (The Geisha Boy)
1959 - Keiner verläßt das Schiff (Don't Give Up the Ship)
1960 - Besuch auf einem kleinen Planeten (Visit to a Small Planet)
1960 -Hallo Page (The Bellboy)
1960 - Aschenblödel (Cinderfella)
1961 - Zu heiß gebadet / Ich bin noch zu haben (The Ladies Man)
1961 - Der Bürotrottel (The Errand Boy)
1962 - Geld spielt keine Rolle (It's Only Money)
1963 - Der verrückte Professor (The Nutty Professor)
1963 - Eine total, total verrückte Welt (It's a Mad Mad Mad Mad World) (Cameo)
1963 - Der Ladenhüter (Who's Minding the Store?)
1964 - Die Heulboje (The Patsy)
1964 - Der Tölpel vom Dienst (The Disorderly Orderly)
1965 - Das Familienjuwel (The Family Jewels)
1965 - Rote Linie 7000 (Red Line 7000)
1965 - Boeing Boeing
1966 - Drei auf einer Couch (Three on a Couch)
1966 - Das Mondkalb (Way... Way Out)
1967 - Der Spinner (Don't Raise the Bridge, Lower the River)
1967 - Ein Froschmann an der Angel (The Big Mouth)
1968 - Silent Treatment
1969 - Jerry, der Herzpatient (Hook, Line & Sinker)
1970 - Wo bitte geht es hier zur Front? (Which Way to the Front?)
1972 - The Day The Clown Cried (nicht beendet)
1980 - Alles in Handarbeit (Hardly Working)
1982 - Slapstick (Of Another Kind)
1983 - The King of Comedy
1983 - Immer auf die Kleinen (Cracking Up)
1984 - How Did You Get In? We Didn't See You Leave
1984 - Jerry, der total beknackte Cop (Hold Me Back, or I'll Have an Accident)
1989 - Cookie
1992 - Der Letzte Komödiant - Mr. Saturday Night (Mr. Saturday Night)
1993 - Arizona Dream
1995 - Funny Bones - Tödliche Scherze (Funny Bones)
2004 - Miss Cast Away

NameJoseph Levitsch

AliasJerry Lewis

Geboren am16.03.1926

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortNewark, New Jersey (USA).

Verstorben am20.08.2017

TodesortLas Vegas, Nevada (USA).

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