Biografie

Roy Jones Jr.

Der US-amerikanische Profi-Boxer avancierte als exzentrische Persönlichkeit zum Star. Nach einer Karriere im Jugend- und Amateurboxsport stieg Roy Jones Jr. ab 1993 für ein Jahrzehnt zu einer wahren Legende des internationalen Boxsports auf: Er gewann in vier verschiedenen Gewichtsklassen - im Mittelgewicht (1993), Supermittelgewicht (1994), Halbschwergewicht (1996, 2003/04) und im Schwergewicht (2003) - einen Weltmeistertitel. Der Mythos von der Unbesiegbarkeit des Box-Superstars verlor allerdings durch Jones' überraschende Niederlagen ab 2004 an Ausstrahlungskraft...

Bedeutende Vertreter des Boxsports
Roy Jones Jr. wurde am 16. Januar 1969 in Pensacola im US-Bundesstaat Florida geboren.

Mit 10 Jahren wandte er sich bereits dem Boxsport zu. Jones gewann 1984 die US Junior-Olympiade. 1986 und 1987 verdiente er sich außerdem die National Golden Gloves. Nach den Olympischen Spielen in Seoul von 1988 wechselte er in den Profisport. Der Boxer gewann die ersten 16 Profi-Begegnungen alle mit K.o. Im Mai 1993 trat Jones gegen Bernard Hopkins an, den er besiegte. Somit stieg er zum IBF-Weltmeister im Mittelgewicht auf. Nach seinem K.o.-Sieg über Thomas Tate erlangte Jones im November 1994 durch einen Sieg über James Toney den Weltmeistertitel im Supermittelgewicht.

Jones wechselte zu Jahresbeginn 1996 in die Boxerklasse des Halbschwergewichts. Hier erlangte er im November 1996 nach seinem Sieg über Mike McCallum den Weltmeistertitel. Bei der Verteidigung dieses Weltmeistertitels musste Jones jedoch im Frühjahr 1997 seine erste Niederlage bei einem Profi-Kampf einstecken: Er unterlag gegen Montell Griffin durch Disqualifizierung, die wegen Nachschlagens in der neunten Runde ausgesprochen wurde. Im August 1997 trug Jones im Rückkampf gegen Griffin den Sieg durch K.o. in der ersten Runde davon. 1998 trug er auch gegen Virgil Hill in Biloxi den Sieg davon. 2003 wechselte Jones vom Halbschwergewicht direkt in die Schwergewichtsklasse.

Am 1. März 2003 siegte er in Las Vegas über John Ruiz, was ihm den WBA-Weltmeistertitel in dieser Disziplin bescherte. Der vielseitige Boxer gab sich jedoch mit diesem Erfolg nicht zufrieden, sondern steuerte die Weltmeisterschaftskämpfe im Halbschwergewicht an, die für Herbst 2003 angesetzt waren. Um an diesen teilnehmen zu können, trainierte Jones sein Gewicht innerhalb weniger Monate wieder herunter. Im November 2003 siegte er dann über Antonio Tarver, wodurch er erneut zum Weltmeister im Halbschwergewicht aufstieg. Diesen Titel konnte Jones nun allerdings nicht lange halten, denn im Rückkampf trug Tarver im Mai 2004 überraschend einen K.o.-Sieg in der zweiten Runde davon.

Damit war der Mythos von Jones' Unbesiegbarkeit nachhaltig zerstört. Es folgten weitere Niederlagen in der Boxkarriere Jones', wie etwa im September 2004 gegen Glen Johnson. Am 25. September 2004 verlor er gegen den Jamaikaner in der neunten Runde durch K.o. Dennoch konnte Jones im Jahr 2005 bei insgesamt 52 Kämpfen auf immerhin 49 Siege verweisen, von denen er 38 durch K.o. erlangt hatte. Am 29. Juli 2006 gewann er gegen Prince Badi Ajamu klar nach Punkten. Am 14. Juli 2007 siegte er klar nach 12 Runden gegen Anthony Hanshaw.


Bedeutende Vertreter des Boxsports

NameRoy Jones Jr.

Geboren am16.01.1969

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortPensacola (Florida, USA)