Biografie

Kim Jong-un

Der nordkoreanische Herrscher stellt seit 2011 als "Oberster Führer" den Staats- und Regierungschef der diktatorisch regierten Demokratischen Volksrepublik Korea, besser bekannt als Nordkorea. Er gilt ideologisch als Nachfolger seines Vaters Kim Jong Il, der als Alleinherrscher im Stil der "Kommunistischen Partei Nordkoreas" regierte. Als dessen jüngster Sohn führt er das Land auf autoritäre Weise, gibt sich persönlich aber leutseliger und volksnah. International wird Kim Jong Un wegen seines jungen Alters wenig zugetraut. Auch gilt er als wenig zuverlässig, weil ihm einerseits Führungserfahrungen fehlen und er in manchen politischen Geschäften eher emotional als rational reagiert. Weltpolitisch ist der Staat unter anderem wegen seines anhaltenden Atomtestprogramms, seiner gespannten Beziehungen zum Nachbarland Südkorea oder seiner Menschenrechtsverletzungen weitgehend isoliert...
Kim Jong Un wurde am 8. Januar 1982 oder 1983 in der Hauptstadt Pjöngjang als jüngstes von insgesamt drei Kindern des nordkoreanischen Herrschers Kim Jong Il und seiner dritten Frau, der Tänzerin Ko Yong Hui, geboren.

Der Familienspross soll der Lieblingssohn gewesen sein und hatte mit seinem Vater eine verblüffende äußere Ähnlichkeit. Über das Leben der Mitglieder der Kim-Dynastie ist wenig bekannt, da ihr Leben vor allem in den Staatsmedien tabu ist. Kim Jong Un wurde in der Ideologie seines Vaters und Großvaters erzogen. Er soll wie seine Brüder die Steinhölzli-Schule in Köniz-Liebefeld im Kanton Bern in der Zeit von 1998 bis 2000 besucht haben, allerdings unter dem Namen Pak Un als Sohn eines nordkoreanischen Botschaftsfahrers. Mutmaßungen zufolge soll er aber auch von 1990 bis 1998 eine internationale Privatschule im Kanton Bern besucht haben. In der Zeit von 2002 bis 2007 studierte er an der Kim-Il-Sung-Universität in Nordkorea, eine militärisch ausgerichtete Eliteeinrichtung. Es folgte eine Parteikarriere in einer Abteilung für Führungsaufgaben.

Der Vater Kim Jong Il, am 17. Dezember 2011 gestorben, bereitete seinen jüngsten Sohn noch zu Lebzeiten gezielt auf die Nachfolge vor. Er holte ihn im September 2010 in die Führungsebene der Staatspartei und machte ihn zum Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Arbeit. Zugleich wurde er als Vier-Sterne-General stellvertretender Vorsitzender der Militärkommission der Partei. Diese Maßnahmen machten ihn praktisch zu seinem Nachfolger. Am 31. Dezember 2011 wurde Kim Jong Un zum Obersten Kommandeur der nordkoreanischen Streitkräfte ernannt. Seit Anfang seiner Regierungszeit verließ sich der neue Machthaber wie sein Vater auf die kommunistische Staatspartei und das Militär. Für viele Beobachter war es daher ungewiss, ob er sich gegenüber westlichen Ideen öffnet oder ob er das Land weiter abschotten würde.

Der Personenkult wurde wie in einem kommunistischen Staat üblich auch in Nordkorea sehr hoch ausgeprägt. Wie sein Vater, so wird auch schon das junge Staatsoberhaupt als "Sonne des koreanischen Volkes" bezeichnet. Auch wenn sich der junge Herrscher Nordkoreas volknaher zeigte, betonte er die alten Themen wie Militär und Atomwaffen. Kim Jong Un zeigte sich in der Öffentlichkeit gern als starker Führer seines Landes und umgibt sich entschlossen und propagandawirksam mit Soldaten, Waffen und Panzern. Die internationale Kritik beklagte den luxuriösen und sehr aufwändigen Lebensstil der Kim-Dynastie, während das nordkoreanische Volk größtenteils an Hunger leidet und auf Überlebenshilfe aus der Weltgemeinschaft angewiesen ist. Diese Schieflage soll System haben, indem Kim Jong Un nicht nur schnelle Autos, Alkohol und schöne Frauen liebt, sondern auch Vermögen ins Ausland schafft, ebenso wie Partei und Militär.

Ebenso gerät die politische und wirtschaftliche Führung des Landes ins Kreuzfeuer, die ebenso für die Verarmung der Bevölkerung verantwortlich gemacht wird. Nordkorea gilt noch immer als Armenhaus Asiens. Zu den Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea zählen 2012 unter anderem 200.000 politische Gefangene. Nach nur einigen Monaten als Staatsoberhaupt hatte Kim Jong Un die Bezeichnung "Nuklearmacht" in die Verfassung des Landes übernehmen lassen. Schon zuvor anlässlich des Todes von Kim Jong Il schmückte sich das Land öffentlichkeitswirksam mit seiner Atommacht. Westliche Beobachter schätzen, dass nun auch Kim Jong Un dieses militärische Potenzial ausnutzt für Verhandlungen mit der Weltgemeinschaften unter anderem für wirtschaftliche Unterstützungen.

NameKim Jong-un

Geboren am08.01.1982

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortPjöngjang (KP).