Biografie

Roland Jahn

Der deutsche Journalist und Bürgerrechtler war Mitbegründer der oppositionellen Friedensgemeinschaft Jena. Im Jahr 1983 wurde er von der Stasi gegen seinen Willen ausgebürgert. Auch im Westen engagierte sich Roland Jahn gegen den Stasi-Staat, unter dessen er Beobachter weiterhin blieb. Mit dem Fall der Mauer arbeitete er das Stasi-Geschehen in der DDR journalistisch auf, unter anderem als Redakteur für das ARD-Magazin „Kontraste“. Im Jahr 2006 wurde er dort Chef vom Dienst und stellvertretender Redaktionsleiter. Zehn Jahre zuvor trat Jahn dem Beirat der Robert-Havemann-Gesellschaft bei. Im Jahr 1999 wurde er Mitglied des Fachbeirats der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und war in der Zeit von 2006 bis 2010 im Beirat der Stiftung Berliner Mauer tätig. Am 28. Januar 2011 wählte ihn der Bundestag zum neuen Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BstU) und am 14. März 2011 trat er als Nachfolger von Marianne Birthler sein Amt an. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem 1998 das Bundesverdienstkreuz, 2005 der Bürgerpreis zur Deutschen Einheit der Bundeszentrale für politische Bildung und 2010 die "Dankbarkeitsmedaille" der Solidarnosc.

NameRoland Jahn

Geboren am14.07.1953

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortJena