Biografie

Philippe Starck

Der französische Designer zählt zu den populärsten Gestaltern der gegenwärtigen Industrie. Bereits als 18-Jähriger machte Philippe Starck durch aufblasbare Häuser auf sich aufmerksam. Er plante Bars und Diskotheken im Stil der New-Wave-Architektur. Später entwickelte er Designs für Stühle, Zitronenpressen und andere Gebrauchsgegenstände. Gleichen Erfolg feiert Starck als Innen- und Außenarchitekt. Zu seinen berühmtesten Werken zählen unter anderem die Einrichtung des Hotels "Royalton" in New York...

Die einflussreichsten Architekten und Designer des 20. Jhs.
Philippe-Patrick Starck wurde als Sohn des Flugzeugkonstrukteurs André Starck und seiner Frau Jacqueline, geborene Lanourisse, am 18. Januar 1949 in Paris geboren.

Nach seiner Schulzeit studierte Starck an der École Centrale des Arts Décoratifs in Paris. Danach gründete der erst Achtzehnjährige einen Betrieb für aufblasbare Häuser und Objekte. In den Jahren 1971/72 war er als Art Direktor bei dem Modemacher Pierre Cardin tätig. Im Jahr darauf begann er eine längere Weltreise, die ihn unter anderem in die Vereinigten Staaten führte. Nach seiner Rückkehr war Starck ab 1975 als Innenarchitekt tätig und entwarf Boutiquen, Diskotheken und Bars in Paris. Er zeichnete sich dabei durch die Kühle und Distanz des New-Wave-Stils aus. Besonders Szene-Nachtclubs in Paris, wie "La main blue" oder "Les bains douches", verlieh er 1976 bis 1978 eine Innengestaltung, die zum Stiltrend wurde.

In den Jahren 1982 und 1983 erhielt Starck vom französischen Präsidenten François Mitterand den Auftrag zur Gestaltung seiner privaten Innenräume im Elysée. Im Anschluss daran folgten weitere Aufträge zur innenarchitektonischen Gestaltung, etwa des bekannten "Café Costes" (1984) in Paris. Vor allen Dingen als Designer machte sich Starck einen Namen, den er zusammen mit seiner Frau Brigitte, geborene Laurent, zu weltweiter Popularität ausbaute. So entwarf er 1984 den Stuhl "café costes", eine Zahnbürste in Flammenform für die Marke Fluocaril oder 1990 die Zitronenpresse "juicy safif", die er für den bekannten Hersteller Alessi kreierte, sowie andere Gebrauchsgegenstände.

Dabei zeigten sich seine Objekte oftmals in einem dynamischen aber kühl-eleganten Design. Besonders in der exklusiven Designgestaltung von alltäglichen Gebrauchsgegenständen möchte Starck eine breite Öffentlichkeit teilhaben lassen an der Ästhetik dieser Produkte. Er spricht sich daher für die industrielle Produktion dieser Objekte aus, um dadurch einen günstigen Preis zu ermöglichen und eine breite Käuferschicht anzusprechen. 1985 gründete Starck mit Partnern die Möbelfirma "XO", deren Markenzeichen die progressive Ausdruckssprache wurde. Für das Unternehmen wurde er als Art Direktor tätig. Ab 1986 erfüllte er einen Lehrauftrag an der Mailänder Domus Academy.

In den 1980er Jahren konzentrierte sich Starck wieder auf die Planung und Realisierung von Architekturprojekten – auch im Innenbereich. So trugen die Innengestaltung der beiden New Yorker Hotels "Royalton" und "Paramount", die zu seinen bekanntesten Ingenieurprojekten zählen, sowie des Restaurants "Teatriz" in Madrid seine Handschrift. In Tokio entwarf Starck für die Brauerei Asahi einen auffallenden monolithischen Bau in Schwarz mit goldener Flamme oder das Mehrzweckgebäude "Naninani" (1990). Neben seinem Entwurf einer Nudel für Panzani realisiert Starck Aufträge für Vuitton, l'Oreal, Daum, FSB, Alfi, Baleri, Kartell und viele andere. 2004 wurde er mit dem Lucky Strike Designer Award der Raymond-Loewy-Stiftung ausgezeichnet.


Die einflussreichsten Architekten und Designer des 20. Jhs.

NamePhilippe Starck

Geboren am18.01.1949

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortParis (F).