Biografie

Philipp Rösler

Der deutsche FDP-Politiker vietnamesischer Abstammung stellte von 2011 bis 2013 den Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, den Bundesvorsitzenden der FDP und den deutschen Vizekanzler. Von 2009 bis 2011 war er Bundesminister für Gesundheit. Er wurde damit der erste Bundesminister mit (asiatischem) Migrationshintergrund und der jüngste Minister im Kabinett Merkel. Davor verdiente sich der promovierte Mediziner von Februar 2009 bis Oktober 2009 als Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie als Stellvertretender Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Von 2001 bis 2006 war Philipp Rösler Abgeordneter in der Regionsversammlung der Region Hannover und dort Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP...

Die Bundesminister der Bundesrepublik Deutschland
Philipp Rösler wurde am 24. Februar 1973 in Khánh Hýng, heute: Sóc Trãng, Vietnam, als Sohn vietnamesischer Eltern geboren.

Sein Geburtstag wurde amtlich festgelegt; das genaue Geburtsdatum ist unbekannt. Im Alter von neun Monaten kam er als Kriegswaise nach Deutschland, wo er von einem Ehepaar adoptiert wurde, das bereits zwei leibliche Töchter hatte. Aufgewachsen ist er in Hamburg, Bückeburg und Hannover. Hier legte er 1992 an der Lutherschule das Abitur ab. Im Anschluss leistete er seinen Wehrdienst, wobei er zum Sanitätsoffizieranwärter aufstieg. Für ein Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover wurde er freigestellt. 1999 begann er eine Facharztausbildung am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg. 2002 wurde er im Bereich Herz-Thorax-Gefäßchirurgie zum Dr. med. promoviert. 2003 verließ er die Bundeswehr als Stabsarzt.

Rösler war seit 1992 Mitglied der FDP und der Jungen Liberalen. Von 2000 bis 2004 war er Generalsekretär der FDP in Niedersachsen. Seit 2003 ist er Mitglied im Niedersächsischen Landtag und war dort von 2003 bis 2009 FDP-Fraktionsvorsitzender. Am 5. Mai 2005 wurde er mit 95 Prozent der Stimmen zum Beisitzer im Präsidium der Bundespartei gewählt. Es war das beste Wahlergebnis des 56. Parteitages. Auf dem Landesparteitag am 18. März 2006 wurde Rösler mit 96,4 Prozent zum neuen Landesvorsitzenden der niedersächsischen FDP gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Walter Hirche an, der nach zwölf Jahren nicht mehr kandidierte. Auf dem Bundesparteitag der FDP Mitte Juni 2007 wurde Rösler erneut ins Bundespräsidium seiner Partei gewählt. Rösler errang dabei mit über 88 Prozent der Delegiertenstimmen, nach Hermann Otto Solms, das zweitbeste Ergebnis.

Er wurde weiter Mitglied der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Die Landesvertreterversammlung der FDP Niedersachsen wählte ihn am 8. Juli 2007 in Braunlage mit 96 Prozent zum Spitzenkandidaten für die Niedersächsische Landtagswahl am 27. Januar 2008. In seinem Landtagswahlkreis Hannover-Döhren (WK 24) erreichte Rösler am 27. Januar 2008 10,9 Prozent der Erststimmen. Von 2001 bis 2006 war Rösler Abgeordneter in der Regionsversammlung der Region Hannover und dort Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP. Am 19. April 2008 wurde Rösler mit 95 Prozent als Landesvorsitzender im Amt bestätigt. Am 18. Februar 2009 wurde Rösler als Nachfolger von Walter Hirche niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie Stellvertretender Ministerpräsident.

Zur Wahl des 17. Deutschen Bundestags am 27. September 2009 erreichten Unionsparteien und die FDP zusammen die notwendige Mehrheit für die von beiden Seiten angestrebte Bildung einer schwarz-gelben Koalition. Nachdem sich die Koalitionsparteien auf einen Koalitionsvertrag geeinigt und diesen unterzeichnet hatten, wurde Rösler am 28. Oktober 2009 als Bundesgesundheitsminister vereidigt. Rösler wurde damit der erste Bundesminister mit (asiatischem) Migrationshintergrund und der jüngste Minister im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Am 13. Mai 2011 wurde Rösler auf dem Bundesparteitag in Rostock zum Bundesparteivorsitzenden gewählt. Als Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, durch seine Wahl zum FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzenden aus seinem Amt schied, wurde Rösler am 12. Mai 2011 zum neuen Bundeswirtschaftsminister berufen.

Am 16. Mai 2011 erfolgte seine Ernennung zum deutschen Vizekanzler. In seinem Amt als Bundesminister für Wirtschaft und Energie wurde Rösler am 17. Dezember 2013 von Sigmar Gabriel (SPD) abgelöst.

Privat ist Rösler verheiratet und seit Oktober 2008 Vater von Zwillingstöchtern.


Die Bundesminister der Bundesrepublik Deutschland

NamePhilipp Rösler

Geboren am24.02.1973

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortSóc Trãng (VN).