Biografie

Wilhelm Conrad Röntgen

Der deutsche Physiker entdeckte 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen. 1901 wurde Wilhelm Conrad Röntgen dafür als erster Preisträger mit den Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Seine Entdeckung revolutionierte darauf die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, wie der Erforschung der Radioaktivität. Auf Grundlage der Röntgenstrahlen fundieren auch weiterentwickelte Diagnoseverfahren wie die Computertomographie, die Sonographie oder die Magnetresonanztomographie...
Wilhelm Conrad Röntgen wurde am 27. März 1845 in Remscheid-Lennep geboren.

In der Zeit von 1848 bis 1865 lebte Wilhelm Conrad Röntgen in Apeldoorn und Utrecht in den Niederlanden. Nach seiner Schulzeit studierte er ab 1865 Maschinenbau in Zürich. In dieser Zeit befasste er sich mit der Experimentalphysik, und in den beiden Jahren 1871 und 1872 assistierte er dem bekannten Physiker August Kundt. Zusammen mit ihm ging er an die Universitäten in Würzburg und Straßburg. Dort habilitierte sich Röntgen im Jahr 1874. Im Jahr darauf folgte er einem Ruf an die Landwirtschaftliche Hochschule Hohenheim und erfüllte einen Lehrauftrag in Physik und Mathematik. 1876 siedelt er wieder nach Straßburg über, wo er bis 1879 an der dortigen Universität Physik lehrte.

Danach folgte er einem Ruf als Professor für Experimentalphysik an die Gießener Universität. In der Zeit von 1888 bis 1900 hatte er einen Lehrstuhl für Experimentalphysik an der Universität Würzburg inne. Dort wurde er auch Rektor. Während dieser Zeit stieß er auf die nach ihm benannten Strahlen. Im Zuge seiner Forschungsarbeiten über Kathodenstrahlen im Jahr 1895 traf er auf die Röntgenstrahlen, die er wegen ihrer unbekannten physikalischen Eigenschaften als X-Strahlen bezeichnete. Im gleichen Jahr veröffentlichte er über seine Entdeckung einen Aufsatz für die Physikalisch-Medizinische Gesellschaft an der Universität Würzburg.

Im Jahr 1896 demonstrierte er während eines Vortrags die medizinische Nutzungsmöglichkeit, indem er die Hand seiner Frau und seine eigene als Röntgenfotografie darstellte. Kurze Zeit später hatten die Röntgenstrahlen ihren Siegeszug durch die ärztlichen Praxen weltweit angetreten. In der Zeit von 1895 bis 1897 fasste Röntgen die Bedeutung der Röntgenstrahlen, die er durch experimentelle Erforschung gewann, in drei Aufsätzen zusammen. So erschien 1895 der Titel "Über eine neue Art Strahlen", 1896 "Eine neue Art Strahlen" und 1897 "Weitere Beobachtungen über die Eigenschaft der X-Strahlen". Danach widmete er sich wieder seinem bevorzugtem Fachgebiet, der Erforschung der physikalischen Eigenschaften von Kristallen.

Im Jahr 1900 siedelte Röntgen nach München über und leitete als Direktor das Institut für Experimentelle Physik der Universität. Im Jahr darauf, 1901, wurde ihm für die Entdeckung der Röntgenstrahlen der erste Nobelpreis für Physik überreicht. Mit zunehmendem Alter litt er nicht nur an Darmskrebs, sondern auch an wirtschaftlicher Not. Die Röntgenstrahlen bedeuteten nicht nur für die Medizin ein Meilenstein in ihrer Entwicklung, sondern waren auch hoch bedeutsam für Technik und die Wissenschaft insgesamt. Zu seinen Auszeichnungen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften zählen insgesamt 110 deutsche und internationale Ehrungen.

Wilhelm Conrad Röntgen starb am 10. Februar 1923 in München.

NameWilhelm Conrad Röntgen

Geboren am27.03.1845

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortRemscheid-Lennep (D).

Verstorben am10.02.1923

TodesortMünchen (D).