Biografie

Michail Saakaschwili

Der Jurist wirkte seit Beginn der 1990er Jahre als führender Politiker an der demokratischen Erneuerung der ehemaligen sowjetischen Teilrepublik Georgien mit. Zum Jahresende 2003 führte Michail N. Saakaschwili an der Spitze der demokratischen Oppositionsbewegung den Sturz des langjährigen Präsidenten Eduard Schewardnadse herbei. Seit Januar 2004 bemüht sich Saakaschwili als Staatspräsident der Republik Georgien um eine innere Festigung des von Separatismus und Korruption zerrissenen Landes. Bei den Präsidentschaftswahlen 2008 wurde Nikolosowitsch im Amt bestätigt...

Die Staats- und Regierungschefs Asiens
Michail Nikolosowitsch Saakaschwili wurde am 21. Dezember 1967 in Tiflis (Georgien) geboren.

Nach der Schule absolvierte Saakaschwili ein Jura-Studium. In dessen Anschluss wurde er zunächst für das Institut für Menschenrechte in Oslo tätig. Danach arbeitete er als Rechtsanwalt in New York. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der Unabhängigkeit Georgiens kehrte Saakaschwili in seine Heimat zurück. Er zog als Abgeordneter in das Parlament ein, wo er den Fraktionsvorsitzenden der "Bürgerunion" stellte. Unter Präsident Eduard Schewardnadse leitete Saakaschwili vorübergehend das Justizministerium.

Da er jedoch gegen seine Regierungskollegen wegen angeblicher Korruption ermittelte, musste er bald von diesem Amt zurücktreten. In der dritten Amtsperiode Schewardnadses geriet Saakaschwili jedoch zunehmend in Opposition zum langjährigen Staatspräsidenten. Nachdem dessen Parteibündnis die Parlamentswahlen vom November 2003 durch massive Manipulationen und Fälschungen für sich entschieden hatte, war Saakaschwili einer der maßgeblichen Oppositionsführer, die den Rücktritt Schewardnadses noch im November 2003 herbeiführten.

Bei den Präsidentschaftswahlen vom Januar 2004 wurde Saakaschwili zum Nachfolger Schewardnadses gewählt. Das neue Staatsoberhaupt erklärte die Wiedervereinigung Georgiens, das durch die separatistischen Bestrebungen der Provinzen Adscharien, Abchasien und Südossetien auseinander zu reißen drohte, zu seinem ersten Ziel. Noch Ende des Monats führte der erste Staatsbesuch Saakaschwilis nach Deutschland, wo er gegenüber Bundeskanzler Gerhard Schröder den Willen zu einer künftige Integration seines Landes in NATO und EU bekräftigte.

Aus den Parlamentswahlen vom März 2004 ging Saakaschwilis Bündnis der Nationalen Union und der Demokraten als deutlicher Sieger hervor. Da die Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament auf 7 % erhöht worden war, schaffte keine andere Partei den Sprung in die Volksversammlung. Im weiteren Verlauf des Jahres 2004 spitzte sich die innenpolitische Situation in Georgien zu. Im Mai konnte sich Präsident Saakaschwili im Machtkampf mit der Provinz Adscharien durchsetzen, wo der separatistische Gouverneur Aslan Abaschidse und weitere Vertreter der Regierung zurücktraten und die Zentralmacht wieder die Kontrolle übernahm.

Darauf bemühte sich Saakaschwili um eine Reintegration von Abchasien und Südossetien, die seit Mitte der 1990er Jahre ihre staatliche Unabhängigkeit von Georgien behaupten und dabei vom mächtigen Nachbarn Russland unterstützt werden. Dies brachte den georgischen Präsidenten wiederholt in diplomatische Konflikte mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Am 5. Januar 2008 wurde er bei vorgezogenen Präsidentschaftswahlen in Georgien mit 53.47% der ausgezählten Wählerstimmen erneut zum Präsidenten gewählt.

Michail Saakaschwili ist mit einer Niederländerin verheiratet und Vater eines Kindes.


Die Staats- und Regierungschefs Asiens

NameMichail Saakaschwili

Geboren am21.12.1967

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortTiflis (Georgien)