Biografie

Peter Struck

Der deutsche SPD-Politiker, ehemalige Verteidigungsminister und Rechtsanwalt galt als großer Sozialdemokrat. Er war insgesamt 29 Jahre lang bis zum Jahr 2009 Mitglied des Bundestages und davon acht Jahre lang als SPD-Fraktionsvorsitzender. In der Zeit von 1990 bis 1998 war Peter Struck Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion. Das Bundestagsmitglied prägte das so genannte ungeschriebene Struck`sche Gesetz, nach dem keine Vorlage den Bundestag so verlässt wie dort eingebracht. Als Verteidigungsminister äußerte der promovierte Jurist 2002 den politisch markanten Satz: "Unsere Sicherheit wird nicht nur, aber auch am Hindukusch verteidigt." Der passionierte Pfeifenraucher und Motorradfahrer galt häufig nach außen hin als brummig und schroff, war aber über die Parteigrenzen hinaus geachtet und beliebt.
Peter Struck wurde am 24. Januar 1943 in Göttingen als Sohn eines Autoschlossers und einer Kioskbetreiberin geboren. Er absolvierte 1962 das Felix-Klein-Gymnasium und studierte danach in Göttingen und Hamburg Rechtswissenschaft. Bereits 1964 trat der 21-Jährige der SPD bei und ein Jahr darauf heiratete er seine Frau Brigitte. Im Jahr 1967 schloss er sein Studium mit dem ersten Staatsexamen ab. Vier Jahre später absolvierte er das zweite Staatsexamen und seine Promotion zum Dr. jur. Danach schlug er als Regierungsrat einen Berufsweg in der Hamburger Verwaltung ein. Bevor Struck in der Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg arbeitete, war er bis 1972 persönlicher Referent des Präsidenten der Universität Hamburg. Im Jahr 1973 startete der Jurist als Stadtrat und stellvertretender Stadtdirektor der Stadt Uelzen, seinem langjährigen Wohnort, seine politische Karriere. Ab 1980 war er ununterbrochen bis 2009 Mitglied des Bundestages. Drei Jahre später erlangte Struck seine Zulassung als Rechtsanwalt beim Amtsgericht Uelzen und beim Landgericht Lüneburg. Er wurde im Dezember 1990 erstmals zum Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Fraktion gewählt und vier Jahre darauf erneut. Zu Beginn der rot-grünen Regierungskoalition im Oktober 1998 übernahm er bis Juli 2002 erstmals den Vorsitz der SPD-Bundestagsfraktion. In dieser Rolle schärfte er sein persönliches Bild vom Parteisoldaten, der im Bündnis kompromisslos und konsequent die Interessen der eigenen Partei vertritt. Unter Bundeskanzler Gerhard Schröder wurde Struck, der nie Militärdienst abgeleistet hatte, dann von Juli 2002 bis November 2005 Verteidigungsminister. Dennoch war er auf allen Ebenen bei den Soldaten beliebt, nicht nur weil er sie oft bei den Auslandseinsätzen besuchte, sondern auch weil er die Wichtigkeit und den Respekt vor ihrer Arbeit der Öffentlichkeit authentisch vermittelte. Mit der großen Regierungskoalition zwischen SPD und CDU/CSU ab 2005 beendete er seine Regierungsarbeit. Ab November 2005 wurde Struck erneut zum Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion gewählt. Im Jahr 2009 zog sich Struck komplett aus der aktiven Politik zurück, um nach eigenen Worten noch etwas vom Leben und seiner Familie zu haben. Von Dezember 2010 bis Dezember 2012 war er Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung. Im gleichen Monat wurde er abermals dazu gewählt.

Peter Struck starb am 19. Dezember 2012 kurz vor seinem 70. Geburtstag an einem schweren Herzinfarkt in einem Berliner Krankenhaus.

NamePeter Struck

Geboren am24.01.1943

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortGöttingen