Biografie

Peter Rosegger

Der österreichische Schriftsteller wurde international bekannt mit seinen Heimatgeschichten, die in der Tradition der Dorfgeschichten mit aufklärerischen Botschaften stehen. Sein umfangreiches Gesamtwerk hat fast ausschließlich die steiermarksche Heimatlandschaft zum Gegenstand. Darin wird die bäuerische Gesellschaft idealisierend und archaisierend geschildert. Viele seiner Arbeiten verfasste Peter Rosegger in Mundart. Das Landleben und die Waldlandschaft verstand der Schriftsteller als ein Gegenentwurf zur modernen Industriegesellschaft...
Peter Rosegger wurde am 31. Juli 1843 in Alpl bei Krieglach in der Oststeiermark als ältester Sohn eines Bergbauern geboren.

Rosegger hatte eine nur unregelmäßige Schulbildung. In seiner Kindheit und Jugend war er als Hüter tätig. Lesen und Schreiben lernte er bei einem pensionierten Schullehrer. In den Jahren von 1860 bis 1863 absolvierte er eine Lehre als Schneider. Seine Bildung erarbeitete sich Rosegger autodidaktisch. Mit 16 Jahren versuchte er seine ersten literarischen Werke in der "Grazer Zeitung" zu veröffentlichen. 1864 wurde ihm eine Lehre als Buchhändler in Laibach vermittelt. In der Zeit von 1865 bis 1869 genoss er eine Ausbildung auf der Akademie für Handel und Industrie. Mit seinen ersten Buch-Erfolgen entschloss sich Peter Rosegger, die Schriftstellerei hauptberuflich auszuüben.

Der bekannte Prager Verleger Gustav Heckenast besorgte nicht nur die Herausgabe der Werke von Rosegger, sondern war auch dessen Mentor mit liberaler Gesinnung. In den beiden Jahren 1870 und 1872 unternahm der Schriftsteller verschiedene Reisen nach Deutschland, in die Niederlande, die Schweiz und nach Italien. 1867 lernte er auf einem Besuch Adalbert Stifter kennen. Peter Rosegger war ein produktiver Schriftsteller. Fast alle seine Erzählwerke handeln von der Heimatlandschaft in der Steiermark und ihrer Bauerngesellschaft. Diese zeichnet der Schriftsteller in idealisierender Weise und mit Archetypen ausgestattet nach. Eines seiner grundsätzlichen Schlagwörter sind "Wald", das sich auf den Überschriften und Untertiteln der Ausgaben wiederfindet sowie in der inhaltlichen Thematisierung.

Oftmals erzählt Rosegger in verklärender Weise von seiner Kindheit. 1876 siedelte Rosegger nach Graz über. Dort wurde er Herausgeber der Monatszeitschrift "Heimgarten". Mit seinen Geschichten vom Landleben folgt er der Tradition der Dorfgeschichte Berthold Auerbachs. Sie sind verbunden mit der Intention des Aufklärens und der Volkserziehung. Auch der sozialdemokratisch-pazifistisch gesinnte Peter Rosegger spürte dieser Absicht in seinen Werken nach. Darüber hinaus war der österreichische Schriftsteller Ludwig Anzengruber für ihn ein literarisches Vorbild, von dem er sich inspirieren ließ. Angesichts der Bedrohung der Bauernkultur und Waldlandschaft entwickelte Rosegger eine Ideologie von Heimat und Bauerntum, die leicht missbräuchlichen Interpretationen offen steht.

Viele seiner Arbeiten verfasste Rosegger in Mundart. Das Landleben und die Waldlandschaft verstand der Schriftsteller als ein Gegenentwurf zur modernen Industriegesellschaft. Vielfach veröffentlichte Rosegger die eigenen Werke unter dem Pseudonym "Petri Kattenfeier". Nach der Jahrhundertwende erfuhr der Schriftsteller zahlreiche internationale Ehrungen unter anderem auch Ehrendoktorwürden. Noch heute sind seine autobiografischen Titel wie "Die Schriften des Waldschulmeisters" (1875) und "Waldheimat" (1877) sowie die Erzählungen "Geschichten aus der Steiermark" (1871), "Geschichten aus den Alpen" (1873) oder "Als ich noch Waldbauernbub war" (1902) bekannt.

Zu seinen weiteren Werken zählen Titel wie "Zither und Hackbrett" (1870), "In der Einöde" (1872), "Jakob der Letzte" (1889), "Idyllen aus einer untergehenden Welt" (1899), "Erdsegen" (1900), "Weltgift" (1903) oder "Gesammelte Werke" (1913–1916).

Peter Rosegger starb am 26. Juni 1918 in Krieglach in der Steiermark.
Romane

1882
Heidepeters Gabriel

1883
Der Gottsucher

1888
Jakob der Letzte

1891
Peter Mayr, Der Wirt an der Mahr

1897
Das ewige Licht

1900
Erdsegen

1905
Inri

1907
Die Försterbuben

1911
Die beiden Hänse


Erzählungen

1871
Geschichten aus Steiermark

1873
Geschichten aus den Alpen

1876
Streit und Sieg

1879
Mann und Weib, Liebesgeschichten

1888
Allerhand Leute

1890
Der Schelm aus den Alpen

1897
Durch!

1902
Als ich noch der Waldbauernbub war

1906
Wildlinge

1909
Lasset uns von Liebe reden

1910 ca.
Der erste Christbaum


Autobiografische Werke

1875
Die Schriften des Waldschulmeisters

1877
Waldheimat

1898
Mein Weltleben

1907
Schriften in Steirischer Mundart

1913-1916
Gesammelte Werke (40 Bde.)


Gedichte

1870
Zither und Hackbrett

1911
Mein Lied

NamePeter Rosegger

Geboren am31.07.1849

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortKrieglach (A).