Biografie

Peter Greenaway

Der britische Künstler studierte Malerei und war lange als Filmcutter tätig. Peter Greenaway machte sich als Regisseur von Filmen wie "The Draughtsman's Contract" (1982), "The Belly of an Architect" (1987) oder "The Cook, the Thief, His Wife and Her Lover" (1989) einen internationalen Namen. Der Regisseur arrangiert seine Filme zu komplexen und allegorischen Kunstwerken. Die multimediale Schaffenskraft Greenaways drängt auch in digitalen Film- und Fernseh- sowie in Ausstellungs- und Opernprojekten zum Ausdruck...
Peter Greenaway wurde am 5. April 1942 in Newport in Wales geboren.

Greenaway wuchs in London auf. Nach der Schule schlug er eine Künstlerlaufbahn ein. Von 1960 bis 1965 ließ er sich am Walthamstow College zum Maler ausbilden. Zugleich interessierte er sich jedoch auch für Filme. Greenaway begann 1965 als Cutter am Central Office of Information zu arbeiten. Diese Tätigkeit nahm er bis 1976 wahr. Nach mehreren Kurzfilmen legte Greenaway 1982 sein Spielfilmdebüt mit "The Draughtsman's Contract" vor. Als Vorbild liegen dem Film die alten Meister der Malerei Poussin, Gainsborough und La Tour zugrunde.

Als weiterer Erfolgsfilm folgte "A Zed and Two Noughts" (1986), in dem der Regisseur auf das Werk Vermeers rekurriert. Für "The Belly of an Architect" (1987) orientierte sich Greenaway an Bronzino und Piero della Francesca. "Drowning by Numbers" (1988) ist an Velàzquez und Breughel, "The Cook, the Thief, His Wife and Her Lover" (1989) an Franz Hals ausgerichtet. Der Regisseur arbeitete stets in einem medienübergreifenden künstlerischen Zusammenhang. So durchsetzte er die beiden Filme "Prospero's Books" (1991) und "The Pillow Book" (1996) mit Anklängen an die neuen digitalen Medien.

Im Jahr 1994 organisierte Greenaway die Ausstellung "The Stairs" in Genf, durch die er den Film aus dem Kino in den öffentlichen Raum hineinführte. Die Installation war ein Jahr später auch in München zu sehen. 1996 folgte mit "The Dark" ein ähnliches Ausstellungsprojekt in London. Daneben testete Greenaway etwa in dem Film "A Dante TV" (1985/89) auch die künstlerischen Potenziale des Fernsehens aus. 1994 inszenierte er in Amsterdam die Oper "Rosa - A Horse Drama". 1998 folgte die Oper "Christoph Columbus", die er in Berlin aufführte.

Die Filme Greenaways stellen rätselhafte und mehrdeutige Werke dar, deren allegorischen Elemente zu komplexen Kunstwerken arrangiert werden. Dabei weisen sie ein Kaleidoskop künstlerischer Zitate und Verweise auf, die nicht einfach zu identifizieren sind. 1999 ließ sich Greenaway scheiden. Er verließ Wales, um sich in den Niederlande niederzulassen. 2001, 2004 und 2006 inszenierte er die Produktionen "The Man in the Bath", "The Tulse Luper Suitcases" und "Nightwatching".
1982:
The Draughtsman's Contract

1986:
A Zed and Two Noughts

1987:
The Belly of an Architect

1988:
Drowning by Numbers

1989:
The Cook, the Thief, His Wife and Her Love

1991:
Prospero's Books

1992:
The Baby of Mâcon

1996:
The Pillow Book;

1997:
The Bridge

1999:
The Death of a Composer: Rosa, a Horse Drama;
8 ½ Women

2001:
The Man in the Bath

2003:
The Tulse Luper Suitcases, Part 1: The Moab Story;
The Tulse Luper Suitcases, Part 3: From Sark to the Finish

2004:
Visions of Europe (Beitrag "European Showerbath");
The Tulse Luper Suitcases, Part 2: Vaux to the Sea

2006:
Nighwatching

NamePeter Greenaway

Geboren am05.04.1942

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortNewport (Wales, GB)