Biografie

Paul Gauguin

Der französische Maler gilt als früher Mitbegründer der Modernen Malerei. Er beeinflusste mit seinem Werk den Symbolismus, avancierte zum Mitbegründer des Synthetismus und wurde Wegbereiter des Expressionismus. Als Hauptvertreter des französischen Expressionismus stieg Paul Gauguin, neben Paul Cézanne und Vincent van Gogh, zu einem der bedeutendsten Maler der Kunstgeschichte auf. Zu seiner wichtigsten künstlerischen Hinterlassenschaft zählen die "Südseebilder". Daneben fertigte Paul Gauguin auch Keramiken, Holzschnitzereien und Holzschnitte an. Seinen Aufenthalt in der Südsee beschrieb er in dem autobiografischen Roman "Noa Noa"...
Paul Gauguin wurde am 7. Juni 1848 in Paris geboren.

Während der politischen Unruhen in Frankreich, nach dem Staatsstreich von Napoleon III., verließ die Familie Gauguin Paris und reiste nach Peru. Auf der Reise dorthin starb Gauguins Vater. Aufgewachsen ist Paul Gauguin in Lima. Nachdem der Großvater 1855 starb, reiste er mit seiner Mutter zurück nach Frankreich, um in Orleans die Erbschaft anzutreten. 1865 heuerte der 17-jährige Paul Gauguin bei der Handelsmarine an, bis er 1867 zum Militärdienst auf See eingezogen wurde. 1871 kehrte er zurück und arbeitete im Bankhaus Bertin in Paris als Börsenmakler. 1873 heiratete er in Paris, aus der Verbindung gingen fünf Kinder hervor.

Um diese Zeit kam Gauguin zur Malerei; er wurde durch den Kontakt zu zeitgenössischen Malern wie seinem Freund Camille Pissarro beeinflusst. 1876, 1880, 1881, 1882 und 1886 kam es zu gemeinsamen Ausstellungen. 1882 entschloss sich Gauguin, nach heftigen Verlusten an den Finanzmärkten, sich fortan nur noch der Malerei zu widmen. Gauguins Werke zeigten sich jedoch als kaum verkäuflich und so waren schon nach kurzer Zeit seine gesamten Ersparnisse verbraucht. Gauguin reiste mit seiner Familie im Jahr 1884 nach Dänemark, wo die Situation jedoch kaum besser war. So kehrte er schon nach kurzer Zeit wieder alleine nach Frankreich zurück.

Im Jahr 1886 zog er nach Pont-Aven in der Bretagne, um sich der dortigen Künstlerkolonie anzuschließen. Während eines Besuchs in Paris lernte er neben anderen auch Vincent van Gogh kennen. Der mittlerweile total verarmte Paul Gauguin reiste im Jahr 1887 für knapp ein Jahr nach Martinique, wo seine ersten Tropenbilder entstanden. Nach seiner Rückkehr 1888 bat ihn Vincent van Gogh, mit ihm in Arles (Südfrankreich) eine Künstlerkolonie zu gründen. Nach nur wenigen Wochen kam es jedoch zwischen beiden zu solch heftigen Streitereien, dass van Gogh eines Tages mit einem Messer bewaffnet auf seinen Freund losging. Nach diesem Vorfall trennten sich die beiden für immer.

Gauguin reiste wieder nach Paris zurück und arbeitete fortan in der Hauptstadt sowie in der Künstlerkolonie von Port-Aven. Für eine Reise nach Tahiti ließ Gauguin einen Großteil seiner Werke versteigern. Im Jahr 1891 brach er auf und kehrte erst nach fast drei Jahren, bedingt durch eine Krankheit, wieder nach Paris zurück. Die Werke aus dieser Zeit zählen heute zu seiner bedeutendsten künstlerischen Hinterlassenschaft. In Paris jedoch fanden seine Werke zu jener Zeit kaum Gefallen. So ließ er sie nach seiner Genesung, ebenfalls für die Rückkehr nach Tahiti, im Jahr 1895 versteigern. Seine Erlebnisse mit den Eingeborenen in Tahiti und sein Leben in einer Hütte mit einem jungen Mädchen, schilderte er in einem autobiographischen Roman mit dem Titel "Noa Noa".

Im Jahr 1898 verstarb überraschend seine Tochter Aline in Paris. Diesen Verlust überwand der Maler nicht. Vollkommen gebrochen, versuchte er sich das Leben zu nehmen. 1901 erkrankte Gauguin schwer an Syphilis. Nach Schwierigkeiten mit den Kolonialbehörden auf Tahiti, floh er noch im selben Jahr nach Atuona auf den Marquesas-Inseln. Von den Anstrengungen dieser Reise konnte er sich auch später nicht mehr erholen.

Paul Gauguin verstarb am 8. Mai 1903 auf Atuona.

NamePaul Gauguin

Geboren am07.06.1848

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortParis (F).

Verstorben am08.05.1903

TodesortAtuona (Marquesas-Inseln).