Biografie

Nicolas Sarkozy

Der französische Jurist stellte von 2007 bis 2012 den Staatspräsidenten der Französischen Republik. Nikolas Sarkozy verdiente sich davor von 1993 bis 1995 als Haushaltsminister und Regierungssprecher sowie zweimal als Innenminister, von 2002 bis 2004 in der Regierung Raffarin und von 2005 bis 2007 in der Regierung de Villepin. Seit dem 28. November 2004 war er Vorsitzender der konservativen gaullistischen UMP, der Nachfolgepartei der im Jahr 1976 von Chirac unter dem Namen RPR gegründeten gaullistischen Partei. Indes erwarb er sich den Ruf eines kämpferischen Politikers, der entschlossen gegen Kriminalität vorgeht...
Nicolas Paul Stéphane Sárközy Nagybócsay bzw. französisiert de Nagybócsa wurde am 28. Januar 1955 in Paris geboren.

Aufgewachsen ist er als Sohn des aus Ungarn stammenden Publizisten Pál Sárközy von Nagybócsa und der französischen Juristin Andrée Mallah. Der Vater entstammt einer ungarischen Grafenfamilie. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges war dieser vor dem Einmarsch der Roten Armee in Ungarn über Österreich nach Deutschland geflohen. Nach Abschluss der Hochschule studierte Sarkozy Öffentliches Recht und Politikwissenschaft. 1981 erhielt er seine Zulassung als Rechtsanwalt. Bereits ab 1977 war er im Gemeinderat von Neuilly-sur-Seine. 1983 wurde er als Bürgermeister von Neuilly in sein erstes politisches Amt gewählt, das er 19 Jahre bis 2002 bekleidete.

Am 23 September 1983 heiratete er Marie-Dominique Culioli, aus der Ehe gingen die Söhne Pierre (* 1985) und Jean (* 1987) hervor. Von 1983 bis 1988 war er Abgeordneter im Regionalrat der Île-de-France. 1987 leitete er im Innenministerium die "Delegation zur Bekämpfung chemischer und radioaktiver Risiken" (Mission pour la lutte contre les risques chimiques et radiologiques). 1988 erhielt er sein erstes Abgeordnetenmandat für die neogaullistische RPR von Jacques Chirac. Darauf wurde er unter Chirac vom 30. März 1993 bis zum 11. Mai 1995 Haushaltsminister und Regierungssprecher. Im Präsidentschaftswahlkampf 1995 entschied sich Sarkozy gegen seinen Mentor Chirac und für den späteren Verlierer Edouard Balladur.

Am 23. Oktober 1996 heiratete er Cécilia Maria Sara Isabel Ciganer Albeniz, aus der Ehe ging 1997 der Sohn Louis hervor. Unterdessen zog er sich vorübergehend von der großen politischen Bühne Frankreichs zurück. Vom 7. Mai 2002 bis zum 30. März 2004 wurde Sarkozy in der Regierung Raffarin französischer Innenminister. Nach der Niederlage der Konservativen bei den französischen Regionalwahlen 2004 billigte Chirac am 31. März 2004 eine neue Kabinettsliste, auf der Sarkozy als "Super-Minister" für Wirtschaft, Finanzen und Industrie geführt wurde. Allerdings musste er das Amt bereits Ende November 2004 auf Druck von Staatspräsident Chirac wieder aufgeben. Sarkozy hatte sich am 28. November 2004 zum Parteivorsitzenden der UMP wählen lassen.

Im Oktober und November 2005 wurde Sarkozy für die Randalierer der Pariser Krawalle zur Provokationsfigur, da er die farbigen Randalierenden als "Gesindel" ("des racailles") titulierte. Bei der Präsidentschaftswahl am 6. Mai 2007 wurde Sarkozy mit 53,06 % zum Staatspräsidenten von Frankreich gewählt. Im zweiten Wahlgang bezwang er die Sozialistin Ségolène Royal. Bereits im ersten Wahlgang am 22. April 2007 errang er im Vergleich zu den übrigen Kandidaten mit 31,11 % die meisten Stimmen, verfehlte damit allerdings noch die erforderliche absolute Mehrheit. Am 16. Mai 2007 wurde Sarkozy im Amt vereidigt.

Damit wurde Sarkozy als Regierungschef nominell auch die Funktion eines Co-Prinzregenten für das Fürstentum Andorra übertragen. Am 14. Mai 2007 erfolgte sein Rücktritt vom Vorsitz der UMP. Am 2. Februar 2008 heiratete er die italienisch-französische Sängerin Carla Bruni in Paris.

NameNicolas Sarkozy

Geboren am28.01.1955

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortParis (F).