Biografie

Nicola Romeo

NameNicola Romeo

Geboren am28.04.1876

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortS. Antimo (I).

Verstorben am15.08.1938

TodesortMagreglio, Comer See (I).

Nicola Romeo

Der italienische Maschinenfabrikant übernahm die Autoherstellung vom in die Krise geratenen Konstrukteur Giuseppe Merosi. 1918 erwarb er die absolute Mehrheit der Anteile an A.L.F.A. und nannte seine Firma nun "Società Anonima Italiana Ing. Nicola Romeo". Der Markenname A.L.F.A. wurde unter Verwendung seines Nachnamens auf "Alfa Romeo" geändert. Nach dem Ersten Weltkrieg konzentrierte sich Alfa Romeo, mit Hilfe von Vittorio Jano, der ab 1923 für die Technik verantwortlich zeichnete, wieder auf den Automobilbau, worauf sportliche Modelle für eine anspruchsvolle Kundschaft entwickelt wurden. Auch im Motorsport konnten zahlreiche Erfolge erzielt werden. Diese halfen den exklusiven Ruf der Marke aufzubauen...
Nicola Romeo wurde am 28. April 1876 im italienischen Sant’Antimo bei Neapel geboren.

Nach dem Schulabschluss begann Romeo ein Technikstudium, das er 1900 abschloss. Im Anschluss daran lebte und arbeitete er einige Zeit im Ausland. 1911 kehrte Romeo nach Italien zurück, wo er die Firma "Ing. Nicola Romeo e Co." gründete. Das Unternehmen stellte Bergbaumaschinen und Ausrüstungsgegenstände für den Bergbau her. 1915 expandierte Romeo und erwarb erste Aktienanteile an A.L.F.A. Dieses Unternehmen war 1906 von dem französischen Industriellen Alexandre Darracq als Montagewerk für Autos in Neapel gegründet worden. Kurz darauf hatte Darracqs Werk seinen Standort nach Portello, einem Vorort von Mailand, gewechselt. Die schlechte wirtschaftliche Entwicklung zwang Darracq, das Unternehmen 1909 zu verkaufen.

Einige Geschäftsleute erwarben mit Unterstützung der Landwirtschaftsbank 1910 die Firma und gründeten die Gesellschaft "Anonima Lombarda Fabrica Automobili" (ALFA). Zur Herstellung von Autos stellten sie den Konstrukteur Guiseppe Merosi ein. Auf ihn geht das Modell "24HP" als erstes eigenständiges ALFA-Modell zurück. Mit den ALFA-Automobilen wurden 1913 auf Rennveranstaltungen Achtungserfolge erzielt, die die Bekanntheit der Marke steigerten. Mit dem Eintritt Italiens in den Ersten Weltkrieg ließ 1915 auch das Interesse an Automobilen nach. Das Unternehmen geriet in wirtschaftliche Schwierigkeiten, aus dem es der Maschinenfabrikant Romeo befreite. Dem diente der Betrieb zunächst als Zulieferer von Rüstungsprodukten, unter anderem von Flugzeugmotoren.

Im Jahr 1918 erlangte Romeo die absolute Mehrheit über das Unternehmen, indem er weitere Aktionäre auszahlte. Der Mehrheitsaktionär gab dem Unternehmen die Bezeichnung "Società Anonima Italiana Ing. Nicola Romeo". Nach dem Ersten Weltkrieg wurden wieder Produktionskapazitäten frei, die Romeo nun zur Wiederaufnahme der Automobilproduktion nutzten konnte. Aber auch Kompressoren, Landmaschinen und Lokomotiven gehörten zum Produktionsprogramm. Romeo setzte auf den bereits erworbenen guten Ruf der ALFA-Automobile. Er setzte nur noch seinen Nachnamen ergänzend dazu und schon war die Marke Alfa Romeo geboren. Auch verwendete er weiterhin das etablierte Emblem aus dem Mailänder Kreuz und der Schlange.

Im Jahr 1919 startete Alfa zur ersten Targa Florio. Mit dem Typ 20-30 wurde ein echter Sportwagen konstruiert, der ein kürzeres und leichteres Chassis als sein Vorgängermodell und einen Hubraum von 4250 ccm besaß. Neben den Rennerfolgen ließ sich dieser Wagen auch durch seine Drahtspeichenräder und das sportliche Design gut verkaufen. Es folgte ein von Merosi konstruierter Sechszylinder-Motor mit drei Liter Hubraum, der aber wegen Reglementänderungen nicht zum Renneinsatz kam. Der Wagen wurde als Sportwagen RL verkauft. 1920 trat Enzo Ferrari als Rennfahrer in das Unternehmen. Vor allem durch dessen Leidenschaft für Autorennen erhielt der Sport- und Rennwagen-Sektor des Unternehmens eine immer größere Bedeutung. Das Sportwagenmodell RL entwickelte sich zu einem Verkaufsschlager.

Doch für den Bau eines Grand-Prix-Modells reichte die firmeneigene Erfahrung nicht aus. Über Enzo Ferrari kam Alfa Romeo jedoch in Kontakt zu dem Konstrukteur Vittorio Jano, der dem Unternehmen den ersten Grand-Prix-Sieg bescherte. Der Wettbewerbserfolg bedeutete den Durchbruch für die Marke auf dem Renn- und Sportwagenmarkt. Alfa Romeo wurde zur Edelmarke. Die Fahrzeuge wurden noch per Hand montiert, obwohl sich mittlerweile die Fließbandherstellung entwickelt hatte. Dennoch wurde Alfa Romeo zum international führenden Hersteller für schnelle Autos. Bereits 1924 brachte es das Modell P2 auf über 220 Stundenkilometer, mit dem Alfa die Weltmeisterschaft gewann. Neben der Autoherstellung wurde bis 1925 weiterhin der Bau von Traktoren und Lokomotiven betrieben. Die Rennwagen von Alfa Romeo schrieben Rennsportgeschichte.

Erfolgreiche Modelle waren seiner Zeit unter anderem der 6C 1750 oder der 8C 2300, der zahlreiche Rennsiege einfuhr. Die Erfahrungen auf diesem Sektor wurden für den Bau von Sportwagen für den Straßenverkehr genutzt. Fortan stand Alfa Romeo als Synonym für sportliches Fahren. Sein weiteres besonderes Merkmal stellt das schicke Design dar, Ausdruck italienischer Ästhetik und mediterranen Geschmacks, das die Autos zu begehrten Kaufobjekten machte und immer noch macht. Der Unternehmer, der inzwischen Automobilgeschichte geschrieben hatte, schied 1928 aus der Firma aus. Bis ins hohe Alter engagierte er sich noch finanziell in anderen Industrieaktivitäten und im Verkehrswesen.

Nicola Romeo starb am 15. August 1938 in Magreglio am Comer See. Er hinterließ eine Frau und sieben Kinder.


Persönlichkeiten der Automobilindustrie
Menschen und Marken

NameNicola Romeo

Geboren am28.04.1876

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortS. Antimo (I).

Verstorben am15.08.1938

TodesortMagreglio, Comer See (I).

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