Biografie

Muktada el Sadr

NameMuktada el Sadr

Geboren am00.00.1973

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortIrak

Muktada el Sadr

Der Sohn eines schiitischen Großayatollahs und radikale Schiitenprediger entwickelte sich nach dem Sturz Saddam Husseins zu einem beunruhigenden Machtfaktor im Irak. Muktada el Sadr errichtet seither mit eigenem Sozialdienst und seiner Mahdi-Armee eine schiitisch-fundamentalistische Gegengesellschaft in dem vom Krieg zerrissenen Land, dessen Umwandlung in einen islamischen Gottesstaat sein erklärtes Ziel ist ...
Muktada el Sadr wurde zu Beginn der 1970er Jahre, ca. 1973, im Irak geboren. Er entstammt einer illustren Dynastie schiitischer Theologen.

Unter dem Regime des Diktators Saddam Hussein machte el Sadr in frühester Jugend die Erfahrung erheblicher Diskriminierungen und Repressionen, unter denen die schiitische Glaubensgemeinschaft im Irak litt. 1999 verlor er seinen Vater, den Großayatollah Mohammad Sadek el Sadr, der wie zwei seiner Brüder von Agenten des Regimes ermordet wurde. El Sadr begann eine theologische Ausbildung, die er jedoch abbrach. Er hielt sich auch einige Zeit im Iran auf.

Noch unter Hussein entwickelte sich el Sadr zu einem hitzigen jungen Prediger, der von den schiitischen Religionsführern allerdings nicht ernst genommen wurde. Im Zuge der US-Militärintervention und dem Sturz Husseins, nach dem das schiitische Armenviertel Bagdads zu Ehren el Sadrs Vaters in "Sadr City" umbenannt wurde, avancierte der schiitische Prediger zur Speerspitze des irakischen Widerstands gegen die anhaltende US-Besatzung.

El Sadr gewann in den Armenvierteln der irakischen Hauptstadt und in den heiligen schiitischen Städten (Nadschaf, Kerbela, Kufa, Basra) mit seiner antiamerikanischen Agitation eine große, tausendköpfige und meist jugendliche Anhängerschaft. Dabei profitierte er vom Namen seines Vaters und von dessem wohltätigen Stiftungswerk. Der schiitische Führer verfolgt das Ziel, einen fundamentalistisch-islamischen Gottesstaat im Irak zu errichten. Daher erzwingen seine Anhänger schon jetzt in Sadr-City die Durchsetzung religiöser Vorschriften wie Alkoholverbot und die Verschleierung für Frauen.

Mit dieser Politik setzte sich el Sadr in Gegnerschaft zur irakischen Übergangsregierung unter Ijad Allawi, die eine demokratische Entwicklung anstrebt. Der schiitische Führer diffamierte die Mitglieder der irakischen Regierung als Kollaborateure. Seine radikalen Reden sollen in mehreren Fällen bereits zur Mobilisierung von Attentätern und zur Ausführung von Mordanschlägen gegen unliebsame Politiker und Religionsführer geführt haben.

In Konflikt geriet el Sadr inzwischen auch mit der etablierten schiitischen Führungsebene um Großayatollah Ali el Sistani, die eine Zusammenarbeit mit der US-Besatzung und der von ihr eingesetzten Übergangsregierung von Allawi nicht ablehnen und die Trennung von Religion und Staat vertreten. Seitens der US-Besatzung gilt el Sadr als Gesetzloser, dem man 2004 durch die langwierige Belagerung seiner Schlupfwinkel in Basra, Nadschaf und anderswo habhaft zu werden versuchte. Mit seiner so genannten „Mahdi-Armee“ lieferte sich el Sadr heftige Kämpfe mit den US-Truppen in ganz Irak.

Im Dezember 2004 wurde bekannt, dass dem gemeinsamen Wahlbündnis, mit dem die Schiiten in die für Januar 2005 vorgesehenen Wahlen ziehen wollen, die Anhänger el Sadrs nicht angehörten. Am 30. Januar 2005 fanden die ersten freien Parlamentswahlen im Irak nach dem Sturz Husseins unter überraschend hoher Wahlbeteiligung von mehr als 60% statt, obwohl noch im unmittelbaren Vorfeld der Wahl und auch am Wahltag selbst zahlreiche Anschläge und Attentate zur Destabilisierung der inneren Situation beigetragen und sunnitische Religionsführer zum Wahlboykott aufgerufen hatten.

Der Sieger der Wahlen zur verfassungsgebenden Übergangs-Nationalversammlung stand erst eine Woche später fest: Die überwiegend schiitische "Vereinigte Irakische Allianz" konnte 48,1 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, gefolgt von der kurdischen Wählervereinigung mit 25,8 Prozent. Ijad Allawi "Irakische Liste" rangierte mit knapp 14 Prozent an dritter Stelle.

NameMuktada el Sadr

Geboren am00.00.1973

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortIrak

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