Biografie

Moritz Schlick

NameMoritz Schlick

Geboren am14.04.1882

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am22.06.1936

TodesortWien (A).

Moritz Schlick

Der deutsche Philosoph war Begründer des "Wiener Kreises" und damit Vertreter einer der bedeutendsten philosophischen Strömungen des 20. Jahrhunderts. In der Hauptsache beschäftigte sich Moritz Schlick mit dem Wahrheitsproblem, mit der Erkenntnislehre und mit dem apriorischen Charakter von Logik und Mathematik. Schlick lehnte das Apriori synthetischer Urteile ab. Zu den Aufgaben der Philosophie zählte er die logische Begriffserklärung. Schlick widmete sich darüber hinaus den Begriffen Hedonismus, Zeit, Materie, Kausalität, Werden, freier Wille und anderen...
Moritz Schlick wurde am 14. April 1882 in Berlin geboren.

Schlick studierte nach seiner Schulzeit Physik. Er schloss das Studium im Jahr 1904 mit der Promotion bei dem berühmten Physiker Max Planck ab. Seine Dissertationsarbeit verfasste er über das Problem der Lichtrefflektion. In der Zeit von 1911 bis 1921 verweilte er in Rostock, wo er eine Lehrtätigkeit aufnahm. 1921 verließ er Rostock und siedelte nach Kiel über. Moritz Schlick folgte einer Berufung als Professor für Naturphilosophie und Ethik an die dortige Universität. Bereits im Jahr darauf verließ er Kiel wieder und zog nach Wien. Dort übernahm er den Lehrstuhl für Philosophie der induktiven Wissenschaften.

Er trat die Nachfolge des Philosophen und Physikers Ernst Mach und von Ludwig Boltzmann an. In dieser Zeit ging Moritz Schlick einer ausgedehnten Publikationstätigkeit nach in den Fachgebieten Logik, Ästhetik, Ethik sowie in der Grundlagenforschung von Mathematik und Naturwissenschaft. Weiterhin beschäftigte er sich mit der Relativitätstheorie von Albert Einstein und mit den philosophischen Schriften von Immanuel Kant, die er kritisierte. Insbesondere war Schlicks Kritik verbunden mit Kants Apriori-Bestimmung der mathematischen Sätze und Grundsätze Newton`scher Physik als synthetische Sätze.

Als Vertreter des logischen Empirismus hatte Moritz Schlick eine gegenteilige Auffassung. Er vertrat die Vorstellung, dass Apriori-Sätze stets analytisch seien und damit nicht erkenntniserweiternd. Für Schlick sind mathematisch-logische Sätze analytisch, dagegen sind naturwissenschaftliche Sätze synthetisch, aber a posteriori, da sie allemal durch Erfahrungen widerlegt werden können. 1918 erschien sein Hauptwerk mit dem Titel "Allgemeine Erkenntnislehre". Darin kennzeichnete Moritz Schlick den Weg der Erkenntnis aus dem Alltagserkennen und den empirischen Wissenschaften. Metaphysik lehnte der Anhänger des empirischen Realismus vehement ab.

Für Schlick waren die Beziehungen der Gegenstände zueinander exakt begrifflich definiert. Erkenntnisurteile verband er mit der Zuordnung dieser Beziehung zur erkenntnisunabhängigen Welt. Darüber hinaus wandte er sich gegen die Wesensschau von Edmund Husserl, von der er behauptete, dass Husserl dabei Erkenntnis und Erlebnis in phänomenologischer Weise vertausche. Im "Wiener Kreis" setzte sich die Ablehnung der Metaphysik fort. Dort lag auch die Keimzelle zum Neupositivismus, der unter anderem von dem englischen Mathematiker und Philosophen Lord Bertrand Russel, der Logistik und der theoretischen Physik der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts beeinflusst wurde.

Die neupositivistische Philosophie des "Wiener Kreises" wurde schnell international rezitiert, als seine Mitglieder vor den Nationalsozialisten nach England oder in die USA emigrierten. 1930 wurde Moritz Schlicks Werk mit dem Titel "Fragen der Ethik" publiziert. Darin verneinte er unmissverständlich die Existenz absolut ethischer Werte. Auch die konventionierten Normenvorstellungen erachtete er nicht als erstrebenswert. Dagegen setzte er die individuelle Zielsetzung als "natürliche Neigung" des Menschen. In seiner Ethik nannte Schlick öfter den Begriff des "Glücks" als ein Zielstreben des Menschen.

Die Untersuchung dieser Zusammenhänge behielt er der empirischen Psychologie vor. Nach der philosophischen Lehre von Schlick sind nur empirische Sätze und Sätze der Mathematik und Logik sinnvoll. Die Aufgabe der Philosophie sei es, solche Sätze sprachkritisch zu prüfen. Hierbei war der Einfluss des Philosophen Ludwig Wittgenstein spürbar.

Moritz Schlick starb am 22. Juni 1936 in Wien. Er wurde durch einen geisteskranken Täter umgebracht, damit verbunden war auch das Ende des "Wiener Kreises".

NameMoritz Schlick

Geboren am14.04.1882

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am22.06.1936

TodesortWien (A).

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