Biografie

Mohamed Al Fayed

Der ägyptische Lehrersohn stieg von einem Coca-Cola-Verkäufer in den Straßen Alexandrias zu einem der erfolgreichsten Geschäftsleute in Europa auf. Seit Beginn der 1970er Jahre bescheren Mohamed Al Fayed seine geschäftlichen Initiativen in Großbritannien nicht nur Vermögen und Ansehen, sondern auch zunehmend Konflikte und Kontroversen in der Öffentlichkeit. Dort und gegenüber den Behörden bemüht er sich seitdem vergeblich um Anerkennung als britischer Staatsbürger, während 1997 der tragische Unfalltod von Lady Diana und seines Sohnes Dodi Al Fayed einen dunklen Schatten auf seine Familiengeschichte warf...

Menschen und Marken
Mohamed Al Fayed wurde am 27. Januar 1933 in Alexandria (Ägypten) als Sohn des Grundschullehrers Aly Al Fayed geboren.

Er wuchs in verarmten Verhältnissen auf. Schon in früher Jugend begann er in seiner Heimatstadt als Straßenverkäufer und Vertreter zu arbeiten. Die Bekanntschaft mit dem Geschäftsmann Adnan Khashoggi ermöglichte Fayed eine erste Festanstellung in dessen Importunternehmen in Saudi-Arabien. 1954 heiratete er Samira Kashoggi, von der er sich jedoch bereits vier Jahre später wieder scheiden ließ. 1966 wurde Al Fayed von einem der reichsten Männer der Welt, dem Sultan von Brunei, als Ratgeber engagiert. Die erfolgreiche Tätigkeit verschaffte ihm Wohlstand und Vermögen.

In der ersten Hälfte der 1970er Jahre wechselte Fayed nach Großbritannien. Dort stieg er 1975 für einige Monate in das Management des Bergbau-Konzerns "Lonrho" ein. Meinungsverschiedenheiten mit der Unternehmensleitung zogen seinen Abschied und einen langwierigen Streit mit dem Lonrho-Chef Tiny Rowland nach sich. 1979 erstand Fayed, zusammen mit seinem Bruder Ali, das Ritz Hotel in Paris. 1985 folgte das britische Unternehmen "Harrods", eines der renommiertesten Londoner Warenhäuser, wobei Fayed in Konkurrenz zum ebenfalls als Kaufinteressent auftretenden Lonrho geriet.

Rowland eröffnete eine Kampagne gegen den Konkurrenten und strengte eine Untersuchung an, die 1990 zu unvorteilhaften Ergebnissen für Fayed führte. 1993 schien eine öffentliche Begegnung zwischen beiden Rivalen das Ende der Auseinandersetzung anzukündigen. Kurz darauf brachen jedoch neue Konflikte auf, so dass Fayed den langjährigen Streit erst nach dem Tod Rowlands mit dessen Witwe beilegte. Mehrere Bemühungen Al Fayeds um die Erlangung der britischen Staatsbürgerschaft blieben bisher erfolglos.

Sein finanzielles Engagement für soziale und gemeinnützige Projekte konnte die Behörden nicht zum Einlenken bewegen. Auch der Umstand, dass der Geschäftsmann in zweiter Ehe mit einer Britin verheiratet ist und mit ihr vier Kinder britischer Staatsbürgerschaft hat, blieb in dieser Frage ohne Wirkung. Zugleich rissen die Mutmaßungen über Bestechungs- und Korruptionsversuche Al Fayeds gegenüber britischen Politikern in der Öffentlichkeit nicht ab. Die Affären haben bereits mehreren Ministern ihr Amt gekostet. Mohamed Al Fayed kaufte außerdem das Satiremagazin "Punch" auf, um es neu herauszubringen.

Er erwarb weiterhin 1997 den Fußballklub "Fulham FC". Durch die 1997 bekannt gewordene Verbindung zwischen seinem aus erster Ehe stammenden ältesten Sohn, Dodi Al Fayed, und Diana Frances Spencer sah sich der Vater erneut in seiner Hoffnung auf Erlangung der britischen Staatsbürgerschaft bestärkt. Doch noch im selben Jahr zerstörte der tragische Unfalltod des Paares, der offenbar auf einen Fahrfehler des alkoholisierten Chauffeurs von Fayed beruhte, auch diese Hoffnung. Al Fayed suchte in der Folge die Unfallursache in einem Komplott des Herzogs von Edinburgh gegen Lady Diana und Dodi Fayed.

Entsprechende öffentliche Erklärungen brachten ihm eine Verleumdungsklage des Betreffenden ein. Auch wenn Al Fayed die Anerkennung als britischer Staatsbürger verwehrt blieb, so erhielt er doch mehrere Auszeichnungen: Der erfolgreiche Geschäftsmann ist Ehrenmitglied des Emmanuel College in Cambridge, seit 1993 Offizier der Légion d'honneur. 1985 wurde er mit der Grand Médaille der Stadt Paris ausgezeichnet, 1990 erhielt er den Verdienstorden des italienischen Staates verliehen. 2003 verlegte Al-Fayed seinen Wohnsitz von Surrey in die Schweiz.

Im Jahr 2004 beging das traditionsreiche Kaufhaus Harrods in London sein 155. Jubiläum. 2005 zog Al Fayed nach Monaco.

Mohammed Al Fayed ist seit 1985 in zweiter Ehe mit Heini Wathen verheiratet, mit der er vier Kinder hat.

NameMohamed Al Fayed

Geboren am27.01.1933

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortAlexandria (Ägypten)