Biografie

Michel Foucault

NameMichel Foucault

Geboren am15.10.1926

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortPoitiers (F).

Verstorben am25.06.1984

TodesortParis (F).

Michel Foucault

Der französische Philosoph und Historiker zählt zu den bedeutenden Vertretern des Strukturalismus und Wegbereitern des Poststrukturalismus. Im Zentrum seiner Arbeit stand die Auseinandersetzung mit Begriffen wie Macht, Gesellschaft und Moral im historischen Vergleich zwischen Mittelalter und Moderne. Sein Gesamtwerk ist daher eine Geschichte der Zivilisationen, in der er die Endstehung gesellschaftlicher Diskurse und die mit ihr verbundenen Disziplinierungstechniken in den Vordergrund seiner als "Archäologie" bezeichneten Beobachtung stellte. Außerdem thematisierte er Möglichkeiten politischer Intervention und des Selbstentwurfs von Subjekten, u. a. hinsichtlich des "Gebrauchs der Lüste". Michel Foucault war zeitweise Mitglied der "Tel Quel" und Professor am Collège de France...

Die Studenten- und Protestbewegung von 1966-1975
Michel Foucault wurde am 15. Oktober 1926 in Poitiers geboren.

Nach einem Studium der Philosophie und Psychologie an der Pariser École Normale Supérieure veröffentlichte Foucault 1960 seine Dissertation unter dem Titel "Folie et déraison" (Wahnsinn und Gesellschaft). Im selben Jahr wurde er Professor in Clermont-Ferrand. 1963 erschien Foucaults Schrift "La naissance de la clinique" (Die Geburt der Klinik), die gemäß dem Untertitel die "Archäologie des ärztlichen Blicks" auf die Welt untersucht. Auch in seinen folgenden Arbeiten stand die "Archäologie" im Zentrum: 1966 erschien das Buch "Les mots et les choses. Une archéologie des sciences humaines" (Die Ordnung der Dinge. Eine Archäologie der Humanwissenschaften).

Ab 1968 unterrichtete Foucault zwei Jahre in Vincennes. 1969 veröffentlichte er das Buch "L’archéologie du savoir" (Archäologie des Wissens). Beeinflusst wurde seine Arbeit durch die Philosophen Friedrich Nietzsche und Martin Heidegger sowie von den Theorien Karl Marx' und Sigmund Freuds. 1970 erhielt Foucault den Lehrstuhl für Geschichte der Denksysteme am Collège de France. Seine Lesungen aus dieser Zeit brachten ihm internationale Anerkennung. In seiner Antrittsvorlesung behandelte er in "L’ordre du discours" (Die Ordnung des Diskurses) Überlegungen zum Zusammenhang von Sprache, Macht und Gesellschaft.

Im Jahr 1975 folgte Foucaults Schrift "Surveiller et punir. La naissance de la prison" (Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses). Darin zeichnete er die Entwicklung der Bestrafung vom Mittelalter zur Moderne. Foucault kam dabei zu der Ansicht, dass in der Moderne die Bestrafungen möglicherweise unmenschlicher vollzogen wurden als im Mittelalter. Der kritische Begriff der "Macht" erfuhr in der Folge einen Wandel in seiner Bedeutung. Die Machtausübung zeigte sich somit seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr in der Unterdrückung der Individuen, sondern in der unmittelbaren Sozialisierung unserer Gesellschaft (Selbstunterdrückung). Ein Dokument dafür sei die für die Moderne charakteristische Selbstdisziplinierung an Körper und Geist.

Mit dieser Erkenntnis einhergehend stieg auch Foucaults persönliches Interesse, sich verstärkt neben der Wissenschaft für soziale Projekte und bei politischen Aktionen einzusetzen. Weitere Schriften Foucaults, die sich diesem Thema annahmen, waren "Histoire de la sexualité 1. La volonté de savoir" (Sexualität und Wahrheit 1. Der Wille zum Wissen) aus dem Jahr 1976. Die zwei folgenden Bände "L’usage des plaisirs" (Der Gebrauch der Lüste) und "Le souci de soi" (Die Sorge um sich) erschienen im Jahr 1984. Der homosexuelle Philosoph blieb unverheiratet und zog sich in den 1980er Jahren eine Aids-Infektion zu.

Nach zahlreich Ehrungen verstarb Michel Foucault am 25. Juni 1984 in Paris.


Die Studenten- und Protestbewegung von 1966-1975

NameMichel Foucault

Geboren am15.10.1926

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortPoitiers (F).

Verstorben am25.06.1984

TodesortParis (F).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html