Biografie

Norman Foster

Der britische Architekt zählt seit Mitte der 1970er Jahre zu den weltweit gefragtesten Planern. Neben seinen Großprojekten - wie etwa dem Hongkong International Airport, dem Frankfurter Commerzbank-Tower, der Glaskuppel des Berliner Reichstags oder dem Viadukt im südfranzösischen Millau - schuf Sir Norman Foster auch ungewöhnliche Wohnungsbauobjekte. Auf internationaler Ebene stellt der Hongkong International Airport Chek Lap Kok (1992-1998), der auf einer künstlichen Insel errichtet wurde, einen seiner größten Entwürfe dar. In London zeichnet er u.a. für die Millenium Bridge (1999), die Überdachung des Innenhofs des British Museum (1999) und die Hauptverwaltung der Swiss Re (2001-2003) verantwortlich...

Die einflussreichsten Architekten und Designer des 20. Jhs.
Porträt des Monats Juni 2015: Norman Foster
Norman Robert Foster wurde am 1. Juni 1935 in Manchester geboren.

Foster begann nach seiner Schulausbildung ein Architektur-Studium an der School of Architecture and City Planing der Manchester University. 1961 schloss er die Ausbildung ab. Danach erhielt Foster ein Stipendium, um an der renommierten US-amerikanischen Yale University in New Haven weiterzustudieren. Er schloss dieses Studium mit dem Master's degree in Architektur ab. 1963 gründeten er und seine Frau Wendy gemeinsam mit dem Architektenpaar Su und Richard Rogers das Architekturbüro "Team 4". Dieses wurde dann 1967 in das Büro "Foster Associates" umbenannt, heute firmiert es unter der Bezeichnung "Foster and Partners". 1983 wurde ihm die Goldmedaille des American Institute of Architects (AIA) überreicht. Im selben Jahr wurde Foster mit der Royal Gold Medeal of Architectures des Royal Institute of British Architects (RIBA) ausgezeichnet.

Seinen Durchbruch feierte er mit dem Entwurf zur Hauptverwaltung der Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) in Hongkong, der von 1979 bis 1986 realisiert wurde. Weiter entstanden nach seinen Plänen in den 1980er Jahren die Vertriebszentrale für Renault in Swindon (1981–1983), die Ballsporthalle Frankfurt am Main in Frankfurt-Unterliederbach (1981–1986) sowie der Flughafen London-Stansted (1987–1992). Nach dem Tod seiner ersten Frau Wendy im Jahr 1989 heiratete Foster 1991 in zweiter Ehe die Architektin Sabiha Ruani Malik. In Großbritannien erhob man ihn 1990 zum Ritter mit dem Titel eines "Sir". 1994 ernannte ihn das französische Kultusministerium zum Officier de l'Ordre des Arts et Lettres. Neben Großbauprojekten plante Foster auch Wohnungsbauten. So entwarf er eine Privatvilla im Sauerland, die sich dadurch auszeichnet, dass das Gebäude ganz ohne Treppen auskommt. Die zwei Ebenen in der Villa werden durch vier Rampen miteinander verbunden.

Foster richtet sich bei seinem Schaffen stets am Menschen aus, den er zum Maß aller seiner Entwürfe macht. Mit seinen außergewöhnlichen Planungen konnte Foster über 50 nationale und internationale Wettbewerbe gewinnen. Darüber hinaus ist er ein vielgeehrter Planer, der über 220 Auszeichnungen erhielt. Foster wurde 1997 in Großbritannien der Order of Merit verliehen. Zu Fosters populärsten Entwürfen in Deutschland zählen der Umbau und die Neugestaltung des Berliner Reichstags mit dem markanten Merkmal der riesigen begehbaren Glaskuppel (1994-1999). In Frankfurt/Main schuf er 1993-1997 den Commerzbank-Tower. Foster beschäftigt in seinen Büros weltweit rund 600 Mitarbeiter. Auf internationaler Ebene stellt der Hongkong International Airport Chek Lap Kok (1992-1998), der auf einer künstlichen Insel errichtet wurde, einen seiner größten Entwürfe dar.

In London zeichnet er u.a. für die Millenium Bridge (1999), die Überdachung des Innenhofs des British Museum (1999), das Rathaus von Greater London (2000) und die Hauptverwaltung der Swiss Re (2001-2003) verantwortlich. 1999 ehrte man ihn mit dem 21. Pritzker Architecture Prize. Im selben Jahr wurde er mit dem Titel "Lord Foster of Thames Bank" zum Peer auf Lebenszeit ernannt. Im Juli 2002 bekam der gefeierte Architekt auf dem 21. World Congress of Architects in Berlin den Auguste Perret Prize von der International Union of Architects überreicht. Vom 25. Oktober bis 30. Dezember 2001 widmete ein Kölner Museum dem etablierten Planer eine Ausstellung, auf der sein Gesamtwerk präsentiert wurde. Die Veranstaltung war als Werkschau angelegt und für Foster die erste dieser Art in Deutschland. Der Kölner Gebäudekomplex "Ringkarré" mit seinem Wasserbereich und den Büros, ebenfalls eine Kreation Fosters, wurde in die Ausstellung miteinbezogen.

Zu weiteren Auszeichnungen Fosters zählen unter anderem der Singapore Construction Excellence Award - Civil Categorie, der Red Dot Award - Product Design, die Civic Trust Commendation - British Library of Political and Economic Science, der Civic Trust Award - The Great Court, der Structural Steel Design Awards - Newbury Racecourse Grandstan Commendation und der Camden Design Awards - The Great Court. Im Dezember 2004 wurde nach drei Jahrzehnten Bauzeit eine gigantische Brücke im südfranzösischen Millau eröffnet, für deren Design Foster verantwortlich ist: Es handelt sich mit 270 Metern Höhe und mit Stützpfeilern bis zu 343 Metern Höhe um die höchst aufragende Brücke der Welt, die zudem eine Länge von rund 2,5 Kilometern besitzt. Der Architekt übernahm auch die Planung für das Dach des Hauptbahnhofs Dresden, das 2002 bis 2006 fertiggestellt wurde.

Anfang September 2005 wurde dem britischen Stararchitekten der "M100 Sanssouci Medien-Preis" in Potsdam verliehen, um ihn für seinen Beitrag zur Transparenz von Politik und Demokratie zu ehren, wie ihn Foster beispielsweise mit dem Umbau des Berliner Reichstags vorgelegt hat.


Die einflussreichsten Architekten und Designer des 20. Jhs.
Porträt des Monats Juni 2015: Norman Foster

NameNorman Foster

Geboren am01.06.1935

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortManchester (GB).