Biografie

Michael Moore

Der amerikanische Dokumentarfilmer machte sich in vielfältigen Funktionen, vom Drehbuchschreiber über den Darsteller bis hin zum Regisseur und Produzenten einen Namen im amerikanischen Filmgeschäft, wo er für eine kritisch engagierte Richtung abseits des Mainstreams steht. Sein politisches Interesse brachte Michael Moore auf öffentlichen Konfrontationskurs zur Administration von George W. Bush, dessen Arroganz als "Stupid White Man" er in seiner Buchpublikation anprangerte. Für seinen Dokumentarbeitrag "Bowling for Columbine" erhielt Moore im März 2003 den "Oscar"...
Michael Moore wurde am 23. April 1954 in Flint, im US-Bundesstaat Michigan, geboren.

Nach der Schule wandte er sich durch eine Schauspielausbildung dem Theater und Film zu. Vorübergehend engagierte sich Moore auch im Journalismus und Verlagswesen: Er zeichnete als Herausgeber der Zeitung "Flint Voice" verantwortlich. Moore profilierte sich mit seinen ersten Werken vor allem im Dokumentarfilmbereich. 1989 zählte seine Produktion "Roger and me", an dem er als Produzent, Regisseur und Schauspieler mitwirkte, zu den 10 besten Filmen der US-amerikanischen "Junior List".

Der kritische Streifen beschrieb die sozialen Veränderungen, die durch die Präsenz und Wirtschaftsaktivitäten des General-Motor-Konzerns in Moores Heimatstadt Flint ausgelöst wurden. Es folgten weitere Dokumentarfilme in den 1990er Jahren, für die Moore als Regisseur auftrat. Für die durch ihn geschaffene und mitgestaltete Serie "TV Nation" erhielt Moore 1995 den "Emmy Award". Neben seinem filmischen Schaffen profiliert sich Moore auch immer wieder als Buchautor. 1996 veröffentlichte er "Downsize This! Random Threats from Unarmed America".

Im Jahr 2002 nahm der Dokumentarfilmer die gesellschaftlichen Verhältnisse in den USA durch seinen Film "Bowling for Columbine" kritisch aufs Korn. Insbesondere prangerte er darin die absurde Waffengesetzgebung in den Staaten an, die für die Exzesse an Gewalt auf den Straßen und im Alltag verantwortlich sei, der alljährlich 11.000 Menschen in den USA zum Opfer fallen. Als interessierter und kritischer Beobachter der amerikanischen Politik macht Moore inzwischen aus seiner ablehnenden Haltung gegenüber der Administration von George W Bush keinen Hehl mehr.

Im Dezember 2002 erschien unter dem Buchtitel "Stupid White Man" seine harsche Abrechnung mit dem amerikanischen Präsidenten, die für lange Zeit den ersten Platz der dortigen Bestsellerliste belegte und zahlreiche Übersetzungen fand. Anlässlich der "Oscar"-Verleihung vom Frühjahr 2003 wurde Moore im März mit der begehrten Trophäe für "Bowling for Columbine" ausgezeichnet. Der kritische Dokumentarfilmer nutzte die öffentliche Aufmerksamkeit, um in einer aufsehenerregenden Rede Präsident George W. Bush wegen des zeitgleichen amerikanisch-britischen Kriegs gegen das irakische Regime von Saddam Hussein scharf anzugreifen.

Wenig später wurde bekannt, dass Moore unter dem Arbeitstitel "Fahrenheit 9/11" einen Dokumentarfilm über die familiären und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Familie Bush und der Familie von Osama bin Laden vorbereite. Der unerschrockene Filmemacher präsentierte den brisanten Streifen zu den Filmfestspielen in Cannes 2004, pünktlich also zu den im Herbst des Jahres stattfindenden Präsidentschaftswahlen. Moores Anti-Bush-Film "Fahrenheit 9/11" wurde mit der "Goldenen Palme" ausgezeichnet und erntete tosenden Beifall. Die Dokumentation trat im Sommer 2004 ihren Siegeszug durch die Kinos Amerikas und Europas an.

Michael Moore lebt im kalifornischen Beverly Hills.
2004:
Fahrenheit 9/11

2002:
Bowling for Columbine

2000:
Lucky Numbers

1999:
The Awful Truth (TV-Serie)

1998:
And Justice for All

1997:
The Big One

Ab 1994:
TV Nation (TV-Serie)

1994:
Canadian Bacon

1992:
Two Mikes Don’t Make a Wright;
Pets or Meat: The Return to Flint (TV)

1989:
Roger and me

NameMichael Moore

Geboren am23.04.1954

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortFlint, Michigan (USA).