Biografie

Martina Ertl

Die deutsche Skirennläuferin zählte ab Mitte der neunziger Jahre zu den erfolgreichsten Sportlerinnen in dieser Disziplin. 2001 wurde die dreifache Olympiateilnehmerin Kombinationsweltmeisterin in Sankt Anton. In den beiden Jahren 1996 und 1998 war Martina Ertl die Gewinnerin des Riesenslalom-Weltcups. Dazu kommen weitere 14 Weltcupsiege. Bei der Winterolympiade 2002 in Salt Lake City belegte sie in der Kombination den dritten Platz. Weltrekord wurden ihre 430 gefahrenen Weltcup-Rennen. 2006 beendete sie in Åre ihre Profi-Laufbahn...
Martina Ertl wurde als Tochter eines Landwirtes am 12. September 1973 im oberbayerischen Lenggries geboren.

Erstmals stand Martina Ertl mit zweieinhalb Jahren auf Skiern. Später trat sie dem Verein SC Lenggries bei, wo sie die Grundkenntnisse des Skifahrens lernte. 1979 startete sie für den Verein als Sechsjährige zu ihrem ersten Rennen. In der Saison 1990/91 nahm sie erstmals am Weltcup teil. 1991 wurde sie zum ersten Mal deutsche Meisterin. Dieser nationale Erfolg sollte sich in der Folgezeit noch sieben weitere Male wiederholen. 1991 nahm sie an den Junioren Weltmeisterschaften in Hemsedal teil. Dort konnte sie sich im Riesenslalom auf den zweiten Rang platzieren. In der Kombination holte sie mit Platz drei die Bronzemedaille.

Im Jahr 1993 feierte Martina Ertl ihren ersten großen internationalen Erfolg. Sie startete zur Weltmeisterschaft im japanischen Morioka und holte sich mit dem dritten Platz die Bronzemedaille. Im Jahr darauf nahm sie an den Olympischen Winterspielen 1994 im norwegischen Lillehammer teil. Dort konnte sie sich verbessern und erreichte mit dem zweiten Platz die Silbermedaille. In dieser Saison schnitt sie im Gesamtweltcup mit dem fünften Platz ab. 1995 erfolgte eine weitere Leistungssteigerung. In der Wertung des Gesamtweltcups erzielte sie den vierten Platz. Im Jahr darauf startete sie zu den Weltmeisterschaften in der spanischen Sierra Nevada. Die Voraussetzungen für eine Platzierung waren nicht gerade die besten, da Martina Ertl mit einer Verletzung in den Wettbewerb ging.

Dennoch errang sie mit dem dritten Rang die Bronzemedaille im Riesenslalom. Im selben Jahr wurde die Polizeiobermeisterin beim Bundesgrenzschutz Siegerin des Riesenslalom-Weltcups. In der Wertung des Gesamtweltcups erfuhr sie mit Rang zwei hinter ihrer Mannschaftskollegin Katja Seitzinger eine weitere Platzverbesserung. In der Saison 1996/97 plagten sie Verletzungen, und sie konnte nicht an die Leistungen der vorigen Jahre anschließen. Viele Wettbewerbe schloss sie mit dem fünften Platz ab: 5. Platz Super-G Weltcup/ Gesamtwertung, 5. Platz Park City Riesenslalom, 5. Platz Maribor Riesenslalom, 5. Platz Zwiesel Riesenslalom, 5. Platz Val d´Isère Super-G, 5. Platz Bad Kleinkirchheim Super-G oder den dritten Platz im Vail Super-G.

Erst als es der Lenggrieserin in der folgenden Rennsaison 1997/98 gesundheitlich wieder besser ging, stellten sich auch die Erfolge wieder ein. Im Jahr 1998 nahm sie an den Olympischen Winterspielen im japanischen Nagano teil. Dort schnitt sie als Zweitbeste in der Kombination ab – hinter Katja Seitzinger. Den undankbaren vierten Platz holte sie jeweils im Slalom und im Riesenslalom in diesem internationalen Wettbewerb. Im Riesenslalom–Weltcup konnte sie vor der italienischen Skirennfahrerin Deborah Compagnoni Rang zwei erzielen. Ebenfalls Platz zwei erreichte sie im Gesamt-Weltcup. Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im US-amerikanischen Vail im Jahr 1999 lief nicht besonders erfolgreich für die deutsche Skirennläuferin.

Sie erzielte keinen Medaillenplatz, zudem plagten sie Verletzungen, so dass sie die Saison vorzeitig beenden musste. Im Gesamt-Weltcup rutschte sie daher auf Platz vier ab. Erst im Jahr 2001 konnte sie an ihr Leistungspotenzial anknüpfen. Martina Ertl nahm an der Weltmeisterschaft 2001 in Sankt Anton teil. Dort wurde sie Weltmeisterin in der Kombination und erreichte damit einen Höhepunkt ihrer bisherigen Ski-Karriere. Die Rennsaison 2001/02 lieferte keine befriedigenden Resultate im Weltcup. Ertl startete zu den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City und holte sich dort mit dem dritten Platz die Bronzemedaille in der Kombination. Im Slalom-Wettbewerb landete sie immerhin auf Rang fünf.

Zu ihrer weiteren Erfolgsbilanz zählten unter anderem in der Saison 1997/1998: 1. Platz Riesenslalom - Weltcup/ Gesamtwertung; 2000/2001: 1. Platz Riesenslalom Sölden, 2. Platz Slalom Part City, 2. Platz Slalom Aspen, 3. Platz Super-G Lake Louise, 1. Platz Kombination St. Anton und 2. Platz Slalom Åre. 2005 gewann sie Gold im Nations Team Event bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 2005 in Bormio. Im selben Jahr heiratete sie den Ex-Triathleten Sven Renz. Zusammen mit ihrem Mann führt sie ein Ski- und Laufschuhspezialgeschäft in München. Am 19. März 2006 beendete sie in Åre ihre Profi-Laufbahn. Im Juli 2007 kam ihre Tochter Romy-Sophia zur Welt.

NameMartina Ertl

Geboren am12.09.1973

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortLenggries (D).