Biografie

Martin Winterkorn

Der Metallphysiker und Manager stellte von 2007 bis 2015 den Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG; sowie seit 2009 den Vorstandsvorsitzenden der Porsche Automobil Holding SE. Davor verdiente sich Prof. Dr. Martin Winterkorn ab 2002 als Vorsitzender des Vorstandes der Audi AG in Ingolstadt. 1973 bis 1977 war er Doktorand am Max-Planck-Institut für Metallforschung, an dem er 1977 promoviert wurde. Seine Karriere begann in der Qualitätssicherung bei Audi, die ihm ein profundes wissenschaftliches Wissen über die technische Entwicklung von Kraftfahrzeugen bescherte, ehe er 2004 zum Honorarprofessor an die Technische Universität Dresden für das Fachgebiet Leichtbauwerkstoffe im Fahrzeugbau berufen wurde...

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Martin Winterkorn wurde am 24. Mai 1947 in Leonberg geboren.

Nach Abschluss der Schule mit Abitur studierte er ab 1966 Metallkunde und Metallphysik an der Universität Stuttgart. Von 1973 bis 1977 war er Doktorand am Max-Planck-Institut für Metallforschung, an dem er 1977 zum Dr. rer. nat. promovierte. Nach Tätigkeiten im Forschungsbereich bei der Robert Bosch GmbH in Stuttgart, wechselte er 1981 als Assistent des Vorstandes für Qualitätssicherung zum Automobilhersteller Audi nach Ingolstadt. Anfang 1988 wurde Winterkorn Bereichsleiter der Zentralen Qualitätssicherung und 1990 zum Leiter der Audi Qualitätssicherung ernannt. 1993 wechselte Winterkorn als Leiter der "Konzern-Qualitätssicherung" zum Volkswagen-Konzern. Im März 1994 wurde er hier zum Generalbevollmächtigten der Volkswagen AG und im Juni 1995 zum Verantwortlichen für das Produktmanagement des Volkswagen-Konzerns berufen. Im Januar 1996 wurde er Markenvorstand für die Technische Entwicklung bei der Volkswagen AG.

Im Juli 2000 wurde er Mitglied des VW-Konzernvorstandes für den Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung. Am 1. März 2002 wurde Winterkorn zum Vorsitzenden des Vorstands der Audi AG bestellt. Innerhalb des Vorstandes wurde er verantwortlich für die Markengruppe Audi, zu der neben Audi die spanische Marke SEAT und der italienische Sportwagenhersteller Lamborghini zählt. Ab dem 1. Januar 2003 oblag ihm ebenso die technische Entwicklung von Audi. 2003 wurde Winterkorn der Titel eines Honorarprofessors der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest verliehen. Zum 1. August 2004 wurde er zum Honorarprofessor an der Technischen Universität Dresden für das Fachgebiet Leichtbauwerkstoffe im Fahrzeugbau berufen. 2006 wurde er vom Freistaat Bayern mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

In seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender der Audi AG blieb Winterkorn auch im Vorstand der Volkswagen AG aktiv. Nach dem Ausscheiden von VW-Chef Bernd Pischetsrieder zum Jahresende 2006, wurde Winterkorn mit der Zustimmung des Aufsichtsrats vom 17. November 2006 zum Nachfolger Pischetsrieders bestimmt. Nach der Verschmelzung der Konzerne VW und Porsche am 13. August 2009 wurde Winterkorn am 25. November 2009 auch zum Vorstandsvorsitzenden der Porsche Automobil Holding berufen. 2014 erhielt er das Großkreuz des Ordens Isabellas der Katholischen. 2015 avancierte die Volkswagen AG zum weltgrößten Autohersteller. Am 23. September 2015 trat Winterkorn aufgrund des "VW-Abgasskandals" zurück.

Privat ist Martin Winterkorn verheiratet und Vater von zwei Kinder. Er ist in zahlreichen Gremien vertreten und Mitglied des Aufsichtsrats des Fußballclubs FC Bayern München AG.


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NameMartin Winterkorn

Geboren am24.05.1947

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortLeonberg (D).