Biografie

Anna Wintour

Die britische Journalistin stellt seit 1988 die Chefredakteurin der US-amerikanischen Ausgabe der VOGUE. In dieser Position avancierte sie zur mächtigsten Frau in der Modebranche sowie zum Gradmesser und Indikator für die Fachpresse, Händler und modeinteressierte Stars. Dem voraus ging ihre einzigartige Treffsicherheit für neue Trends und Stilrichtungen. Von der gesamten Branche wurde bald ihre mediale Macht gefürchtet. Ebenso berüchtigt wurden auch ihre Allüren als scharfe Kritikerin. Mehrfach sorgte ihr großer Einfluss auf die Modewelt auch für Kritik. Indes verhalf Wintour Designern wie etwa Marc Jacobs und John Galliano zu internationalem Ruhm. Ihre Karriere begann Anna Wintour 1970 bei der Zeitschrift "Harper’s Bazaar". 1986 wurde sie Redakteurin der britischen VOGUE sowie 1987 der "House and Garden", ehe sie nach New York berufen wurde...
Anna Wintour wurde am 3. November 1949 in London geboren.

Aufgewachsen ist sie mit vier Geschwistern als Tochter des Journalisten Charles Vere Wintour. Ihre Stiefmutter Audrey Slaughter gründete als Journalistin einige populäre Magazine wie etwa "Honey" oder "Petticoat". Wintour besuchte die North London Collegiate School, die sie im Alter von 16 Jahren verließ. Im Anschluss absolvierte sie eine Ausbildung bei Harrods in London, wo Wintour ihre Leidenschaft für die Mode fand. Ihre journalistische Karriere begann sie 1970 als Modeassistentin bei "Harper’s Bazaar", die kurzzeitig mit "Queen" zu "Harpers & Queen" fusionierte. Hie baute Wintour neue, innovative Locations für Aufnahmen auf. Unter anderem stellte sie Gemälde von Renoir und Manet mit Models in Go-Go-Stiefeln nach. Nach kurzer Tätigkeit bei "Savvy" in London wechselte sie 1975 als Moderedakteurin zu "Harper’s Bazaar" nach New York.

Im Jahr 1984 heiratete sie den Kinder-Psychologen David Shaffer. Sie bekam mit ihm zwei Kinder. Das Paar ließ sich 1999 scheiden. 1986 wurde sie Chef-Redakteurin der britische VOGUE sowie 1987 Chef-Redakteurin der britischen "House & Garden". Auf ihrem ersten Cover der Vogue zeigte sie ein Model in einem T-Shirt und einer Jeans von Christian Lacroix. Die legere Kleidung beschwor einen modischen Skandal und machte sie zugleich über die Grenzen Englands bekannt. Sie zeigte eine einzigartige Treffsicherheit für neue Trends und Stilrichtungen. Zugleich verhalf Wintour Designern wie etwa Marc Jacobs, John Galliano oder Michael Kors zu internationalem Ruhm. 1988 wurde sie zur Chefredakteurin der US-amerikanischen Ausgabe der VOGUE berufen. Unter ihrer Leitung konzentrierte sich die VOGUE erneut ausschließlich auf Mode.

Die Septemberausgabe der amerikanischen VOUGE wurde zentrales Medium der Modeindustrie. Kurz darauf war sie verantwortlich für die Einführung der Magazine "Teen VOGUE", "VOGUE Living" und "Men's VOGUE". Ausgezeichnet zum "Editor of the Year" stieg Anna Wintour zu einer der stärksten und einflussreichsten Personen der Modewelt auf. Daneben wurde sie auch Kuratorin des "Metropolitan Museum of Art" in New York. Weiter gründete sie den "CFDA/Vogue Fund", um unbekannte Designer zu fördern. Privat engagierte sie sich stark für die amerikanische AIDS-Hilfe. Gefürchtet wurde ihre mediale Macht bald von der gesamten Branche. Ebenso berüchtigt wurden auch ihre Allüren als scharfe Kritikerin. Oft genügte von ihr ein Wort, und ein Trend wurde zum Megaerfolg oder verschwand in der Versenkung.

Die namhaftesten Designer beginnen ihre Shows erst nach ihrem Eintreffen. Sie sitzt immer in der ersten Reihe und nie neben Kollegen anderer Modemagazinen, die nur gegenüber platziert werden dürfen. Indes messen andere Modejournalisten ihren eigenen Rang an der Nähe zu Wintours Sitzplatz. Der Bestseller "The Devil wears Prada", zu deutsch "Der Teufel trägt Prada" von Lauren Weisberger, soll in Anlehnung auf den Erfahrungen der Autorin als persönliche Assistentin von Anna Wintour basieren. Das Buch wurde 2006 mit Meryl Streep verfilmt. 2009 entstand der viel beachtete Dokumentarfilm "The September Issue - Fashion is a religion. This is the bible" von R.J. Cutler, der ihr Leben und ihre Arbeit in New York und Paris beleuchtete. Zu diesem Titel führte die traditionsgemäße Septemberausgabe der US-VOGUE. Sie ist die wegweisendste Ausgabe des Jahres. 2007 hatte sie 840 Seiten und wog rund 2,5 Kilo.

Mehrfach sorgte ihr großer Einfluss auf die Modewelt auch für Kritik. So wurde die Mailänder Fashion Week 2010 von sechs auf nur drei Tage gekürzt, da Anna Wintour nicht länger in der Stadt weilen wollte.
Vogue Magazine
Anna Wintour
4 Times Sq
NY 10036-6593, New York
(USA) United States

T.: (212) 286.2860

NameAnna Wintour

Geboren am03.11.1949

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortLondon (GB).