Biografie

Martin Schmitt

Der Sportler zählt zu den erfolgreichsten deutschen Skispringern. Er bekam eine Goldmedaille im Teamwettbewerb und wurde im Einzelspringen auf der Großschanze Doppelweltmeister. Im gleichen Jahr wurde er Sieger im Gesamt- und Skiflug-Weltcup. Die Bilanz dieser Saison belief sich auf insgesamt 10 Siege. Mit elf Weltcupsiegen in der folgenden Saison stellte Schmitt einen neuen Rekord auf. Bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2001 gelangen ihm insgesamt vier Medaillen, die ihn zum erfolgreichste Sportler dieser Veranstaltung machten. Bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City holte er eine Goldmedaille und siegte in Lathi beim Welt-Cup...
Martin Schmitt wurde am 29. Januar 1978 als Sohn eines Konstrukteurs für Werkzeuge und Werkzeugformen in Tannheim geboren.

Schmitt wuchs mit seinem Bruder in Tannheim in der Nähe von Villingen auf. Bereits mit drei Jahren stand er das erstmals auf Skiern. Er entwickelte eine Vorliebe für diesen Sport. Allerdings übte er zunächst das alpine Skifahren aus. Zum Skispringen führte ihn der Zufall. Er begleitete seinen Bruder als Sechsjähriger im Jahr 1984 zu einem Skispringen auf einer 20m-Schanze. Durch den Ausfall eines Teilnehmers sprang Martin Schmitt ein. Aus dem jungen alpinen Skifahrer wurde ein Skispringer, der den Wettbewerb als Zweiter abschloss.

Martin Schmitt besuchte das Gymnasium und absolvierte sein Abitur. Zwischenzeitlich trat er dem SC Furtwangen bei, der ihn im Jahr 1991 als Dreizehnjähriger in den Nachwuchskader des Deutschen Skiverbandes (DSV) aufnahm. Eher gemächlich sprang sich Schmitt in die nationale Spitze. Nach dem Schulabschluss leistete er seinen Wehrpflichtdienst in einer Sportkompanie ab. Im Anschluss daran begann er in Freiburg ein Studium der Sport- und Wirtschaftswissenschaften. In der Saison 1995/96 verbuchte Schmitt seinen ersten internationalen Erfolg. Beim Interkontinental-Cup in Kairo erreichte er den achten Platz.

In der darauffolgenden Saison konnte er sich weiter steigern. Beim Stefani-Skispringen in St. Moritz landete er auf dem dritten Platz. Mit seinen Leistungen qualifizierte sich Martin Schmitt für die Vierschanzen-Tournee im DSV-Team. Bei den Wettbewerben in Innsbruck und in Bischofshofen gewann er seine ersten Weltcup-Punkte. Seinen ersten großen Erfolg erzielte Schmitt mit der Silbermedaille im Mannschaftsspringen bei den Olympischen Winterspielen 1998 im japanischen Nagano. In der Springsaison 1998/99 verbuchte er die ersten Erfolge im Weltcup, als Schmitt an den beiden Springwettbewerben im Gesamt- und Skiflug-Weltcup in Lillehammer siegte.

Danach machten sich Schwächen in seiner sportlichen Form bemerkbar. Doch nach einer Pause gelang ihm im Jahr 1999 die Doppelweltmeisterschaft im österreichischen Ramsau im Teamwettbewerb und im Einzelspringen. Diese Saison schloss Martin Schmitt erfolgreich mit insgesamt zehn Siegen ab. In der folgenden Saison 1999/00 siegte er bei der Vierschanzen-Tournee zunächst in Oberstdorf. Martin Schmitts sportliches Ziel war der Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee. Doch in Garmisch-Partenkirchen erreichte er bloß Platz elf. In Innsbruck landete er auf Rang zwei und in Bischofshofen beendete er den Wettbewerb als Dritter.

Anschließend machte Schmitt mit vier Siegen in Folge auf sich aufmerksam. In dieser Saison stellte er mit insgesamt elf Siegen bei Weltcupspringen einen neuen Rekord auf. Sein Leistungshoch hielt auch in der Saison 2001/2002 an. Zu den Nordischen-Ski-Weltmeisterschaften 2001 in Lathi holte Martin Schmitt insgesamt vier Medaillen: zweimal Gold, einmal Silber und Bronze. Damit schnitt der Überflieger als erfolgreichster Sportler das internationale Treffen ab. Dennoch bezwang er auch diesmal nicht seinen schärfsten Konkurrenten Adam Malysz im Gesamt-Weltcup.

Ein Trost brachte ihm die Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City. Und auch in Lathi konnte er seinen einzigen saisonalen Weltcupsieg holen. Die Weltmeisterschaft im Skifliegen in Harrachov in Tschechien brachte ihm den Titel des Vizeweltmeisters. Damit bestätigte Schmitt seine kontinuierlichen Leistungen und seine Zugehörigkeit zur Weltspitze. Neben seiner vierfachen Weltmeisterschaft und anderen zahlreichen internationalen Siegen blieb Martin Schmitt noch immer ein sportliches Ziel unerreicht, nämlich der Sieg der Vierschanzen-Tournee.

Zu Martin Schmitts weiteren größten Erfolgen zählen unter anderem 1996/97 die Bronzemedaille im Teamspringen an der WM in Trondheim; 1998/99 der 4. Platz der Vierschanzen-Tournee; 1999/2000 der 6. Platz Skiflug-Weltmeisterschaft in Vikersund; 2000/01 die sieben Weltcup-Siege im Einzelspringen, der 2. Platz im Gesamt-Weltcup, der 1. Platz im Skiflug-Weltcup, der 2. Platz der Vierschanzen-Tournee und der 3. Platz der Skandinavien-Tournee; 2001/02 der 10. Platz im Einzelspringen an den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City, der 5. Platz im Gesamt-Weltcup, der 7. Platz bei der Vierschanzen-Tournee und der 3. Platz bei der Skandinavien-Tournee.

NameMartin Schmitt

Geboren am29.01.1978

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortTannheim (D).