Biografie

Lloyd C. Blankfein

Der US-amerikanische Bankmanager ist Chef der amerikanischen Bank Goldman Sachs und damit der profitabelsten Großbank der USA. Der Banker hat bei der Investmentbank vor allem das Wertpapiergeschäft gestärkt und daraus eine wirtschaftliche Stütze der Bank gemacht. Goldman Sachs ist unter Lloyd C. Blankfeins Führung als einer der stärksten Banken aus der globalen Finanzkrise hervorgegangen. Dennoch leidet auch heute noch das Unternehmen unter Blankfein an einem Imageschaden wegen Zahlungen überzogener Boni, die unter anderem Mitverursacher der Wirtschaftskrise waren, und wegen Betrugsverdachts...
Lloyd Craig Blankfein wurde am 20. September 1954 im Stadtteil New York, Bronx, als Sohn eines Postsortierers geboren.

Blankfein wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Dennoch absolvierte er die Highschool und studierte danach. Sein Jurastudium an der renommierten Harvard University finanzierte er durch Stipendien und Kredite. Nach dem Abschluss stellte er sich Anfang der 1980er Jahre bei Goldman Sachs vor, um sich dort zu bewerben. Lloyd C. Blankfein wurde aber abgewiesen und nicht genommen. Er nahm dann eine Anstellung als Goldhändler bei dem Rohstoffhändler J. Aron an. Kurioserweise wurde dieses Unternehmen in der Folge von Goldman Sachs übernommen und damit war Lloyd C. Blankfein automatisch in der Bank an der Wallstreet, die ihn zuvor ablehnte. 1983 heiratete er die Anwältin Laura Jacobs.

Goldman Sachs war eine Bank, die sich aus der Tradition heraus auf das Investmentbanking spezialisisert hat. Lloyd C. Blankfein dagegen hat seinen Schwerpunkt auf dem Wertpapierhandel. Nachdem er ins Unternehmen kam, machte er schnell Karriere. 2004 hatte er bereits die Führungsposition als Vize-Präsident von Goldman Sach inne. Um diese Zeit war seine Abteilung die profitabelste der Bank. Mit einem Wert von 5,6 Milliarden US-Dollar steuerte er ein Drittel der Bankeinnahmen bei. Im Jahr 2003 schraubte sich Blankfeins Verdienst auf circa 20 Millionen US-Dollar hoch. Damit war er der bis dahin bestbezahlte Banker an der Wallstreet. 2006 wurde Henry Paulson, bislang Chef von Goldman Sachs, von Präsident George W. Bush zum Finanzminister ernannt. Damit war der Weg für Blankfein frei, um an die Spitze des Unternehmens zu kommen.

Im Jahr darauf leistete er Hillary Clinton für ihre Nominierung zu den Präsidentschaftswahlen Beistand. Blankfein wurde nicht lange nach Antritt seines CEO-Postens bei Goldman Sachs von der Finanzkrise eingeholt. Auch wenn Goldman Sachs die Krise als eine der profitabelsten US-Großbank überstand, sah sich Blankfein unter anderem Anschuldigungen wegen Betrugs gegenüber. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC warf dem CEO 2010 Betrug mit Wertpapieren vor. Eine Rekordstrafe von 550 Millionen Dollar verhinderte eine Betrugsklage der SEC, die damit die höchste Strafe verhängte. Im August 2011 musste sich Blankfein vor Gericht gegen den Vorwurf des US-Justizministeriums verantworten, die weltweite Finanzkrise mit ausgelöst zu haben.

Aber auch die horrenden Bonizahlungen an Manager und anderen Mitarbeitern haben dem Ruf der Bank in der Öffentlichkeit geschadet. Sie – so Kritiker – seien das sichtbare Zeichen für die Gier der Banker, die bei ihren Geschäftsgebahren eher ihr eigenes Wohl im Auge hätten. Dabei geriet nicht zuletzt Blankfein selbst in den Focus der Kritik. Lloyd Craig Blankfein ist längst ein gemachter Mann, der sich in Manhatten eine Villa für 27 Millionen US-Dollar leistet. Dort lebt er mit seiner Frau, seinen beiden Söhnen und seiner Tochter.

NameLloyd C. Blankfein

Geboren am20.09.1954

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortBronx, New York (USA).