Biografie

Konstantin Wecker

Der deutsche Liedermacher, Poet, Schauspieler und Komponist gehört zu den vielseitigsten Künstlern der deutschsprachigen Medienlandschaft. Sowohl als Autor, Filmmusikkomponist, Musical- und Kindermusical-Produzent als auch als kritische Stimme eines Drogenabhängigen im Kampf gegen die Sucht, beeindruckt Konstantin Weckers Vielseitigkeit seit über 35 Jahren. Werk und Leben Konstantin Weckers wurden bereits mehrfach Gegenstand von Wissenschaftlichen Abhandlungen und Diplomarbeiten an verschiedenen Universitäten weltweit. Zu seinen erfolgreichsten Alben zählen "Liebesflug" (1981), "Ganz schön Wecker" (1988), "Stilles Glück, trautes Heim" (1990) und "Vaterland" (2001)...
Konstantin Alexander Wecker wurde am 1. Juni 1947 als Sohn des Sängers Alexander Wecker und dessen Frau Dorothea in München geboren.

Wecker wuchs unter behüteten Verhältnissen als Einzelkind auf und besuchte die Schule. Sein musisches Interesse wurde von seinen Eltern gefördert, ab 1953 erhielt Konstantin Klavierunterricht, später kamen Geigen- und Gitarrenunterricht hinzu. Ab 1955 war er als Knabensopran Mitglied des Rudolf-Lamy-Kinderchors. Nach dem Abschluss des Theresien-Gymnasiums mit Abitur schrieb sich Wecker 1970 an der Universität München zum Philosophie und Psychologie Studium ein. Seine musikalischen Interessen verfolgte er unterdessen weiter und gründete 1971 die Rock-Soul Band "Zauberberg".

Im Jahr darauf trat er bei der deutschsprachigen Tournee des Musicals "Jesus Christ Superstar" auf und er hatte seine erste TV-Rolle in dem Spielfilm "Die Autozentauren". Seine Fähigkeiten als Pianist und Arrangeur waren bei den Tonstudios gefragt, auch bei der Tätigkeit als Darsteller in Sexfilmen in der Zeit von 1972 bis 1974 konnte er teilweise seine selbst komponierten Lieder einbringen. Die Softporno-Streifen mit Titeln wie "Beim Jodeln juckt die Lederhose" und "Unterm Dirndl wird gejodelt" haben noch heute bei ihrer Fangemeinde regelrechten Kultstatus. Seine erste Langspielplatte veröffentlichte er 1973 unter dem Titel "Die sadopoetischen Gesänge des Konstantin Amadeus Wecker".

Auch erste Auftritte bei der Münchner Lach- und Schießgesellschaft folgen zu dieser Zeit. Mit "Weckerleuchten" aus dem Jahr 1976 machte er erstmals ein größeres Publikum auf sich aufmerksam, der Durchbruch gelang Konstantin Wecker jedoch im Jahr 1977 mit der Langspielplatte "Genug ist nicht genug". Noch im selben Jahr wurde er für seine Leistungen mit dem "Deutschen Kleinkunstpreis" ausgezeichnet. Es folgte der "Deutsche Schallplattenpreis" für "Genug ist nicht genug" und mit Hilfe des kommerziellen Erfolgs konnte sich Wecker sein eigenes Tonstudio in Eching einrichten. Das Multitalent arbeitete an den unterschiedlichsten Projekten.

Allein im Jahr 1978 veröffentlichte er sein erstes Buch mit dem Titel "Eine ganze Menge Leben" sowie eine gleichnamige LP, er schrieb die Filmmusik zu der ARD-Produktion "1982: Gutenbach", brachte die Doppel-LP "Liederbuch" auf den Markt und ging auf große Deutschlandtournee. In den folgenden Jahren avancierte Konstantin Wecker zu einem der gefragtesten Filmmusikkomponisten der deutschen Fernsehlandschaft. Sowohl seine Konzerte als auch seine LPs erfreuten sich stetig wachsender Beliebtheit und auch seine Erfolge als Autor sprachen für sich. Im Jahr 1980 wanderte er in die Toskana aus und gründete dort ein Tonstudio. Noch im selben Jahr heiratete er in erster Ehe Carline Seiser. Die Scheidung erfolgte im Jahr 1988.

Auch an ungewöhnliche Projekte wagte sich der Liedermacher immer wieder heran, so schrieb er auch die Musik zu Goethes "Faust I", das 1985 im Schauspielhaus in Bremen aufgeführt wurde oder die Ballettmusik zu "Casanova" im Stadttheater von Aachen. Zu seinen bekanntesten Filmmusiken wurden die Titelmelodie der Erfolgsserie "Kir Royal" (1986) und die musikalische Untermalung des Kino-Erfolgs "Schtonk" (1992), außerdem war Wecker auch immer wieder als Schauspieler aktiv. Große Beachtung von Seiten der Medien wurde 1995 seiner Verhaftung wegen Kokainbesitzes geschenkt. Konstantin Wecker wurde in Untersuchungshaft verbracht, nach 16 Tagen wurde der Haftbefehl wieder aufgehoben.

In seinem 1992 veröffentlichten Buch "Uferlos" lässt er den Leser an seinen Suchterfahrungen teilhaben und beschreibt seine Erfahrungen mit der Droge Kokain. Konstantin Wecker machte nie ein Geheimnis aus seiner Drogensucht, durch Öffentlichkeitsarbeit sprach er das Tabu-Thema immer wieder an, so auch 1997 bei der Jahrestagung der Bayerischen Nervenärzte mit dem Vortrag "Es gibt kein Leben ohne Tod - Drogenabhängigkeit aus der Sicht eines Betroffenen". Zum selben Thema veröffentlichte er 1999 das Buch "Es gibt kein Leben ohne Tod. Nachdenken über Glück, Abhängigkeit und eine andere Drogenpolitik".

Nach mehrjährigem Rechtsstreit im Drogenprozess erfolgte im April 2000 die rechtskräftige Verurteilung Weckers zu einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung. Der zweifache Vater setzt sich stark für Aufklärungsarbeit gegen Rechtsradikalismus an deutschen Schulen ein, 2005 wurde er Pate der KRASS-Initiative. Seine Unterstützung gilt ebenfalls den Münchner "Klinik Clowns". Für seine Arbeit wurde Konstantin Wecker unter anderem mit dem "Ernst-Hoferichter-Preis" (1979), der "Ehrenantenne des BRF" (1986), dem "Kritikerpreis" für die CD "Classics" (1992) und dem "Kurt-Tucholsky-Preis (1995) ausgezeichnet.

Werk und Leben Konstantin Weckers wurden bereits mehrfach Gegenstand von Wissenschaftlichen Abhandlungen und Diplomarbeiten an verschiedenen Universitäten weltweit. 2005 veröffentlichte er das Album "Am Flussufer". 2004 und 2005 komponierte er mit Christopher Franke die Musicals "Hundertwasser" und "Ludwig²" das im März 2005 in Füssen uraufgeführt wurde. Mit dem Motto "Nazis raus aus dieser Stadt" tourte Wecker 2006 zusammen mit den Liedermachern "Strom & Wasser" durch Ostdeutschland. Am 16. Juni 2007 trat er auf dem Gründungsparteitag der Partei "Die Linke" auf.

Seit 1996 ist Konstantin Wecker mit Annik Berlin verheiratet, mit der er die gemeinsamen Söhne Valentin Balthasar (1997) und Tamino Gabriel (1999) bekam.
1973 - Die sadopoetischen Gesänge des Konstantin Amadeus Wecker

1974 - Ich lebe immer am Strand

1975 - Ich singe weil ich ein Lied hab / Live

1976 - Weckerleuchten

1977 - Genug ist nicht genug

1978 - Liederbuch

1978 - Eine ganze Menge Leben

1979 - live (in Hamburg)

1981 - Liebesflug

1981 - Live in München

1982 - Das macht mir Mut

1982 - Wecker

1983 - Im Namen des Wahnsinns Live ´83

1984 - Inwendig Warm

1986 - Jetzt eine Insel finden

1986 - Wieder dahoam

1987 - Live (in Wien und Graz)

1988 - Ganz schön Wecker,

1989 - Stilles Glück, trautes Heim

1990 - Konzert 90

1991 - Classics

1993 - Uferlos

1994 - Uferlos in Salzburg Live

1994 - Wenn Du fort bist

1996 - Gamsig

1998 - Brecht

1998 - Live ´98

1999 - Liebeslieder

2001 - Vaterland

2002 - Vaterland Live

2002 - Es geht uns gut - Best (1976-2001)

2005 - Am Flußufer

2005 - Am Flußufer, Live in München

2006 - Politische Lieder (Sampler)

2006 - Ich gestatte mir Revolte

2007 - Zwischenräume / 1973-1987

2007- Alle Lust will Ewigkeit / 1975-1987
1959 - Mein ganzes Herz ist voll Musik

1972 - Die Autozentauren

1973 - Liebe in drei Dimensionen

1973 - Der Ostfriesen-Report: O mei, haben die Ostfriesen Rissen

1973 - Unterm Dirndl wird gejodelt

1973 - Geilermanns Töchter – Wenn Mädchen mündig werden

1973 - Liebesmarkt – Matratzen-Horchdienst

1974 - Beim Jodeln juckt die Lederhose

1979 - Schwestern oder Die Balance des Glücks

1982 - Die weiße Rose

1982 - Peppermint Frieden

1983 - Sag nein

1983 - Ende der Freiheit

1984 - Is' was, Kanzler!?!

1983 - Atemnot

1984 - Martha Dubronski

1986 - Stinkwut

1986 - Kir Royal

1987 - Spaltprozesse

1987 - Dreifacher Rittberger

1988 - Der Geisterwald – Blutbuche und Rabenrache

1989 - Deutsche Redensarten und ihr Ursprung

1990 - Die Republikaner

1990 - Tatort - Blue Lady

1991 - Go Trabi Go

1992 - Ein Mann für jede Tonart

1992 - Lilien in der Bank

1993 - Das Babylon Komplott

1994 - 1945

1994 - Ärzte: Dr. Schwarz und Dr. Martin

1995 - Für mich soll´s rote Rosen regnen

1995 - Kriminaltango

1999 - SOKO 5113

1999 - Mit 50 küssen Männer anders

1999 - Dunkle Tage

2000 - Ein lasterhaftes Pärchen, Deutschland

2001 - Alles mit Besteck

2000 - Edelweiß

2003 - In der Mitte eines Lebens

2005 - Apollonia

2006 - Mozart - Ich hätte München Ehre gemacht

2006 - Wer früher stirbt, ist länger tot

2007 - Gipfelsturm
Bücher

1981 - Man muss den Flüssen trauen. Unordentliche Elegien

1981 - Ich will noch eine ganze Menge Leben

1983 - Und die Seele nach außen kehren / Uns ist kein Einzelnes bestimmt. Ketzerbriefe eines Süchtigen

1984 - Im Namen des Wahnsinns

1985 - Lieder und Gedichte

1986 - Jetzt eine Insel finden. Vorläufige Gedichte und Lieder

1987 - Wieder dahoam. Wo München mir gehört

1989 - Das macht mir Mut

1990 - Stilles Glück, trautes Heim

1993 - Sage nein!

1993 - Uferlos

1998 - Schmerzvoll lebendig

1999 - Liebeslieder

1999 - Es gibt kein Leben ohne Tod

2001 - Politisch nicht correct

2003 - Ich singe, weil ich ein Lied hab

2003 - Tobe, zürne, misch Dich ein!

2004 - Schon Schweigen ist Betrug

2004 - Der Klang der ungespielten Töne

2007 - Die Kunst des Scheiterns


Musicals

Dakota Pink, UA. 22. Mai 1998, Theater Pfütze in den Nürnberger Kammerspielen, Nürnberg

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer - Das Musical, UA. 1. Juli 1999, Sommertheater im Schloßgarten, Cuxhaven

Jim Knopf und die Wilde 13, UA. 29. Juni 2000, Sommertheater im Schloßgarten, Cuxhaven

Minna Musical, UA. 2. Dezember 2000, Stadttheater, Heilbronn

Schwejk it easy, UA. 19. Mai 2001, Theater des Westens, Berlin

Pettersson und Findus - Das Musical, UA. 28. Juni 2001, Sommertheater im Schloßgarten, Cuxhaven

Tamino Pinguin, UA. 5. Juli 2001, Sommertheater im Schloßgarten, Cuxhaven

Das Dschungelbuch, UA. 27. Juli 2002, Sommertheater im Schloßgarten, Cuxhaven

Pinocchio, UA. 1. August 2003, Sommertheater Hapag-Hallen, Cuxhaven

Hundertwasser - Das Musical, UA. 30. Juli 2004, Theater an der Ilmenau, Uelzen

Ludwig², UA.11. März 2005, Festspielhaus Neuschwanstein, Füssen

Quo Vadis, UA. 16. Juni 2005, Amphitheater, Trier (Antikenfestspiele)

Jan mit den Flügeln, UA. 22. Juni 2006, Theater des Kindes, Linz

Till Eulenspiegel, UA. 8. November 2006, Grazer Oper
Autogrammanfragen an:

Büro Konstantin Wecker
Dietlindenstraße 18
DE - 80802 München

E-Mail: buero@wecker.de
Tel. 089/33088840
1979
Ernst-Hoferichter-Preis

1986
Ehrenantenne des BRF

1992
Kritikerpreis für die CD "Classics"

1995
Kurt-Tucholsky-Preis

2006
Ruth des TFF.Rudolstadt

2007
Erich-Fromm-Preis mit Eugen Drewermann und Konstantin Wecker

NameKonstantin Wecker

Geboren am01.06.1947

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortMünchen (D).