Biografie

Konstantin Tsiolkovsky

Der russische Mathematiker und Physiker gilt als der theoretische Vordenker der Raketentechnik. Mit einer intensiven Forschungs- und Publikationstätigkeit schuf Konstantin Tsiolkovsky die wissenschaftliche Grundlage für die moderne Luft- und Raumfahrttechnik. Parallel zu seinem amerikanischen Kollegen Robert H. Goddard erfand er den flüssigen Raketenantrieb. Tsiolkovskys Flugberechnungen und Konstruktionen galten als phantastisch, waren aber seiner Zeit weit voraus...

Pioniere der Luft- und Raumfahrt
Konstantin Eduardovitch Tsiolkovsky wurde am 17. September 1857 in dem russischen Dorf Ijevskoe geboren.

Sein Vater stammte als Polen und war nach Sibirien deportiert worden. Als Kind wurde Tsiolkovsky im Alter von zehn Jahren taub. Diese Behinderung veranlasste ihn zu einem einzelgängerischen Leben, in dem er sich autodidaktisch mit dem Wissen der Zeit vertraut machte. 1873 wechselte Tsiolkovsky nach Moskau, wo er in einer Bibliothek zu arbeiten und zu studieren begann. Unter dem Eindruck von Jules Vernes Erzählungen befasste er sich mit der Raumfahrtutopie. Tsiolkovsky kehrte 1876 in die Heimat zurück und erhielt die Zulassung als Mathematiklehrer, als welcher er ab 1880 in Borovsk tätig war.

Im Jahr 1892 wechselte er mit der inzwischen gegründeten Familie nach Kaluga. Zur selben Zeit, als die Gebrüder Wright den ersten Flug in der Menschheitsgeschichte unternahmen, veröffentlichte Tsiolkovsky 1903 seine Pionierstudie "Die Erforschung des Raums mittels raketenbetriebener Apparate", die zur damaligen Zeit weitgehend verkannt wurde. Der Raketenforscher traf erst nach der Russischen Oktoberrevolution von 1917 auf Interesse auf staatlicher Seite. 1918 wurde er in die sowjetische Akademie der Wissenschaften und dann auch in die Gesellschaft für Kosmologie aufgenommen.

Mit staatlicher Unterstützung setzte Tsiolkovsky in den folgenden Jahren seine Forschungs- und Publikationstätigkeit fort. Die von ihm entwickelte Treibstoffrakete wurde 1926 von seinem amerikanischen Kollegen Robert Hutchings Goddard erstmals erfolgreich gezündet. Daneben entwickelte und beschrieb der Forscher zahlreiche Einzelheiten und Einrichtungen, die zu seiner Zeit als phantastisch galten, heute jedoch Bestandteil der modernen Raumfahrt geworden sind.

Konstantin Tsiolkovsky starb am 19. September 1935 in Kaluga. Er hinterließ seine Frau Barbara Sokolova und sieben Kinder.


Pioniere der Luft- und Raumfahrt

NameKonstantin Tsiolkovsky

Geboren am17.09.1857

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortIjevskoe (RUS).

Verstorben am19.09.1935

TodesortKaluga (UdSSR).