Biografie

Konrad Zuse

Der deutsche Bauingenieur, Erfinder und Unternehmer stellte 1941 mit dem elektromechanischen Z3 den ersten programmiergesteuerten Digitalrechner vor. Mit der Entwicklung, Konstruktion und Errichtung seiner Computer, die ab 1938 jeweils auf den neuesten Schaltertechnologien aufbauten, schrieb Konrad Zuse Forschungsgeschichte. Seine bedeutendsten Leistungen dabei waren die Entwicklungen der Programmsteuerung auf der Grundlage des binären Zahlensystems sowie der Entwurf seiner Spezifizierung der Programmiersprache "Plankalkül" als die erste universelle Programmiersprache der Welt. Die von Zuse 1949 gegründete Zuse KG ging 1967 im Konzern der Siemens AG auf...
Konrad Zuse wurde am 22. Juli 1910 in Berlin geboren.

Nach seinem Schulabschluss begann Zuse Maschinenbau zu studieren. 1935 beendete er sein Studium an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg. Danach fand er eine Stelle bei den Dessauer Henschel Flugzeugwerken. Schon in dieser Zeit befasste er sich mit dem Bau von Rechenmaschinen. Konrad Zuse entwickelte während seiner beruflichen Tätigkeit die Idee von Maschinen mit freier Programmierbarkeit. Für diesen Traum kündigte er seine Anstellung auf. 1936 begann Zuse mit der Realisierung seines Vorhabens. Zwei Jahre später, 1938, schloss er die Konstruktion des Z1 ab, des ersten vollmechanischen Rechners.

Doch die Maschine arbeitete nicht exakt, aber nicht aufgrund der Konstruktionspläne, sondern aufgrund mangelhafter Bauteile. 1940 nahm John von Neumann die Konstruktion von Zuse auf und gab ihr die theoretischen Grundlagen. Der weltweit erste Rechner Z1 steht heute im Deutschen Museum in München, wo er für die Öffentlichkeit zu besichtigen ist. Zuse entwickelte 1940 eine zweite Maschine namens Z2 mit einem elektronischen Rechenwerk, das sich aus Telefonrelais zusammensetzte. 1941 stellte er mit dem elektromechanischen Z3 den ersten programmiergesteuerten Digitalrechner vor.

Auch hierbei verwendete Zuse Relais, die die Funktion des Rechenwerkes und des Speichers übernahmen. Der Z3 war weltweit die erste Rechenmaschine, die frei programmierbar war und auf der Grundlage des binären Systems funktionierte. Er gilt als erster funktionstüchtiger Computer der Welt. 1945 wurde die 1941 gegründete Firma "Zuse Apparatebau" von Bomben zerstört. Unter den Trümmern befand sich auch der Z3. Das Nachfolgemodell Z4 befand sich zu dieser Zeit aber schon im Allgäu. 1945/46 arbeitete Zuse an der ersten höheren Programmiersprache namens "Plankalkül".

Zuse plante den Bau von Computern, die über die Rechenaufgaben hinaus auch Kombinationsaufgaben lösen sollten. 1949 rief er sein Unternehmen "Zuse KG" in Neunkirchen ins Leben. Dort wurde der Z4 repariert und der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich übergeben. Er war zu dieser Zeit Europas einziger funktionstüchtiger Computer. Zuse forschte und entwickelte in seinem Betrieb, der später seinen Standort in Bad Hersfeld aufbaute, weiter. Mit dem Z11 gelangte er 1955 an ein Modell, das technisch reif für die Serienherstellung war. Dieses Modell fand seinen Absatz besonders in der Optik-Industrie und an Universitäten.

Mit der Weiterentwicklung entstand 1957 das Modell Z22, das erstmals mit einem magnetischen Speicher funktionierte. Bis 1967 produzierte Zuse insgesamt 251 Computer. Wirtschaftliche Schwierigkeiten zwangen den Erfinder 1967, an das Weltunternehmen Siemens AG zu verkaufen; dies leitete auch das Ende des Firmennamens Zuse ein, der dann auf dem Markt komplett verschwand. Für seine Leistungen auf dem Gebiet der Computerentwicklung erhielt Konrad Zuse zahlreiche Auszeichnungen. Nach dem Verkauf seiner Firma widmete sich der einstige Ingenieur und Erfinder seinem Hobby: dem Malen.

Konrad Zuse starb am 18. Dezember 1995 in Hünfeld.


Erfinder, Entdecker, Erleuchtete
Bedeutende Vertreter der Informations- und Kommunikationsrevolution

NameKonrad Zuse

Geboren am22.07.1910

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am18.12.1995

TodesortHünfeld (D).