Biografie

Konrad Kujau

Der Zeichner und Maler machte sich vor allen Dingen einen Namen als Meisterfälscher der Hitler-Tagebücher (1978–1983), die das Magazin "stern" kaufte und als authentisch ankündigte. Mit diesem Coup löste Konrad Kujau die größte Panne im deutschen Nachkriegsjournalismus aus, die ihm weltweite Popularität bescherte. Nach seiner folenden Haftstrafe wurde es ruhiger um Kujau, der sich überwiegend der Malerei in seinem Atelier widmete...
Konrad Kujau wurde am 27. Juni 1938 im sächsischen Löbau geboren.

Bei einem Bombenangriff auf Dresden wurde die Familie von Konrad Kujau auseinander gerissen. Er verbrachte seine Kinder- und frühe Jugendzeit im Waisenhaus Ruppersdorf. Erst im Jahr 1951 fand sich die Familie wieder zusammen. In seiner Heimatstadt Löbau absolvierte Kujau die Volks- und Oberschule. Bereits in seiner Schulzeit war Kujau als Zeichner und Karikaturist tätig und veröffentlichte seine Werke in verschiedenen Zeitschriften wie "Sächsische Zeitung", "Junge Welt" oder "Eulenspiegel".

Nach dem Abitur im Jahr 1956 besuchte Kujau die Kunstakademie Dresden. Im Jahr darauf, 1957, verließ er die DDR und flüchtete nach Westberlin. 1958 begann er an der Kunstakademie Stuttgart zu studieren. Während dieser Zeit schaute Konrad Kujau Kunstmalern und Restauratoren über die Schulter. Drei Jahre später brach er das Studium ab und betätigte sich auf dem Kunstmarkt. Er lebte mit seiner damaligen Lebensgefährtin Edith Lieblang zusammen, die ihn dabei unterstützte.

Weltberühmt wurde Konrad Kujau als Meisterfälscher. 1983 legte er dem Wochenmagazin "stern" 63 Tagebücher von Adolf Hitler vor, welche die Illustrierte in der Ausgabe vom 28. April 1983 als authentisch ankündigte und für einen Millionenbetrag auch kaufte. Teile daraus wurden veröffentlich. Schnell stellte sich heraus, dass die Hitlertagebücher Fälschungen aus der Hand von Konrad Kujau waren. Damit löste er nicht nur einen der größten deutschen neueren Medienskandale, sondern auch einen Medienrummel um seine Person aus.

Kujau musste sich zusammen mit dem Stern-Reporter Gerd Heidemann für diesen Handel vor Gericht verantworten. Er wurde zu insgesamt vier Jahren Gefängnis verurteilt. Nach drei Jahren wurde er wegen Kehlkopfkrebs vorzeitig entlassen. Auch nach seiner Entlassung blieben die Medien zunächst aufmerksam auf Konrad Kujau. Publikumswirksam betätigte er sich als Fernsehmoderator, Koch oder Buchautor. So schrieb er die beiden Titel "Geheime Tagebücher" und "Kulinarisches Geheimarchiv", die sich, mit vielen Karikaturen versehen, in unterhaltsamer Weise lesen lassen.

Kujau arbeitete dann wieder überwiegend als Maler in seinem eigenen Atelier. Das Krebsleiden brach jedoch erneut hervor und er erkrankte schwer.

Konrad Kujau starb am 12. September 2000 in Stuttgart.

NameKonrad Kujau

Geboren am27.06.1938

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortLöbau (D),

Verstorben am12.09.2000

TodesortStuttgart (D).