Biografie

Kim Schmitz

Der deutsche Internetunternehmer gilt als Deutschlands schillerndster Hacker sowie als Enfant terrible der Branche. Furore machte er am Anfang seiner Karriere als selbst ernannter Hacker. Noch vor der Gründung seiner eigenen Sicherheitsfirma "Data Protect Consulting GmbH" bekam Kim Schmitz alias Kim Dotcom mehrfach Ärger mit dem Gesetz. Mit den von ihm gegründeten Internetdiensten "Megaupload" und "Megavideo" verdiente er Millionen. Zugleich wurde ihm vorgeworfen, dass er damit Content-Piraterie im großen Stil betrieben und Schäden in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar verursacht habe. Schmitz setzte sich nach Neuseeland ab, wo er auf die Auslieferung an die USA wartet...
Kim Schmitz wurde am 21. Januar 1974 in Kiel geboren.

In den 1990er Jahren mischte er in der Mailbox-Szene mit. Sein Wissen über Unzulänglichkeiten im "GSM-System" des D-1-Mobilnetzes der Deutschen Telekom verschaffte ihm eine Beratertätigkeit. Im Jahr 1994 gründete er die Sicherheitsfirma "DataProtect". Sechs Jahre darauf verkaufte er sie mit Gewinn an den TÜV Rheinland, im Jahr 2001 ging sie bankrott. Schon früh kam er mit dem Gesetz in Konflikt. So wurde er beispielsweise 1998 unter anderem wegen Betrugs und Bandenhehlerei zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. In der Folge entwickelte er sich zu einem der spektakulärsten Vertreter der New Economy.

Im Jahr 2001 kündigte die von Schmitz gegründete Beteiligungsgesellschaft "Kimvestor" an, den pleitebedrohten Onlinehändler "letsbuyit.com" mit 50 Millionen US-Dollar zu sanieren. Daraufhin wurde er wegen Insiderhandels zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung und 100.000 Euro Geldstrafe verurteilt, weil er mit seiner Ankündigung den Aktienkurs des Onlinehändlers ankurbelte und mit dem anschließenden Aktienverkauf einen Gewinn von über eine Million US-Dollar machte. Im Jahr darauf wurde Kim Dotcom wegen Veruntreuung erneut zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Nach einer Zeit des Abtauchens machte der exzentrische Internetunternehmer als Kim Dotcom wieder von sich reden.

Der Öffentlichkeit wurde bekannt, dass er mehrere Firmen mit dem Namensteil "Mega" in Hongkong besitzt. Diese Bezeichnung spielte in einigen Projekten von Schmitz schon viel früher eine Rolle. So auch beim umstrittenen Internetdienstanbieter "Megaupload", einem Filesharing-Dienst, der Usern einen sicheren Dateiaustausch ermöglichen soll. Im Januar 2012 wurde das Portal vom FBI geschlossen. Schmitz wird in diesem Zusammenhang unter anderen Urheberrechtsverletzungen im großen Stil vorgeworfen. Er wurde in Neuseeland aufgrund eines Haftbefehls aus den USA verhaftet. Die Amerikaner wollen den sich stets mit Bombast umgebenden Internetgeschäftsmann vor Gericht stellen und begehren seine Auslieferung.

Seit dem 19. Januar 2013 betreibt Schmitz mit MEGA, eine ebenfalls umstrittene Website zum Upload von Dateien in eine Cloud, eine Nachfolge von Megaupload.

NameKim Schmitz

AliasKim Dotcom

Geboren am21.01.1974

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortKiel